Kabylen

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Flagge der Kabylen
Junge Frau der Kabylen, 1905

Die Kabylen (Eigenbezeichnung ⵍⴾⴱⴰⵉⵍ Iqvayliyen; arabisch ‏القبائل‎, DMG al-qabāʾil „Stämme“) sind eine in Nordost-Algerien in der Kabylei lebende Sprachgruppe der Berber. Ihre Sprache ist das Kabylische. Die Ethnie zählt etwa vier Millionen Angehörige, wovon etwa die Hälfte ins Ausland, hauptsächlich nach Frankreich, emigriert ist.

Sprache[Bearbeiten]

Kabylenfrauen, 1886

Die kabylische Sprache wird sowohl im privaten als auch im beruflich-professionellen Kontext gesprochen. Die Kabylen bringen einen großen Stolz für ihre Sprache auf und widersetzen sich oft dem Arabischen. Das Französische ist als Handelssprache verbreitet.

Religion[Bearbeiten]

Die Religion ist überwiegend sunnitisch-muslimisch geprägt. Es bleibt jedoch auch eine kleine christliche Minderheit, die eine untergeordnete Rolle spielt. Ihr Anteil ist geringer als der der Religionslosen. Die beiden stärksten Parteien der Region, die zusammengenommen 80 % der Stimmen auf sich vereinen, sind allerdings betont säkular.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die traditionelle Wirtschaft ist landwirtschaftlich und handwerklich geprägt, viele Kabylen verdingen sich als Bergbauern. Zunehmend siedelt sich jedoch auch Industrie in der Region an. Zunehmend etabliert sich das Baugewerbe in der Kabylei. Des Weiteren drängen die Kabylen in die algerischen Universitäten mit der Folge der Etablierung vieler selbstständiger Ärzte, Anwälte und diversifizierter Unternehmer vor allem in der kabylischen Region um Tizi-Ouzou. Auch in den arabisch geprägten Teilen Algeriens nimmt der Anteil der Kabylen in diversen Berufen zu.

Wissenschaft[Bearbeiten]

Berühmtheit erlangte das Volk der Kabylen durch die Untersuchung des Soziologen Pierre Bourdieu. Siehe dazu:

  • Entwurf einer Theorie der Praxis. Auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Gesellschaft. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1976 ISBN 3-518-27891-6 (franz. 1972)

Siehe auch[Bearbeiten]