Kafue-Nationalpark

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Kafue-Nationalpark
Autofähre im Kafue
Autofähre im Kafue
Kafue-Nationalpark (Sambia)
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-15.76666666666725.916666666667Koordinaten: 15° 46′ 0″ S, 25° 55′ 0″ O
Lage: Lusaka, Sambia
Nächste Stadt: Kafue
Fläche: 22.400 km²
Gründung: 1950er
Adresse: Offizielle Webseite
i3i6

Der Kafue-Nationalpark (engl. Kafue National Park) ist der größte Nationalpark in Sambia. Der Park wurde in den 1950er Jahren gegründet und umfasst 22.400 Quadratkilometer.

Geographie[Bearbeiten]

Kafue ist etwa 190 Kilometer von Nord nach Süd und etwa 85 Kilometer von Ost nach West lang. Der Park liegt am Lufupa und Lunga, zwei Nebenflüssen des Kafue, gut 200 Kilometer westlich der Stadt Kafue. Hier befindet sich auch der 370 Quadratkilometer große Itezhitezhi-See, der vor dem Stausee der Kafue-Talsperre angelegt ist und dessen Wasserstand reguliert.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Im Norden von Kafue im Lufupa-Wald (Baikiaea plurijuga findet man sogenanntes Sambesi-Teak, das wegen seiner Härte als Bahnschwelle und Parkett sehr gefragt ist. Zudem ist das Gebiet von Pterocarpus angolensis, Guibourtia coleosperma) und weiten, offene Auen, worunter die Busanga-Auen die bekanntesten sind gekennzeichnet.[1] Im Süden wandelt sich der Park von Wald erst in Buschland und nimmt dann immer stärker den Charakter der Kalahari an. Hier gilt die Nazhila-Ebene als besonders attraktiv.

Der Wildbestand des Parkes gilt als stark gewildert. Der Baumbestand, vor allem Teak, ist stark gelichtet.

Mit etwa 18 Tieren pro 1000 Quadratkilometer (im nördlichen Teil) beherbergt der Nationalpark eine der letzten lebensfähigen Afrikanischen Wildhund-Populationen. Weitere große Raubtiere des Parks sind Löwen, Fleckenhyänen und Leoparden. Die häufigsten Pflanzenfresser sind Impalas, Pukus und Warzenschweine, darüber hinaus findet man Steppenzebras, Streifengnus, Kuhantilopen, Litschi-Moorantilopen, Kudus, Wasserböcke, Buschböcke, Kronenducker und Oribis. Relativ selten sind Büffel, Rappenantilopen und Pferdeantilopen[2]. Zur Avifauna des Nationalparks gehört unter anderem der von der IUCN als gefährdet eingestufte Feigen-Bartvogel.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beim Essen stehen Giraffen am Tisch in: FAZ vom 15. Dezember 2011, seite R5
  2. Anne A. Carlson, Ph.D., Millennium Post-Doctoral Research Fellow, Ron Carlson, Field Consultant, and Fred B. Bercovitch, Ph.D., Project Director: African Wild Dog Conservation Project, Kafue National Park, Zambia 2004 Annual Report. Conservation and Research for Endangered Species Zoological Society of San Diego. (http://cres.sandiegozoo.org/projects/hc_wild_dogs_zambia_2004report.pdf online PDF)
  3. Lester L. Short und Jennifer F. M. Horne: Toucans, Barbets and Honeyguides – Ramphastidae, Capitonidae and Indicatoridae. Oxford University Press, Oxford 2001, ISBN 0-19-854666-1, S. 199