KZ Jasenovac

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„Die steinerne Blume“, Denkmal für die Opfer des Konzentrationslagers Jasenovac.

Das Konzentrationslager Jasenovac (serbokroatisch Koncentracioni logor Jasenovac, Концентрациони Логор Јасеновац; Jiddisch: יאסענאוואץ; Hebräisch: יסנובץ‎), benannt nach dem in der Nachbarschaft gelegenen Ort Jasenovac, war während des Zweiten Weltkriegs das größte Konzentrations- und Vernichtungslager im faschistischenUnabhängigen Staat Kroatien“ (NDH) und eines der größten in ganz Europa.[1] Es war das einzige Vernichtungslager im Zweiten Weltkrieg in Europa, in dem ohne deutsche Beteiligung planmäßig gemordet wurde.[2] In Jasenovac starben größtenteils Serben, aber auch zahlreiche Juden und Roma, sowie Regimegegner, darunter auch Kroaten und bosnische Muslime.

Der von der Ustascha zwischen 1941 und April 1945 geleitete Lagerkomplex, kurz unterhalb der Mündung der Una in die Save 95 km südöstlich von Zagreb gelegen, bestand aus insgesamt fünf Nebenlagern und drei kleineren Lagern. Zu den Lagern gehörten drei Kinderkonzentrationslager: KZ Sisak als größtes, KZ Gornja Rijeka als kleinstes sowie das KZ Jastrebarsko. Angaben, nach denen die Gesamtfläche des Komplexes bis zu 240 Quadratkilometer betrug, sind fragwürdig, weil unklar bleibt, was dabei unter „Komplex“ verstanden wird.[3]

Die Angaben über Opferzahlen sind aufgrund der teilweisen Verwendung für propagandistische Zwecke voneinander stark abweichend. Ein weiteres Konzentrationslager auf dem Territorium des NDH-Staates war das KZ Sajmište am linksseitigen Saveufer bei Zemun, welches jedoch von den deutschen Besatzungstruppen betrieben wurde.

Hintergrund[Bearbeiten]

Befehl von 1941 an Serben und Juden ihre Häuser in Zagreb zu verlassen, sowie die Drohung der gewaltsamen Vertreibung bei Nichtbefolgung des Befehls.

Der Balkanfeldzug mit dem Überfall der Achsenmächte führte zwischen dem 6. und 17. April 1941 zur Besetzung und Zerschlagung des Königreichs Jugoslawien durch deutsche, italienische, ungarische und bulgarische Truppen. Ursprünglich hatte Deutschland gehofft, das neutrale Jugoslawien in ein Bündnis zwingen zu können. Bereits am 10. April 1941 marschierte die Wehrmacht in Zagreb ein, woraufhin Oberst Slavko Kvaternik im Namen der faschistischen Ustascha-Bewegung den Marionettenstaat der Achsenmächte proklamierte, den sogenannten Unabhängigen Staat Kroatien (NDH) unter Adolf Hitlers und Benito Mussolinis Protektion, zu dem auch Slawonien, Syrmien und fast ganz Dalmatien, Bosnien und die Herzegowina, sowie Teile Serbiens gehörten. Die Proklamierung des neuen Staates wurde von der Mehrheit der Kroaten begrüßt, aber in diesem Gebilde lebten neben den ca. 3,3 Millionen Kroaten noch rund 3 Millionen andere, mit etwa 1,9 Millionen vorwiegend Serben, aber auch 700.000 Muslime, sowie eine Anzahl weiterer ethnischer Minderheiten. Wie mit Minderheiten zu verfahren sei, hatte Bildungsminister Mile Budak am 22. Juni 1941 in einer Rede in Gospić erklärt:[4][5][6]

„Die Ustasa-Bewegung basiert auf der Religion. Für Minderheiten - Serben, Juden, Zigeuner - haben wir drei Millionen Patronen. Ein Drittel der Serben werden wir töten, ein anderes Drittel deportieren und das letzte Drittel werden wir in die Armee der Römisch-Katholischen Religion zwingen und sie so zu Kroaten machen. So wird unser neues Kroatien alle Serben bei uns ausmerzen und binnen zehn Jahren hundertprozentig katholisch sein.“

