Camp de Gurs

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Blick auf die Gedenkstätte Gurs
Blick ins Innere der Gedenkstätte Gurs

Das Camp de Gurs in der französischen Ortschaft Gurs nordöstlich der Pyrenäen war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg das größte französische Internierungslager. Es wurde für politische Flüchtlinge und Kämpfer des spanischen Bürgerkrieges eingerichtet.[1]

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges während der deutschen Besetzung Nordfrankreichs nutzte anfangs die Regierung von Édouard Daladier, später das Vichy-Regime es als Internierungslager zur Unterbringung von Strafgefangenen zusammen mit Unerwünschten, nach dem Waffenstillstand vom 22. Juni 1940 für jüdische Familien aus der von Deutschen besetzten französischen Zone. Formell stand das Lager auch während dieser Zeit unter französischer Verwaltung.

Situation im Lager[Bearbeiten]

Gefangene mussten teilweise anfangs auf dem nackten Erdboden schlafen, später durften sie sich einen Sack mit Stroh als Unterlage füllen. Dabei wurde ihnen in den Baracken ein 70 Zentimeter breiter Raum zugestanden. Die erfolgte Trennung von der Familie, Hunger, katastrophale hygienische Bedingungen und Krankheit prägten die Situation; durchschnittlich starben täglich sieben Menschen.[2]

Hilfslieferungen von Wohlfahrtsorganisationen konnten nur in geringem Maß das Überleben im Lager ermöglichen bzw. erleichtern.

Heimatländer der Gefangenen; Gründe für die Internierung[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Unter den bereits erwähnten Unerwünschten befanden sich auch Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft, die wegen ihrer Herkunft oder politischen Haltung bzw. als ehemalige Interbrigadisten aus Spanien nach Frankreich geflohen waren und als ausländische Staatsangehörige einer feindlichen Nation angesehen wurden. Unter ihnen befand sich eine bedeutende Zahl deutscher Juden, die vor dem Naziregime geflohen waren, wie z. B. Hannah Arendt; sie war 1933 vor den Nazis nach Frankreich geflohen und wurde im Mai 1940 in Gurs interniert (siehe auch Abschnitt Bekannte Häftlinge).

Auf Betreiben des Gauleiters von Baden, des besonders fanatischen Nazis Robert Wagner, sowie des Gauleiters Josef Bürckel (Gau Saarpfalz) wurden im Rahmen der ersten planmäßigen Deportation von Juden aus Deutschland am 22. Oktober 1940 6.538 Deutsche jüdischen Glaubens aus Baden[2], der Pfalz und dem Saarland von der Gestapo und französischen Behörden nach Gurs verschleppt.[3] Ihre Eisenbahntransporte kamen aus Mannheim (2335), Heidelberg (1380), Karlsruhe (900), Baden-Baden (106), Freiburg (450) und Konstanz (110). Allein im Lager verstarben von ihnen ca. 2.000; die meisten wurden per Eisenbahn über das Lager Camp de Rivesaltes in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.[2]

Einigen wenigen gelang ab 1941 über internationale Hilfsorganisationen und persönliche Kontakte die Emigration in sichere Drittländer.

Obwohl im unbesetzten Vichy-Südfrankreich des Marschalls Pétain gelegen, wurden 1942 und später internierte Menschen von hier nach Deutschland „ausgewiesen“. Viele der Ausgewiesenen wurden dann im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Hunderte verstarben bereits im Lager.

Anlässlich des 70. Jahrestages der Deportationen der badischen und saarpfälzischen Juden fanden in vielen Gemeinden der betroffenen Regionen Gedenkveranstaltungen und Ausstellungen statt.[4][5]

In dem Film "Menachem und Fred" (Regie: Ronit Kertsner, Ofra Tevet) wird das Schicksal der Geschwister Heinz und Manfred Mayer aus Hoffenheim erzählt, die ebenfalls im KZ Gurs interniert waren und sich nach 60 Jahren wieder begegnen. [6]

Frankreich[Bearbeiten]

Hieraus befanden sich u. a. folgende Personengruppen im Lager:

Mit der Unterzeichnung des Waffenstillstands vom 22. Juni 1940 zwischen Frankreich und Deutschland fiel die Region, in der sich das Lager befand, in die unbesetzte Zone, die vom Vichy-Regime kontrolliert wurde; das Lager wurde unter zivile Verwaltung gestellt.

