KZ Manager

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

KZ Manager ist der Name verschiedener den Nationalsozialismus und Rassismus verherrlichender[1] Computerspiele. Die Urversion des Spiels wurde in den 80er-Jahren für den Commodore 64 programmiert, im Juli 1989 durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert und im November 1990 bundesweit eingezogen. KZ Manager ist eine Wirtschaftssimulation, in der der Spieler die Rolle eines Verwalters in einem Konzentrationslager übernimmt. Unter dem Namen KZ Manager Millennium existiert eine Windows-Version dieses Spieles.

Neben der C64-Version gibt es das Spiel auch für andere Computersysteme. In einem Bericht des Simon Wiesenthal Center, der 1991 von Linda Rohrbough verfasst wurde, wird eine Amigaversion beschrieben, die im Gegensatz zur „technisch primitiv“[2] dargestellten C64-Version eine sehr gute Grafikqualität hätte und die Autoren des Spiels Kenntnisse von der Computerspielherstellung hätten.[3]

In Deutschland wird KZ Manager oft als Paradebeispiel für Spiele genannt, die den Nationalsozialismus oder Rassismus verherrlichen. Dieser Zusammenhang reicht von der Nennung in Medien wie Telepolis [4], der Rhein-Neckar-Zeitung [5], Die Zeit online [6] bis hin zur Beschreibung des Sachverhalts „Verherrlichung der NS-Ideologie, Rassenhass“ auf den Webseiten der BPjM.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b „Verherrlichung der NS-Ideologie, Rassenhass“ auf den Webseiten der BPjM
  2. über den Zusammenhang zwischen Rechtsextremisten und Computern auf den Webseiten des Innenministeriums NRW
  3. Linda Rohrbough des Simon Wiesenthal Centers über rassistische Computerspiele
  4. TELEPOLIS-Artikel „Gesellschaftlicher Dialog oder Pistole auf der Brust?“
  5. Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung „Wenn Neonazis ‚KZ-Manager‘ spielen...“ (PDF; 145 kB)
  6. ZEIT online „Ich gegen alle“