KV53

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KV53
Grabmal von unbekannt

Ort Tal der Könige
Entdeckungsdatum 1905–1906
Ausgrabung Edward R. Ayrton
für Theodore M. Davis
Vorheriges
KV50–KV52
Folgendes
KV54
Tal der Könige
KV53
Tal der Könige
(östliches Tal)

KV53 (Kings' Valley no. 53) ist das altägyptische Grab mit der Nummer 53 im Tal der Könige. Der Grabinhaber ist unbekannt. Eine exakte Datierung ist nicht möglich, allerdings wurde es zur Zeit des Neuen Reiches benutzt.

Entdeckung und Ausgrabung[Bearbeiten]

Die Entdeckung und Ausgrabung erfolgte zwischen 1905 und 1906 von Edward R. Ayrton für Theodore M. Davis. Ein ordnungsgemäßer Plan wurde nie angefertigt. Publiziert wurden die Ergebnisse unter anderem 1908 von Davis in The Tomb of Siptah, the Monkey Tomb, and the Gold Tomb (S. 18–19) sowie 1984 mit Angaben zu den Funden von Nicholas Reeves in MDAIK 40 (S. 232–233).

Architektur und Funde[Bearbeiten]

Bei dem Grab handelt es sich um ein Schachtgrab, das aus einer undekorierten Kammer besteht. KV53 wurde bereits in der Antike beraubt und war lange Zeit mit Schutt verfüllt, so dass der Grabeingang in neuerer Zeit als unbekannt galt. Die Ausgrabung unter der Leitung von Zahi Hawass ist nicht datiert, jedoch konnte der Eingang relokalisiert sowie ein aktueller Plan angefertigt werden. Das Grabungsteam fand Bruchstücke von Keramik, Teile von Leinen und Holzfragmenten, die möglicherweise zu einem Sarg gehörten. Weitere Fundstücke waren Kanopendeckel in Form eines menschlichen Kopfes, sowie menschliche Knochen und drei Schädel. Die Verstorbenen waren laut Untersuchungen zufolge ein Mann von ca. 45 Jahren, ein Mann von ungefähr 20 und eine Frau im Alter 23, so dass vermutet wird, dass es sich hierbei um einen Vater und seine Kinder handeln könnte. Das Grab wird in die 18. Dynastie datiert.

Ayrton fand in KV53 eine Reihe von Kalksteinostraka und eine Kalksteinstele. Die Stele konnte aufgrund der Inschriften dem obersten Schreiber Hori aus Deir el-Medina zugeordnet werden, der diese der Schlangengöttin Meretseger geweiht hatte. Vermutlich war Hori der Grabinhaber. Gleichartige Ostraka wurden auch verbaut in einer Arbeiterhütte der 20. Dynastie gefunden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Nicholas Reeves, Richard H. Wilkinson: Das Tal der Könige. Geheimnisvolles Totenreich der Pharaonen. Econ, München 1997, ISBN 3-8289-0739-3.
  • Zahi Hawass: Discovering Tutankhamun. From Howard Carter to DNA. The University Press, Cairo 2013, ISBN 978-977-416-637-2, S. 198.

Weblinks[Bearbeiten]

25.73972222222232.600555555556Koordinaten: 25° 44′ 23″ N, 32° 36′ 2″ O