Der von der Regierung Daladier eingesetzte Militärkommandant verbrannte vor dem Übergang der Autorität die Akten und ließ die spanischen republikanischen Internierten entkommen, die in der französischen Bevölkerung untertauchten. Allerdings bewirkte der Brand der Akten, dass eine große Zahl von ehemaligen Internierten nach dem Krieg enorme Schwierigkeiten hatten, Entschädigungen für ihre Internierung zu erhalten.

700 dieser Gefangenen wurden zwischen dem 21. August (Ankunftsdatum einer Inspektionskommission, die vom Dritten Reich entsandt war) und Oktober 1940 freigelassen. Sie kehrten aufgrund ihrer Nationalität oder ihrer Nähe zum Nazi-Regime zurück nach Deutschland.

Niederlande[Bearbeiten]

Das erste Kontingent aus den Niederlanden kam am 21. Mai 1940 in Gurs an, elf Tage nach dem deutschen Überfall auf die Niederlande.

Spanien[Bearbeiten]

Die französische Verwaltung unterschied hier vier Gruppen von Gefangenen:

  • Basken bzw. Gudaris: baskische Nationalisten bzw. Angehörige der baskischen Armee (Eusko Gudarostea) während des Spanischen Bürgerkriegs (Gudari: baskisches Wort, das Soldat oder Krieger meint, von guda (Krieg) und der Nachsilbe -ari, als Berufsbezeichnung; die Mitglieder der aktuellen ETA bezeichnen sich ebenfalls als Gudaris.) Die meisten Gudaris konnten auf Grund der Nähe ihrer Heimat Unterstützung in Frankreich finden und schließlich entkommen.
  • Brigadisten: Soldaten der Internationalen Brigaden – aus ganz Europa (Russland, Deutschland, den baltischen Staaten, Österreich, der Tschechoslowakei etc.) Einigen gelang die Flucht, einige sind zur französischen Fremdenlegion gegangen.
  • Flieger / Bodenpersonal: Bodenpersonal der Luftwaffe der Spanischen Republik. Durch ihren Beruf als Mechaniker war es für sie relativ leicht, französische Arbeitgeber zu finden, sodass sie das Lager auf legalem Wege verlassen durften.
  • Spanier: Personen ohne verwandtschaftliche, politische oder persönliche Beziehungen in Frankreich, die keiner der übrigen Gruppen angehörten, zuvor in der Landwirtschaft oder anderen schlecht bezahlten Berufen gearbeitet hatten und die Frankreich als Last ansah. Sie wurden größtenteils über den Grenzübergang Irun zurückgeführt, von wo sie ins Camp de Miranda de Ebro verschleppt wurden.

Weitere vom Dritten Reich besetzte Länder[Bearbeiten]

Österreich, Tschechoslowakei, Italien, Polen.

Lagerstatistiken[Bearbeiten]

Aus Spanien
(5. April bis 31. August 1939)
Basken 6.555
Brigadisten 6.808
Flieger 5.397
sonstige Spanier 5.760
Summe 24.520


Sonstige
(1. September 1939 bis 30. April 1940)
Summe 02.820


Unerwünschte Personen
(1. Mai bis 24. Oktober 1940)
Spanier 3.695
Deutsche und Österreicher 9.771
Franzosen 1.329
Summe 14.795


Internierte nach dem Anti-Juden-Gesetz (Vichy)
(25. Oktober 1940 bis 31. Oktober 1943)
Deutsche aus Baden und der Saarpfalz 6.538
Aus dem Lager St. Cyprien 3.870
Spanier 1.515
Sonstige 6.262
Summe 18.185