Mile Budak, 22. Juni 1941 in Gospić

Der NDH-Staat führte schließlich in Anlehnung an das nationalsozialistische Deutschland ebenfalls Rassengesetze ein. Nach diesen wurden hunderttausende Juden, Roma und vor allem Serben verfolgt, eingesperrt und ermordet. Zusätzlich entstanden auf dem Gebiet der Staates um die 40 Konzentrations- und Internierungslager.[7] Die Ustascha errichtete unter ihren Führer Ante Pavelić eine totalitäre Diktatur, die für den Genozid an den verschiedenen ethnischen Gruppen und die Ermordung zahlreicher politischer Oppositioneller verantwortlich war. Ambivalent war das Verhältnis der römisch-katholischen Kirche zu den Ustascha. Nationalistisch eingestellte katholische Geistliche aus der NDH sympathisierten, kooperierten oder beteiligten sich an den Taten der Ustascha. Andere protestierten gegen deren Verbrechen. Der planmäßigen Völkermord, die mehrere hunderttausend Todesopfer forderte, erreichte ihren Höhepunkt schließlich im KZ Jasenovac.

Entstehung und Geschichte[Bearbeiten]

Geländeplan des ehemaligen Konzentrationslagers Jasenovac
Jeder Hügel steht für eine Baracke, die sich seinerzeit dort befunden hat

Die Lager wurden aufgrund der kroatischen Gesetzentwurfs Nr. CDXXIX-2101-Z-1941 vom 25. November 1941, der von Ante Pavelić erlassen und von Justizminister Mirko Puk unterschrieben wurde, formal legalisiert.[8] Dieses Gesetz erlaubte die gewaltsame Internierung missliebiger Personen in Arbeitslagern und somit die Errichtung von Konzentrationslagern. Mit dem Bau des KZ ließ Eugen Dido Kvaternik, der als Leiter der Ustaška nadzorna služba (UNS), die Staatspolizei und Geheimdienst des NDH, die Oberaufsicht für sämtliche Lager hatte, Ende 1941 beginne. Gründer und Organisator von Jasenovac war General Vjekoslav Luburić, zugleich Kommandant des Lagerkomplexes, genannt „Maks der Metzger“. Er war zur Ausbildung im KZ Sachsenhausen gewesen, wo er den Aufbau des Lagers und dessen Möglichkeiten zur Liquidierung der Internierten studierte, um anschließend zu versuchen, dieses Modell auf Jasenovac zu übertragen.[9]

Zwischen 1941 bis 1945 gab es etwa 40 Konzentrationslager und Tötungsstätten auf dem Territorium des NDH-Staates. Die kleineren wurden jedoch rasch aufgelöst. Stattdessen wurde mit Jasenovac ein zentraler Standort ausgewählt, zur Verhinderung von Fluchten günstig gelegen am Zusammenfluss der Save mit den Flüssen Una, Strug und Lonja und zugleich für einen großen Lagerkomplex verkehrstechnisch geeignet in der Nähe der Bahnlinie BelgradZagreb. Der Hauptzweck war die Vernichtung von Serben, Juden und Roma samt ihrer Angehörigen und Kinder sowie die Ausrottung von Angehörigen der serbisch-orthodoxen Kirche. Darüber hinaus wurden in dem Lager unter anderem Panzer repariert, Lederwaren für das Ustascha-Militär sowie Schiffsketten hergestellt. Auch eine große Ziegelei befand sich auf dem Lagergelände. Das Arbeits-, Vernichtungs- und Konzentrationslager war nach dem Vorbild der deutschen KZ konzipiert und erhielt wegen seiner Größe bald den Beinamen „Auschwitz des Balkans“. Über dem Haupttor hieß es auf Kroatisch „Alles für den Poglavnik“ (mit Poglavnik war der NDH-Führer Ante Pavelić gemeint) und darunter „Arbeitsdienst der Ustasa-Verteidigung – Sammellager Nr. III“.[10]

Zwangsarbeit und Morde[Bearbeiten]

Deportationsbericht aus Travnik nach Jasenovac und Stara Gradiška, März 1942
Ein als Srbosjek (Serbenschneider) bezeichnetes Garbenmesser[11] wurde von den Ustaše für das Töten von Gefangenen in Jasenovac benutzt.

