Kaffeekränzchen

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Wilhelm Schreuer (1866–1933): Kaffeekränzchen
Kaffeekränzchen im Jahr 1955 in der DDR

Kaffeekränzchen sind gesellige Zusammenkünfte von im Wesentlichen sozial gleichgestellten Frauen, bei denen Kaffee ausgeschenkt wird. Vorläufer gibt es bereits im 17. Jahrhundert. In engstem Zusammenhang steht der Kaffeeklatsch und das Damenkränzchen.

Historisch ist es ein Brauch des deutschen Bürgertums, dessen männliches Gegenstück der (aushäusige) Stammtisch war und auch noch ist.

Der Name leitet sich ab vom (Königs-)Kranz, den die Sieger beim Pfingstschießen erhielten und die damit gleichzeitig verpflichtet wurden, das jeweils nächste Fest abzuhalten. Dementsprechend setzte sich in der Zeit vom 16. bis zum 17. Jahrhundert der Begriff Kränzchen für alle Arten (kleinerer) Zusammentreffen durch, bei denen sich die Mitglieder verpflichteten, der Reihe nach das jeweils nächste Treffen auszurichten.

[Bearbeiten] Literatur

  • Peter Albrecht: Kaffee. Zur Sozialgeschichte eines Getränks. Ausstellung in Braunschweig vom 10. Januar–2. März 1980. (Veröffentlichungen des Braunschweigischen Landesmuseums; Band 23). Braunschweig 1980
  • Ulla Fölsing: Kaffeekränzchen. 2001
  • Mutschelknaus, Katja: Kaffeeklatsch. Die Stunde der Frauen. Sandmann, München 2008 ISBN 978-3-938045-28-2
  • Volker Rodekamp: Kaffee. Kultur eines Getränks. (Texte und Materialien aus dem Mindener Museum; Band 4). Minden 1987
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