Zuletzt unter dem Vichy-Regime Internierte
(9. April 1944 bis 29. August 1944)
Summe 229


Gefangene nach der Befreiung
(30. August 1944 bis 31. Dezember 1945)
Deutsche Kriegsgefangene 0310
Spanische Antifrankisten 1.475
Kollaborateure mit der deutschen Besatzung 1.585
Summe 3.370


Zusammenfassung
Bis vor der Befreiung 60.559
Nach der Befreiung 03.370
Summe Internierte Personen (1939–1945) 63.929

Bekannte Häftlinge[Bearbeiten]

Lou Albert-LasardHannah ArendtMarie ArningJean AméryIlse BingGeorg BredigLeo BreuerErnst BuschEva BuschHelga CazasLily EhrenfriedLotte EisnerEugen EppsteinLisa FittkoManuel Garcia-BarradoJohanna GeissmarBabette GrossAlice HerzWalter HochmuthGertrud IsolaniFritz KahmannFritz KaufmannFranz Korwan - Maria LeitnerRobert LiefmannMax LingnerLéo MailletEva MendelssonHanna Meyer-MosesAlfred MombertLeopold NeumannPaul NiedermannPeter PringsheimJosef RaabAlexandra Ramm-PfemfertMax RaphaelCharlotte SalomonGreta Saur/Sauer – Ernst ScholzErich SchmidHans Steinitz, danach Redakteur des AufbauThea SternheimLuise Straus-ErnstElsbeth WeichmannKarl WilczynskiKonrad Wolff

Mahnmale[Bearbeiten]