Zeitweilig diente das Lager auch als Sammellager für Gefangene auf dem Weg in andere Vernichtungslager. Gleichzeitig wurden bis zu 5000 Menschen interniert und mussten Zwangsarbeit leisten.

Das Lagerkomplex bestand aus fünf Teilen: Lager I (Krapje), Lager II (Bročice), Lager III (Ciglana [Ziegelei]), Lager IV (Kožara) und Lager V (Stara Gradiška). Die Lager I und II wurden vermutlich zur selben Zeit errichtet und im August 1941 wurden die ersten Gefangenen aufgenommen. Kommandanten der beiden Lager waren Ante Marić und Ivan Ranko. Im November 1941 wurde nach Überschwemmungen auf den Gebieten der ersten beiden Lager ein neues Lager errichtet. Das neue Lager in der Ziegelei von Jasenovac war das größte Lager.

Die meisten der mit Viehwaggons und Lastwagen herangebrachten Opfer wurden direkt von der Bahnendstation am Fluss Save mit einer Fähre ans andere Flussufer nach Donja Gradina (im heutigen Bosnien-Herzegowina) gebracht und dort massakriert. Gaskammern gab es zu diesem Zweck nicht. Die Tötungen wurden zunächst mit Schusswaffen, später vor allem mit Messern, aber auch Hacken, Beilen, Äxten und Hämmern vorgenommen.[12] Es wurde dabei auch ein sogenanntes Srbosjek (deutsch etwa Serbenschneider), ein von einer deutschen Firma im Auftrag des NDH-Staates produziertes, ursprünglich für den landwirtschaftlichen Gebrauch gedachtes Messer, benutzt.[13][14][15][16] Der obere Teil des Messers war aus Leder, als eine Art Handschuh, entworfen. Der untere Teil bestand aus einer 12 cm langen und leicht gebogenen Klinge mit einer geschärften inneren konkaven Seite.[17] Mit diesen und einigen anderen Methoden wandelte sich das Konzentrationslager in ein Schlachthaus.[18]

Ein deutscher Gesandter, Benzler, berichtete 1941 nach Berlin von „Untaten, wie man sie nur von vertierten Bolschewisten erwarten sollte“. Deutsche Militärs befürchteten wegen der angewandten Grausamkeiten ein Erstarken der Widerstandsbewegung (General Edmund Glaise von Horstenau im März 1942 in einem Brief an Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel).[12]

Die Endphase, Reaktionen[Bearbeiten]

Blick ins Gelände des Konzentrationslagers Jasenovac (2009)

Am 22. April 1945 fand ein Ausbruchsversuch von Gefangenen statt, der jedoch scheiterte. Von den letzten noch lebenden ca. 1050 Gefangenen, die während der Zerstörung des Lagers durch das Ustascha-Personal im Gebäude der „Näherei“ des Frauenlagers eingesperrt waren,[19] entkamen lediglich etwa 80 Personen in einen angrenzenden Wald. 520 Menschen kamen bei dem Aufstand um, die restlichen im Lager Verbliebenen, die zu alt, zu schwach oder zu krank für die Revolte gewesen waren, wurden umgebracht oder brachten sich selbst um, kurz bevor das Lager am 5. Mai 1945 von jugoslawischen Partisanen befreit und aufgelöst wurde – es war bereits zerstört, alle Unterlagen und alle Gebäude bis auf Teile der drei bis fünf Meter hohen und 3,5 km langen Mauer vernichtet.

