Kaarle Krohn

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Kaarle Krohn

Kaarle Leopold Krohn (* 10. Mai 1863 in Helsinki; † 19. Juni 1933 in Sammatti) war ein finnischer Folklorist.

Werdegang[Bearbeiten]

Kaarle Krohn, Sohn von Julius Krohn und Bruder von Aino Kallas, wurde 1898 Extraordinarius (zehn Jahre später Ordinarius) für Finnische und Vergleichende Folkloristik (suomalaisen ja vertailevan kansanrunoudentutkimuksen) an der Universität Helsinki, womit er der weltweit erste Professor für Erzählforschung ist. 1907 gründete er den Bund der Folklore Fellows zusammen mit Johannes Bolte und Axel Olrik (1864–1917); ab 1911 war er erster Herausgeber der Folklore Fellows’ Communications (FFC). Im Jahre 1917 wurde er Vorsitzender der Finnischen Literaturgesellschaft (Suomalaisen Kirjallisuuden Seura).

Krohn war Mitbegründer der Finnischen Akademie der Wissenschaften (Suomalainen Tiedeakatemia – Academia Scientiarum Fennica – Finnish Academy of Science and Letters) sowie der Zeitschriften Virittäjä (1896) und Finno-ugrische Forschungen (1901). Er gilt als eigentlicher Begründer der „geographisch-historischen Methode“ (Finnische Schule), die er 1926 in dem Buch Die folkloristische Arbeitsmethode beschrieb.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Eliel Aspelin-Haapkylä als Urheber der neueren volkskundlichen Sammelarbeit der Finnischen Litteraturgesellschaft. Helsinki 1920 (Folklore Fellows’ Communications 35).
  • K. F. Karjalainen. Helsinki 1921 (Folklore Fellows’ Communications 40).
  • Magische Ursprungsrunen der Finnen. Painettu Keravalla 1924 (Folklore Fellows’ Communications 52).
  • Die folkloristische Arbeitsmethode. Begründet von Julius Krohn und weitergeführt von nordischen Forschern. Erläutert von Kaarle Krohn. Oslo 1926.
  • Übersicht über einige Resultate der Märchenforschung. Helsinki 1931 (Folklore Fellows’ Communications 96).
  • Antti Aarne. Helsinki 1926 (Folklore Fellows’ Communications 64).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]