Ein zentrales Mahnmal erinnert in Neckarzimmern an die Deportation nahezu aller Jüdinnen und Juden Badens, der Pfalz und des Saarlandes am 22. und 23. Oktober 1940 in das Internierungslager Gurs; in Mannheim am Hauptbahnhof sowie in Freiburg auf der Wiwili-Brücke über die Gleise des Hauptbahnhofes und am Hof der Hebelschule wurden weitere Mahnmale errichtet; außerdem erinnern in verschiedenen Städten Wegweiser, welche aktuellen Straßenschildern gleichen, an das Unrecht.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Anonym: Die Stadt ohne Männer. Im Sammellager von 18.000 Frauen. in: Basler Nachrichten, 22. Juli 1940
  • Reinhard Bek: Gurs, ein Internierungslager. Südfrankreich 1939–1943. Aquarelle, Zeichnungen, Fotografien. Hg. Elsbeth Kasser-Stiftung. Schwabe, Basel 2009 ISBN 978-3-7965-2573-5[7]
  • Benito Bermejo & Sandra Checa: Libro Memorial. Españoles deportados a los campos nazis (1940–1945). Cultura, Madrid 2006 (in Spanisch)
  • Gerhard Brändle: Gurs, Vorhölle von Auschwitz. Antisemitismus in Pforzheim 1920–1980. Dokumente, Fotos, Berichte. Ausstellungskatalog. Stadt Pforzheim (Hg. und Verlag), 1980[8]
  • Thomas Bullinger & Klaus Frahm, Hgg.: Gurs. Ein Internierungslager in Südfrankreich 1939–1943. Zeichnungen, Aquarelle, Fotografien. Skovgaard Museet, Viborg 1989[9]
  • Klaus Frahm, Angela Graf, Michael Philipp, Frithjof Trapp, Hgg.: Gurs. Ein Internierungslager in Südfrankreich 1939–1943. Literarische Zeugnisse, Briefe, Berichte. Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur,[10] Hamburg 1991 ISBN 3-926736-06-2[11]; 2. Aufl. ebd. 1993
  • Anja Clarenbach: Gertrud Isolani und Heinrich Eduard Jacob: Korrespondenz über „Stadt ohne Männer“[12]; in: „Exil. Forschung, Erkenntnisse, Ergebnisse“, Nr. 2, 14. Jg., Frankfurt 1994, S. 37–50 ISSN 0721-6742
  • Christian Eggers: „Unerwünschte Ausländer“. Juden aus Deutschland und Mitteleuropa in französischen Internierungslagern 1940–1942. Metropol, Berlin 2002 ISBN 3-932482-62-X
  • Lisa Fittko: Mein Weg über die Pyrenäen. Erinnerungen 1940–1941. dtv, München 1989 ISBN 3-423-62189-3
  • Uta Gerdes: Ökumenische Solidarität mit christlichen und jüdischen Verfolgten. Die CIMADE in Vichy-Frankreich 1940–1944. Reihe: Arbeiten zur kirchlichen Zeitgeschichte. Reihe B: Darstellungen. V&R, Göttingen 2005, ISBN 3-525-55741-8, passim
  • Bella Gutterman, Naomi Morgenstern, Yaacov Peterseil, Hgg.: The Gurs Haggadah. Passover in Perdition. Devora, Yad Vashem-Jerusalem 2003[13]
  • Erich Hackl und Hans Landauer (Hrsg.): Album Gurs. Ein Fundstück aus dem Widerstand. Deuticke, Wien-München 2000, ISBN 3-216-30552-X
  • Gert Hoffmann Barcelona, Gurs, Managua - Auf holprigen Straßen durch das 20. Jahrhundert, Karl Dietz Verlag, Berlin, 2009, ISBN 978-3-320-02179-5.
  • Gertrud Isolani: Stadt ohne Männer Tatsachen-Roman. Falken, Zürich 1945. Neuauflagen: Hamburg 1959, Basel 1979
  • Maria Krehbiel-Darmstädter: Briefe aus Gurs und Limonest 1940–1943. Lambert Schneider, Heidelberg 1970 (ohne ISBN)
  • Karl Kunde: Die Odyssee eines Arbeiters. Cordeliers, Stuttgart 1985
  • Claude Laharie: Le camp de Gurs 1939–1945. Un aspect méconnu de l´histoire de Vichy. Societé Atlantique d´Ímpression, Biarritz 1993 ISBN 2-84127-000-9 (zuerst J&D, Pau 1985 ISBN 2906483893; wieder: Gurs 1939–1945. Un camp d'internement en Béarn. Atlantica, 2005 ISBN 2843947839)
  • Claude Laharie unter Mitarb. von Jacques Abauzit, Jean-François Vergez und der „Amicale du camp du Gurs“: Gurs 1939–1945: ein Internierungslager in Südwestfrankreich. Von der Internierung spanischer Republikaner und Freiwilliger der Internationalen Brigaden bis zur Deportation der Juden in die NS-Vernichtungslager, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Cornelia Frenkel-Le Chuiton, Hg. Evangelische Landeskirche in Baden, Atlantica-Séguier, Biarritz 2005 & 2007, ISBN 978-3-00-020501-9 (zuerst: Röderberg, Frankfurt 1982)
  • Edwin Maria Landau & Samuel Schmitt, Hg.: Lager in Frankreich. Überlebende und ihre Freunde. Zeugnisse der Emigration, Internierung und Deportation. von Brandt, Mannheim 1991, ISBN 3-926260-15-7[14]
