Kainach (Mur)

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Kainach
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Die Kainach bei Bärnbach

Die Kainach bei Bärnbach

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Steiermark, Österreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Mur → Drau → Donau → Schwarzes Meer
Quelle GleinalpeVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe 1660 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Mur in Wildon46.88688804647315.517673492432290Koordinaten: 46° 53′ 13″ N, 15° 31′ 4″ O
46° 53′ 13″ N, 15° 31′ 4″ O46.88688804647315.517673492432290
Mündungshöhe 290 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 1370 m
Länge 64 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 849 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Linke Nebenflüsse Liebochbach
Rechte Nebenflüsse Teigitsch
Kleinstädte Voitsberg, Bärnbach
Gemeinden Lieboch, Wildon
Einwohner im Einzugsgebiet ~ 15.000 EW
Regulierung der Kainach in Lieboch (1930er Jahre)

Die Kainach ist ein 64 km langer Fluss in Österreich in der Steiermark, entspringt im Gleinalpengebiet und fließt stets in südöstlicher Richtung.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Kainach ist ein Fluss, der an der Grenze zum Kreis Judenburg entspringt. Ihr natürlicher Flusslauf wurde mehrmals reguliert und verkürzt, um so Nutzflächen zu erhalten. In die Kainach fließen neben kleineren Bächen der Siebenbrunnenbach, der Alpenbach, der Grabenbach und der Liebochbach. Sie passiert die Ortschaften Kainach bei Voitsberg, dann Bärnbach, Krottendorf und Lieboch, bevor sie in Wildon in die Mur mündet.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der obere Kainachboden bildete einst ein Seebecken ehe sich das Wasser der Kainach durch den Querriegel, auf dem die Ruine Krems thront, einen Weg bis zur Mur bahnte. Das Gebiet wurde bereits von steinzeitlichen Jägern bewohnt, die in den zahlreichen Höhlen hausten.[2] Das Gebiet des Kainachbodens gehörte zum Königreich Noricum, dessen Hauptstadt Noreia sich nahe der Ortschaft Neumarkt befand. In das dünn besiedelte Gebiet wanderten Slawen oder Wenden ein, die von den Awaren bis zu den Quellen der Drau und Mur gedrängt wurden. Aus dieser Zeit sind viele slawische Flur-, Fluss- oder Ortsbezeichnungen erhalten geblieben wie die Ortsnamen Preding oder Laßnitz oder Lassnitz ein Nebenfluss der Kainach.[3] Die Kainach wurde im Jahr 1070 als Flusslauf urkundlich erwähnt.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Anton Brauner (Hrsg.): Was die Heimat erzählt. Steirische Heimathefte. H. 12: Die Weststeiermark, das Kainach-, Sulm- und Laßnitztal. Leykam, Pädagogischer Verlag, Graz/Wien 1953, OCLC 444287430.
  • Gottfried Kopetzky: Das Miozän zwischen Kainach und Lassnitz in Südweststeiermark. (= Mitteilungen des Museums für Bergbau, Geologie und Technik am Landesmuseum Joanneum. H. 18.) Museum für Bergbau, Geologie u. Technik, Graz 1957, OCLC 74533008.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kainach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Franz Sartori: Skizzirte Darstellung der physikalischen Beschaffenheit und der Naturgeschichte des Herzogthumes Steyermark. J.A. Kienreich, Grätz 1806, OCLC 9178356, S. 169/170.
  2. Höhlenforscher an der Arbeit. auf sagen.at, abgerufen am 18. Mai 2014.
  3. Aus der Vergangenheit des Kainachbodens. auf sagen.at, abgerufen am 18. Mai 2014.
  4. Zahlen und Fakten auf kainach.at, abgerufen am 18. Mai 2014.