Dinko Šakić, der das Lager zeitweise kommandierte, wurde 1998 im Alter von 76 Jahren von Argentinien an Kroatien ausgeliefert. Er wurde 1999 vom Zagreber Kreisgericht der Kriegsverbrechen an Zivilisten im Sinne der Anklage, gemäß Artikel 120 Abs. 1 des kroatischen Strafgesetzbuchs, für schuldig befunden und zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Mehrere katholische Seelsorger und Geistliche waren in verantwortlichen und ausführenden Funktionen in Jasenovac tätig,[20] darunter die Geistlichen Brkljacic, Matkovic, Matijevic, Zvonko Brekalo, Celina und Lipovac.[21] Miroslav Filipović, genannt „Bruder Teufel“, ein ehemaliger Priester, der wegen seiner Verbrechen in Banja Luka vom Franziskaner-Orden ausgeschlossen wurde, übernahm für vier Monate, von Juni bis Oktober 1942, das Kommando in Jasenovac.[22][23] Er wurde 1946 in Zagreb gehängt. Der Priester Ivica Brkljacic wurde im Sommer 1943 der Kommandant von Jasenovac.[24][25]

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Denkmal für die Opfer des KZ Jasenovac, „Die steinerne Blume“, entworfen von Bogdan Bogdanović, erbaut 1966

Heute befinden sich in den beiden durch den Fluss Save getrennten Teilen des ehemaligen Konzentrations-, Arbeits- und Vernichtungslagers Gedenkstätten. Die Save bildet die Staatsgrenze zwischen den kroatischen und den bosnisch-herzegowinischen Flächen des ehemaligen KZs. Vom Lager selbst finden sich bis auf Teile der ehemaligen Lagereisenbahn keine Spuren mehr.

Auf dem Gelände der Gedenkstätte Donja Gradina wurden bisher neun Grabfelder lokalisiert, in denen sich 105 Massengräber befinden. Nach einer Untersuchung des Instituts für landwirtschaftliche Bodenkunde Sarajevo im Jahr 1991 gibt es 20 weitere Gräber. Die Größe der Gräber umfasst mehr als 11 Hektar, die der Grabfelder 66 Hektar.

An den beiden Orten wird jeweils am Sonntag nach dem Gedenktag, dem 22. April, weiterhin des Häftlingsaufstandes und der Befreiung getrennt gedacht. Auch fehlen eine direkte räumliche Verknüpfung sowie ein Hinweis auf die ehemalige Fährverbindung.

Zahl der Opfer[Bearbeiten]

Leichen der von der Ustascha getöteten Häftlinge in Jasenovac

Die Zahl der Opfer in Jasenovac war stets Gegenstand von Manipulationsversuchen, gefolgt von heftigen politischen Debatten und Konflikten. Im sozialistischen Jugoslawien wurde die Opferzahl aus Jasenovac mit bis zu 700.000 Toten angegeben, obwohl die jugoslawische Regierung 1964 nur knapp 600.000 Kriegsopfer im gesamten Jugoslawien namentlich nachweisen konnte. Autoren wie der serbische Emigrant Bogoljub Kočović (ein Statistiker) oder der kroatische Ex-Partisan und Wirtschaftswissenschaftler Vladimir Žerjavić[26] errechneten unabhängig voneinander mit bevölkerungsstatistischen Methoden eine Opferzahl von bis zu 85.000. Der serbische Schriftsteller und Politiker Miodrag Bulatović trieb die Opferzahlen auf über eine Million,[27] Franjo Tuđman sprach dagegen von 30.000 bis 40.000 Opfern.[28] Seit 1998 tagte ein kroatisch-serbischer Historikerdialog, der sich auch mit dem Streit um die Zahl der Todesopfer in Jasenovac beschäftigte. Beim Belgrader Dialog 2002 kamen beide Seiten überein, dass sich die Zahl der Umgekommenen etwa auf 60.000 bis 80.000 belaufen müsste, was den Jahre zuvor von Žerjavić und Kočović errechneten Daten entspricht.[29][30]

Verschiedene Institute und Historiker, darunter das Simon-Wiesenthal-Zentrum[31] in Jerusalem, die Holocaust Encyclopedia des staatlichen United States Holocaust Memorial Museum[32] und der Historiker Slavko Goldstein[33] kommen zu geschätzten Opferzahlen zwischen 77.000 und 99.000 Personen in Jasenovac. Die österreichische Historikerin Grünfelder schreibt von 100.000 Opfern.[34]

Das von Adil Zulfikarpašić gegründete „Bosniakische Institut“ in Zürich publizierte 1998 die Namen von insgesamt 59.188 Opfern des Lagerkomplexes Jasenovac (einschließlich Stara Gradiška), darunter 33.944 Serben, 9.044 Juden, 6.546 Kroaten und 1.471 Roma. Der Rest verteilte sich auf Personen unterschiedlicher ethnischer bzw. religiöser Zuordnung sowie auf Opfer, deren Nationalität nicht eindeutig festgestellt werden konnte. Da die Erhebung von 1964, die zu dieser Publikation führte, unvollständig war, sind diese Zahlen als zu niedrig zu betrachten.[35] Forscher am Belgrader Museum für Genozidopfer haben bisher 80.000 bis 90.000 Menschen gezählt, die in Jasenovac starben.[36]

Der österreichische Historiker Hans Safrian[37] zitiert höhere Zahlenangaben: Die genaue Zahl der Opfer von Jasenovac läßt sich mangels schriftlicher Quellen nicht ermitteln, so daß nur Schätzungen möglich sind. In einem Bericht, der Anfang 1944 an Glaise-Horstenau geschickt worden war, wurden die Angaben eines ehemaligen Lagerinsassen wiedergegeben, wonach von der Ustascha in Jasenovac bis Ende 1943 300.000 bis 400.000 Menschen ermordet wurden.[38]

In der Gedenkstätte Donja Gradina wird weiterhin die Zahl von 700.000 Opfern dargestellt, während in der Gedenkstätte Jasenovac von ca. 80.000 Opfern ausgegangen wird.[39]

Das Museum der Gedenkstätte veröffentlichte eine, noch nicht vollständige, Liste der Opfer von Jasenovac, mit dem Stand der Nachforschungen bis zum 18. April 2010. Darin sind biographische Daten der einzelnen Opfer und Informationen zu den Umständen ihres Todes aufgeführt. In dieser Liste sind bisher 80.914 namentlich bekannte Personen, darunter rund 46.000 Serben, 16.000 Roma, 13.000 Juden und 4.000 Kroaten, aufgeführt die in Jasenovac zwischen Einrichtung des Lagers 1941 bis zur Befreiung 1945 zu Tode kamen. Diese bilden einen Teil der 597.323 amtlich registrierten Kriegsopfer Jugoslawiens, die in der „Poimeničnog popisa žrtava Drugog svjetskog rata u Jugoslaviji“ (deutsch: Namensliste der Opfer des Zweiten Weltkriegs in Jugoslawien) gelistet sind.[40]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karlheinz Deschner: Mit Gott und den Faschisten. Der Vatikan im Bunde mit Mussolini, Franco, Hitler und Pavelić. Günther, Stuttgart 1965. (Neuauflage: Ahriman-Verlag, Freiburg 2012, ISBN 978-3-89484-610-7)
  • Vladimir Dedijer: Jasenovac – das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan. 1. Auflage. 1988. (6. erweiterte Auflage, Freiburg 2011, ISBN 978-3-922774-06-8)
  • Josip Jurčévić: Die Entstehung des Mythos Jasenovac. Probleme bei der Forschungsarbeit zu den Opfern des II. Weltkrieges auf dem Gebiet von Kroatien. Dokumentacijsko informatijsko središte, Zagreb 2007, ISBN 978-953-95043-2-6. (Rezension)
  • Nataša Mataušić: Jasenovac 1941–1945. Logor smrti i radni logor. Spomen-područje Jasenovac, Jasenovac 2003, ISBN 953-99169-0-9.
  • Narcisa Lengel-Krizman: Genocid nad Romima. Jasenovac 1942. Spomen-područje Jasenovac, Jasenovac 2003, ISBN 953-99169-1-7.
  • Holm Sundhaussen: Das Konzentrationslager Jasenovac (1941–1945): Konstruktion und Dekonstruktion eines Kriegsverbrechens und Weltkriegsmythos. In: Wolfram Wette, Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert. Primus, Darmstadt 2001, ISBN 3-89678-417-X, S. 370–381.
  • Holm Sundhaussen: Jasenovac 1941–1945. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Orte des Grauens. Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Primus, Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-232-0, S. 49–59.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: KZ Jasenovac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Stevan K. Pavlowitch: Hitler's New Disorder: The Second World War in Yugoslavia. Columbia University Press, New York 2008., S. 34.
  2.  Ljiljana Radonić: Krieg um die Erinnerung an das KZ Jasenovac: Kroatische Vergangenheitspolitik zwischen Revisionismus und europäischen Standards. In: Heinz Fassmann, Wolfgang Müller-Funk, Heidemarie Uhl (Hrsg.): Kulturen der Differenz- Transformationsprozesse in Zentraleuropa nach 1989. V&R unipress, Göttingen 2009, S. 179.
  3. Mario Kevo: Počeci jasenovačkog logora i pojmovna (terminološka) problematika Sustava jasenovačkih logora. S. 587 (PDF)
  4. Klaus Buchenau: Orthodoxie und Katholizismus in Jugoslawien 1945-1991 - Ein serbisch-kroatischer Vergleich. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 3-447-04847-6, S. 67.
  5. Deutschlandradio: Zweierlei Erinnerung Jasenovac? Das kroatische Auschwitz. Ein Feature von Eberhard Rondholz. Es sprachen: Josef Tratnik, Jochen Langner und der Autor. Ton und Technik: Eva Pöpplein und Petra Pelloth. Regie: Axel Scheibchen. Redaktion: Hermann Theißen, 2009.
  6. Viktor Novak: Magnum Crimen - Pola vijeka kleriklarizma u Hrvatskoj, Nakladni zavod Hrvatske, Zagreb 1948, S. 605.
  7. Camps in the Independent State of Croatia. Jasenovac Memorial Area. Abgerufen am 10. November 2013.
  8. Barry M. Lituchy: Jasenovac and the Holocaust in Yugoslavia: analyses and survivor testimonies. Jasenovac Research Institute, 2006, ISBN 0-9753432-0-3, S. 68.
  9. Wolfgang Benz, Barbara Distel: Der Ort des Terrors - Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 9: Arbeitserziehungslager, Ghettos, Jugendschutzlager, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeiterlager. Verlag C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-57238-8, S. 327.
  10. Sve za poglavnike. Radna služba Ustaške obrane – Sabirni logor Br. III, siehe Abbildung auf Jasenovac32.jpg
  11. Deutsches Historischen Museum: Garbenmesser
  12. a b Eberhard Rondholz: Zweierlei Erinnerung : Jasenovac – Das kroatische Auschwitz. auf: Deutschlandfunk. 28. August 2009.
  13. David M. Kennedy, Margaret E. Wagner, Linda Barrett Osborne, Susan Reyburn: The Library of Congress World War II Companion. Simon and Schuster, 2007, S. 640, 646–647, 683:

    At Jasenovac, a series of camps in Croatia, the ultranationalist, right-wing Ustasha murdered Serbs, Jews, Gypsies, Muslims, and political opponents not by gassing, but with hand tools or the infamous graviso or srbosjek (literally, "Serb cutter") - a long, curved knife attached to a partial glove and designed for rapid, easy killing.