  • Max Lingner: Gurs. Bericht und Aufruf. Zeichnungen aus einem französischen Internierungslager Dietz, Berlin 1982 ISBN 3-87682-757-4
  • Maurice Meier: Briefe an meinen Sohn. Steinberg, Zürich 1946. Mit Zusätzen erg. Neuauflage, hg. von Robert Krais. Stückle bzw. Deutsch-Israelischer Arbeitskreis, Ettenheim 2000. Ohne ISBN. Französische Übersetzung 2004 ISBN 2952266301[15]
  • Jeanne Merle d'Aubigné: Gurs. La faime, l'attente, in: Les Clandestins de Dieu. CIMADE 1939–1944. Hgg. dies. & Violette Mouchon & Émile C. Fabre. Labor & Fides, Genf 1989 (zuerst: Fayard, Paris 1968) ISBN 2830905881 S. 61–76 (in Französisch)[16]
  • Gabriele Mittag: Gurs: Deutsche Emigrantinnen im französischen Exil. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Beiträge von Rita Thalmann, Gisèle Freund u. a. Fotografie Birgit Kleber. Argon, Berlin 1991
    • dies.: „Es gibt Verdammte nur in Gurs.“ Literatur, Kultur und Alltag in einem südfranzösischen Internierungslager. 1940–1942 Attempto, Tübingen 1996 ISBN 3-89308-233-6 (zugl. Diss. phil. Berlin). Ebenfalls: Wissenschaftliche Buchgesellschaft
    • dies.: „Das Ende sind wir!“ Leben und Tod in Gurs, der „Vorhölle von Auschwitz“. In Barbara Distel, Hg., Frauen im Holocaust. Bleicher, Gerlingen 2001 ISBN 3-88350-051-8 S. 49–69
    • dies.: „Die Sünde und Schande der Christenheit hat ihren Kulminationspunkt erreicht“. Geschlechtsspezifische Aspekte der in den französischen Internierungslagern entstandenen Literatur, in Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch: Sprache – Identität – Kultur. Frauen im Exil, 17. edition text + kritik, München 1999, S. 69 – 78 (Über das Gurs-Tagebuch von Thea Sternheim)
  • Paul Niedermann; Ernst Otto Bräunche, Hrsg.: Briefe einer badisch-jüdischen Familie aus französischen Internierungslagern. Lettres d'une famille juive du Pays de Bade, internée dans les camps en France. Erinnerungen – Mémoires. Reihe: Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte, 11. Hrsg. Stadtarchiv Karlsruhe. Übers. in das Franz. von Irène Kuhn. Info, Karlsruhe 2011 ISBN 978-3-88190-619-7[17] Inhaltsverzeichnis
  • Johannes Obst, Hrsg.: Gurs. Deportation und Schicksal der badisch-pfälzischen Juden 1940–1945. Didaktisch-methodische Handreichung für weiterführende Schulen. Kompilation und Verlag Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Rhein-Neckar, Mannheim 1986[18]
  • Ulla Plener, Hg.: Frauen aus Deutschland in der französischen Résistance. Reihe: Arbeiterbewegung. Forschungen, Dokumente, Biografien,. 2. korr. Aufl. Bodoni, Berlin 2007 (zuerst 2005) ISBN 3-929390-80-9
  • Therese Schmid-Ackeret: Elsbeth Kasser 1910–1992. Ein biographisches Projekt. Elsbeth-Kasser-Stiftung, Thun 1999
  • Hanna Schramm: Menschen in Gurs. Erinnerungen an ein französisches Internierungslager (1940–1941) Mit einem Dokumentenanhang (und Interpretation dazu) zur französischen Emigrantenpolitik (1933–1944) von Barbara Vormeier. Georg Heintz, Worms 1977 ISBN 3-921333-13-X[19]
    • Rezension von Hans Steinitz: Unvergessenes Drama. Erinnerungen an ein französisches Internierungslager, in RNZ, Februar 1978[20]
    • Buch in Französisch: Vivre à Gurs. Un camp de concentration français 1940–1941. Übersetzerin Irène Petit. Reihe: Actes et mémoires du peuple. Maspero, Paris 1979 ISBN 2707110701
  • Lukrezia Seiler, Hg.: „Was wird aus uns noch werden?“ Briefe der Lörracher Geschwister Grunkin aus dem Lager Gurs 1940–1942. Chronos, Zürich 2000 ISBN 978-3-905314-16-8[21]
  • Peter Steinbach: Das Leiden – zu schwer und zu viel. Zur Bedeutung der Massendeportation südwestdeutscher Juden (PDF-Datei; 80 kB). In: Tribüne – Zeitschrift zum Verständnis des Judentums. 49. Jg. H. 195. 3. Quartal 2010, S. 109 – 120
  • Rolf Weinstock: Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands. Häftling Nr. 59000 erzählt von dem Schicksal der 10000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischkowitz, Buchenwald. Volksverlag, Singen 1948
  • Richard Zahlten: Dr. Johanna Geissmar. Von Mannheim nach Heidelberg und über den Schwarzwald durch Gurs nach Auschwitz-Birkenau. 1877–1942. Einer jüdischen Ärztin 60 Jahre danach zum Gedenken Hartung-Gorre, Konstanz 2001 ISBN 3-89649-661-1

