Kaifenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kaifenheim
Kaifenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kaifenheim hervorgehoben
50.2455555555567.2266666666667350Koordinaten: 50° 15′ N, 7° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Kaisersesch
Höhe: 350 m ü. NHN
Fläche: 6,17 km²
Einwohner: 827 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56761
Vorwahl: 02653
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 043
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 47
56759 Kaisersesch
Webpräsenz: www.kaifenheim.de
Ortsbürgermeister: Gerhard Mieden
Lage der Ortsgemeinde Kaifenheim im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild

Kaifenheim ist eine Ortsgemeinde in der Eifel im rheinland-pfälzischen Landkreis Cochem-Zell. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kaisersesch an.

Geographie[Bearbeiten]

Kaifenheim liegt sieben Kilometer östlich der Stadt Kaisersesch und neun Kilometer südwestlich der Stadt Polch knapp östlich der Bundesautobahn 48. Die Ortschaft erstreckt sich auf einem von Norden (Anhöhe Erfist) nach Süden zum Brohlbach abfallenden Gelände und umfasst Höhenlagen zwischen 340 m ü. NN und 375 m ü. NN. Naturräumlich lässt sich das zu rund 60 % landwirtschaftlich genutzte[2] Gemeindegebiet in der Östlichen Moseleifel mit dem Hauptort größtenteils noch dem Kaisersescher Eifelrand zuordnen, der nördlich davon liegende Bereich dem Elztal. Der Elzbach bildet auch die nördliche Gemeindegrenze. Zu Kaifenheim gehört der am Brohlbach gelegene Wohnplatz Kaifenheimermühle.[3]

Kaifenheim grenzt (im Uhrzeigersinn) an die Ortsgemeinden Kehrig, Gering, Kollig (alle Landkreis Mayen-Koblenz), Roes, Brachtendorf, Zettingen und Gamlen.

Geschichte[Bearbeiten]

Kaifenheim wurde erstmals am 13. August 1005 als „Kiuenheim quoque in pago Meinuelt et comitatu Bethelini“ urkundlich genannt, als König Heinrich II. dem Adalbertstift zu Aachen verschiedene Güter schenkte.[4] Am 20. August 1051 beurkundete Kaiser Heinrich III. die von der Königin Richeza von Polen an die Abtei Brauweiler gemachte Schenkung von Gütern zu „Cheiuenheim“ bzw. „Cheuenich“.[5]

1336 wurde Kaifenheim vom Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg zur eigenständigen Pfarrei erhoben. Vorher war Kaifenheim der Mutterkirche zu Hambuch unterstellt.[6]

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Kaifenheim landesherrlich zu Kurtrier und war dem Hochgericht Klotten im Amt Cochem zugeordnet. Im Trierer Feuerbuch aus dem Jahr 1563 waren 36 Feuerstellen (Haushalte) in Kaifenheim (Kaiffenheim) verzeichnet, 1684 waren es nur 20.[7]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer annektiert, von 1798 bis 1814 gehörte Kaifenheim (Kaiffenheim ) zum Kanton Kaisersesch im Arrondissement Koblenz des Rhein-Mosel-Departements. Der Munizipalrat (Kaifenheimer Gemeindevertreter in der Mairie Kaisersesch) war der Bürger Kahn. Im Ort gab es einen Schullehrer.[8]

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung kam die Gemeinde Kaifenheim zur Bürgermeisterei Kaisersesch im Kreis Cochem, der zum neuen Regierungsbezirk Koblenz sowie von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.[9]

1841 verloren vier Arbeiter beim Bau der heutigen Pfarrkirche ihr Leben. 1944 stürzte ein britischer Bomber in Kaifenheim ab.

Seit 1946 ist die Gemeinde Kaifenheim Teil des Landes Rheinland-Pfalz, seit 1968 gehört sie der Verbandsgemeinde Kaisersesch an und seit 1969 zum Landkreis Cochem-Zell.

Die Schreibweise des Ortsnamens hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert:

  • Kievenheim (im Mittelalter), Kavenheim, Kevenheim,
  • Kewenheim, Keyfenheim, Keiffenheim, Kaiffenheim

Keiffenheim tritt heute im Mayener Raum noch als Familienname auf.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kaifenheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[10]

Jahr Einwohner
1815 322
1835 492
1871 554
1905 560
1939 646
Jahr Einwohner
1950 637
1961 565
1970 628
1987 657
2005 836

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kaifenheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[11]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Waschhäuschenfest: Am 2. Wochenende im August findet am Dorfbrunnen (Kapellenstraße) das Waschhäuschenfest statt. Organisiert und durchgeführt von den ortsansässigen Vereinen.
  • Kirmes: Am 2. Wochenende im September findet in der Gemeindehalle die traditionelle Kirmes statt. Organisiert und durchgeführt von den ortsansässigen Vereinen.
  • Theater: Der Theaterverein Kaifenheim spielt an mehreren Wochenenden im November ein Lustspiel auf, welches in Platt aufgeführt wird.
  • TSG - Fest: Am 23. Dezember findet eines der größten Junggesellenfeste der Region statt. Organisiert und durchgeführt von der Trink Sport Gruppe - Kaifenheim e.V.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaifenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 22 (PDF; 2,3 MB)
  4. Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins, Band 1, Düsseldorf 1840, S. 89, Urkunde 144 (Google Books)
  5. Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins, Band 1, Düsseldorf 1840, S. 117, Urkunde 186 (Google Books)
  6. Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier. Bischöfliches General-Vikariat, Trier 1887, S. 237 (www.dilibri.de)
  7. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 117, 146.
  8. Handbuch für die Bewohner vom Rhein-Mosel-Departement, Koblenz: Prefektur-Buchdruckerey, 1808, S. 65 (www.dilibri.de)
  9. Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher, 1843, S. 38 (www.dilibri.de)
  10. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  11. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen