Kafue (Fluss)

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Kafue
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Fähre über den Kafue

Fähre über den Kafue

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Sambia
Flusssystem Sambesi
Abfluss über Sambesi → Straße von Mosambik
Ursprung Zusammenfluss von Bächen im Norden Sambias an der Grenze zur DR Kongo
11° 37′ 31″ S, 27° 11′ 18″ O-11.6252127.188391513
Quellhöhe 1513 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung In den Sambesi an der Grenze zu Simbabwe-15.94352128.913389Koordinaten: 15° 56′ 37″ S, 28° 54′ 48″ O
15° 56′ 37″ S, 28° 54′ 48″ O-15.94352128.913389
Länge 950 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Rechte Nebenflüsse Lufupa, Mushingoshi, Lungwa
Großstädte Chingola, Kitwe, Kafue, Mazabuka
Schiffbar Wegen Stromschnellen nur eingeschränkt schiffbar

Der Kafue ist einer der größten Flüsse Sambias.

Der Kafue entspringt nahe Ndola in 1.513 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Er durchfließt Sambia von Norden nach Süden, durchquert dabei den Kafue-Nationalpark, dann die fruchtbaren Kafueauen mit Blaue-Lagune-Nationalpark und Lochinvar-Nationalpark, dann durch die lange Kafueschlucht mit ihrem hohen Gefälle und mündet in den Sambesi. Im Kafue-Nationalpark wird der Kafue durch den Itezhitezhi-Damm gestaut, der 80 MW elektrische Leistung liefert und durch sein großes Staubecken für einen gleichmäßigen Durchfluss über das Jahr sorgt. Südlich Lusakas wird der Fluss in der Kafueschlucht durch die Kafue-Talsperre aufgestaut. Die Turbinen hier erzeugen 900 MW (1972), von denen 431 MW exportiert werden. Sambia ist durch diese Talsperre in der Lage, fast seinen gesamten Energiebedarf zu decken. Oberhalb des Dammes wird am Rand der Kafue-Auen, die vor dem Dammbau in der Regenzeit zu einem 5.000 km² großen See wurden, großflächig Bewässerungswirtschaft betrieben. Hier liegen die wirtschaftlich bedeutendsten und agrarisch ertragreichsten Flächen Sambias. 700.000 Menschen leben in den weiten Kafue-Auen (15° 46′ S, 27° 50′ O-15.76666666666727.833333333333) von Viehhaltung und Fischerei, der Landwirtschaft am Rand der Auen wie Namwala, oder in Gebieten wie um Mazabuka, wo riesige Flächen größflächig bewässert werden, oder der Zuckerindustrie in der Stadt.

Ein Projekt hat 1999 den Bestand an Wasserhyazinthen (Eichhornia crassipes) erheblich reduziert, eine um 1890 von Briten aus Lateinamerika eingeführte Wasserpflanze, die sich im Sambesi und allen seinen Nebenflüssen stark ausgebreitete und fast undurchdringliche Teppiche bildet. Diese Pflanze wird von keinem Tier gefressen und überlebt sehr lange Trockenzeiten. Sie verstopft Turbinen und verlangsamt den Wasserlauf.

Der Kafue durchfließt das Bergbaugebiet des Copperbelts, aus dem er verschiedene Metallrückstände mitschwemmt. Das Wasser des Flusses gilt auch als mit Kunstdüngerrückständen stark belastet. Mazabuka mit 130.000 Einwohnern und Kafue-Stadt mit 160.000 Einwohnern lassen ihre Abwässer, auch industrielle, ungeklärt in Becken versickern. Februar 2006 wurde eine Cholera-Epidemie auf den Kafue-Inseln gemeldet.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kafue River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bedeutung des Kafue-Fluss für Trinkwasser, Bewässerung und Energiegewinnung (MS Word, englisch; 2,1 MB)