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das größte Internierungslager Südfrankreichs
  2. a b c badische-zeitung.de, 23. Oktober 2010, Martina Faller: Kein Hass, nur noch Mitleid (23. Oktober 2010)
  3. Peter Steinbach: Das Leiden – zu schwer und zu viel. Zur Bedeutung der Massendeportation südwestdeutscher Juden. In: Tribüne – Zeitschrift zum Verständnis des Judentums. 49. Jg. Heft 195. 3. Quartal 2010, S. 109 – 120; Zeitung Der Sonntag im Markgräflerland, 24. Oktober 2010, S. 2, Aus der Region, Hans Christof Wagner: Reden gegen das Vergessen
  4. a b badische-zeitung.de, Lokales, Müllheim, 20. Oktober 2010, Volker Münch: Ein Fingerzeig der Jugend (23. Oktober 2010)
  5. museum-offenburg.de, Sammlung Elsbeth Kasser: GURS. Ein Internierungslager – Südfrankreich 1939–1943 – Aquarelle, Zeichnungen und Fotografien (24. Oktober 2010)
  6. "Menachim und Fred" Dokumentarfilm von R. Kertsner und O. Tevet
  7. 167 Seiten. Deutlich erweiterte Ausgabe von Bullinger u. a., Skovgaard Museet 1989 u. ö., siehe unten
  8. 237 Seiten; mit Abb.
  9. 62 Seiten. Deutlich kürzere Erstausgabe von Bek, Hg., im Verlag Schwabe 2009. Sammlung Kasser, s. oben
  10. 1993: Hamburger Institut für Sozialforschung, HIS
  11. Öffentlich zugänglich in: Landeskirchliche Bibliothek Karlsruhe (HMA 365), Joseph Wulf-Mediothek im Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin (H.6.2 Gurs) und in der HIS-Bibliothek, sowie einigen Universitätsbibliotheken
  12. siehe oben, Basler Nachrichten 1940, sowie unten, Isolani
  13. Öffentlich zugänglich bei Hamburger Institut für Sozialforschung, Bibliothek His 375/Gur 4
  14. Erlebnisberichte aus Les Milles und Gurs. Ferner: Überblick über die frz. Internierungslager; Auszüge aus Protokollen zu Forschungen von André Fontaine
  15. Briefe aus Gurs 1940–1942. Auch in Hebräisch: The Open Museum, P.O.B. 1, IL 24959 Migdal Tefen
  16. englische Ausgabe: God's Underground. Übers. William & Patricia Nottingham. Bethany, St. Louis (Missouri) 1970 ISBN 0827212143
  17. im Namensartikel Niedermann weitere Lit. und Weblinks zu Gurs
  18. Öffentlich zugänglich in: Landeskirchliche Bibliothek Karlsruhe CJG 308
  19. S. 363: Stand der Gefangenenzahlen am 21. August 1940
  20. Steinitz war zwei Jahre Gefangener in Gurs und nachmals Hg. des „Aufbau“ in New York
  21. Marie und Josef Grunkin, z. Zt. der Verschleppung aus Lörrach 27 und 31 Jahre alt; verschleppt zusammen mit ihrer Mutter Fanny Grunkin
  22. Insgesamt 12 Kapitel, incl. Vorwort, Literatur, Zeitzeugenbericht usw. – Ersetze dafür die Zahl 04 in der URL jeweils durch 01 ... 12.- 4. durchges. Auflage. 2005 Als .pdf-Datei, durchsuchbar, ohne Abb. (ebenfalls als Print mit Abb. aufgelegt)

43.264722222222-0.73166666666667Koordinaten: 43° 15′ 53″ N, 0° 43′ 54″ W