  14. Ladislaus Hory, Martin Broszat: Der kroatische Ustascha-Staat, 1941-1945. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1964.
  15. Dave Hunt: Die Frau und das Tier Geschichte, Gegenwart und Zukunft der römischen Kirche. Harvest House Publishers, 1994, S. 289–301.
  16. Egon Berger: 44 mjeseca u Jasenovcu. Grafički Zavod Hrvatske, Zagreb 1966.
  17. Nikola Nikolić: Taborišče smrti – Jasenovac. Übersetzt von Jože Zupančić Založba "Borec" Ljubljana 1969, S. 72–73.
  18. David M. Kennedy, Margaret E. Wagner, Linda Barrett Osborne, Susan Reyburn: The Library of Congress World War II Companion. Simon und Schuster, 2007, S. 640, 646f, 683.
  19. http://www.jerusalim.org/cd/biblioteka/wschindley-jasenovac_en.html
  20.  Vladimir Dedijer: Jasenovac - das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan. Ahriman, 1988, S. 161.
  21.  Karlheinz Deschner: Mit Gott und den Faschisten. Hans E. Günther, Stuttgart 1965, S. 246.
  22.  Eugen Drewermann: Jesus von Nazareth: Befreiung zum Frieden. Walter, 1996, S. 694.
  23.  Verein Romano Centro: Roma: das unbekannte Volk : Schicksal und Kultur. Böhlau, 1994, S. 101.
  24.  Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Band 44, Ausgaben 7-11. Rütten & Loening, 1996, S. 603.
  25.  Ernst Klee: Persilscheine und falsche Pässe. Fischer Taschenbuch-Verlag, 1991, S. 30.
  26. Vladimir Zerjavic: Yugoslavia-manipulations with the number of Second World War victims. Hrvatski Informativni Centar, Zagreb 1993, ISBN 0-919817-32-7. (Auszug)
  27. Radomir Bulatović: Koncentracioni logor Jasenovac s posebnom osvrtom na Donju Gradinu: istorijsko-sociološka i antropološka studija. Sarajevo 1990, S. 413 und passim
  28. Holm Sundhaussen: Rezension zu Josip Jurčévić: Die Entstehung des Mythos Jasenovac. Probleme bei der Forschungsarbeit zu den Opfern des II. Weltkrieges auf dem Gebiet von Kroatien. Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, 2007, abgerufen am 20. Mai 2012
  29. Ivan Brčić: Kroatisch-Serbischer Historikerdialog: Ein Schritt zur Vergangenheitsbewältigung? Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, 2003. (PDF-Datei; 50 kB)
  30. Tanja Mall: Holocaustforschung in Südosteuropa: Jonglieren mit Opferzahlen. ORF Wissen, 16. Januar 2007.
  31. „...Jasenovac, which was nicknamed “the Auschwitz of the Balkans” and in which at lest 85,000 civilians were murdered.“
  32. „It is presently estimated that the Ustaša regime murdered between 77,000 and 99,000 people in Jasenovac between 1941 and 1945.“
  33. „Der Historiker Slavko Goldstein in Zagreb hält 85.000 Tote für realistisch - davon 30.000 Serben, 15.000 Juden, 20.000 Roma, und 20.000 kroatische Oppositionelle.“
  34. Anna Maria Grünfelder: Arbeitseinsatz für die Neuordnung Europas. Zivil- und ZwangsarbeiterInnen aus Jugoslawien in der "Ostmark" 1938/41-1945: Zivil- und ... aus Jugoslawien in der "Ostmark" 1938/41-1945, Wien 2010, S. 73.
  35. Holm Sundhaussen: Rezension zu Josip Jurčévić: Die Entstehung des Mythos Jasenovac. Probleme bei der Forschungsarbeit zu den Opfern des II. Weltkrieges auf dem Gebiet von Kroatien. Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, 2007
  36. Politika, Belgrad 29. Januar 2007, zitiert nach Stevan K. Pavlowitch: Hitler's new disorder: the Second World War in Yugoslavia. Columbia University Press, 2008, S. 34, Anm. 6. (online auf: books.google.de)
  37. Hans Safrian, Univ.-Doz. für Zeitgeschichte am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien
  38. Hans Safrian in einer Fußnote des Buches Die Eichmann-Männer. Europa Verlag, Hamburg 1993, ISBN 3-203-51115-0.
  39. Donja Gradina. auf: uni-regensburg.de
  40. JUSP Jasenovac - LIST OF INDIVIDUAL VICTIMS OF JASENOVAC CONCENTRATION CAMP. Abgerufen am 15. Mai 2011.

45.28027777777816.928333333333Koordinaten: 45° 16′ 49″ N, 16° 55′ 42″ O