Kaisa Mäkäräinen

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Kaisa Mäkäräinen Biathlon
Kaisa Mäkäräinen
Voller Name Kaisa Leena Mäkäräinen
Verband FinnlandFinnland Finnland
Geburtstag 11. Januar 1983
Geburtsort Ristijärvi
Karriere
Verein Kontiolahden Urheilijat
Trainer Jarmo Punkkinen
Aufnahme in den
Nationalkader
2004
Debüt im Europacup 2003
Debüt im Weltcup 2005
Weltcupsiege 9
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
NFM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
SWM-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2011 Chanty-Mansijsk Verfolgung
Silber 2011 Chanty-Mansijsk Sprint
Bronze 2012 Ruhpolding Massenstart
Nationale Finnische MeisterschaftVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold 2011 Kontiolahti Sprint
IBU Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2007 Otepää Sprint
Gold 2007 Otepää Verfolgung
Weltcup-Bilanz
Gesamtweltcup 1. (2010/11), (2013/14)
Einzelweltcup 2. (2011/12)
Sprintweltcup 1. (2013/14)
Verfolgungsweltcup 1. (2010/11), (2013/14)
Massenstartweltcup 3. (2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 1 1 0
Sprint 3 9 5
Verfolgung 5 5 5
Massenstart 0 2 3
letzte Änderung: Saisonende 2013/2014

Kaisa Leena Mäkäräinen (* 11. Januar 1983 in Ristijärvi) ist eine finnische Biathletin.

Karriere[Bearbeiten]

Kaisa Mäkäräinen in Sandnes, 2009

Die Studentin Kaisa Mäkäräinen begann 2003 mit dem Biathlonsport, nachdem sie vorher bereits im Langlauf aktiv war. Seit 2004 gehört sie zum finnischen Nationalteam. Sie startet für Kontiolahden Urheilijat (Kontiolahti Sport Club) und wird von Tomi Kuutti trainiert. Ihren ersten Auftritt im Biathlon-Weltcup hatte Mäkäräinen 2005 bei einem Staffelrennen in Östersund. Im letzten Rennen vor den Weltmeisterschaften 2007 in Pokljuka kam sie bei einem Massenstartrennen als Siebte erstmals unter die besten zehn.

2005 startete Mäkäräinen erstmals bei Biathlon-Weltmeisterschaften in Hochfilzen. Für die Biathlon-Weltmeisterschaften 2007 in Antholz konnte sie sich erneut qualifizieren. Dort wurde sie Achte im Einzel und Siebte im Massenstart. Die Weltmeisterschaften im Sommerbiathlon 2007 in Otepää beendete die Finnin als Doppelweltmeisterin im Sprint und in der Verfolgung auf Skirollern. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2009 in Pyeongchang unterlag sie in der Verfolgung der Russin Olga Saizewa im Zielsprint und wurde Vierte. Zum Abschluss der Saison gewann sie den Sprint-Titel bei den Finnischen Meisterschaften. Kaisa Mäkäräinen nahm an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver teil und erreichte mit Platz 45 in der Verfolgung ihr bestes Resultat.

Für die Weltcupsaison 2010/11 wurde Mäkäräinen durch den Österreicher Josef Obererlacher trainiert. Sie zeigte sich schon beim Einzel in Östersund mit der besten Laufzeit aller Teilnehmerinnen in guter Laufform. Beim folgenden Sprint blieb sie zudem im Schießen ohne Fehlschuss und gewann ihr erstes Weltcup-Rennen vor der ebenfalls fehlerfreien Miriam Gössner, die zwar in der Loipe ein wenig schneller, aber am Schießstand langsamer war. In der anschließenden Verfolgung gelang ihr nach erneut makellosem Schießen der zweite Sieg wiederum vor Gössner. Ihr bisher größter Erfolg gelang Kaisa Mäkäräinen bei den Weltmeisterschaften 2011 im russischen Chanty-Mansijsk. Nach einem zweiten Platz im Sprint hinter Magdalena Neuner gelang ihr in der anschließenden Verfolgung durch ein fehlerfreies Schießen der Gewinn der Goldmedaille. Mäkäräinen ist damit die erste finnische Biathlonweltmeisterin der Geschichte. Bei den Wettbewerben zum Saisonabschluss am Holmenkollen lief sie zum zwanzigsten Mal während der Saison in die Top-Ten und sicherte sich dank ihrer Konstanz als erste Finnin den Biathlon-Gesamtweltcup. 2011 wurde sie auch zur Sportlerin des Jahres in Finnland gewählt.[1]

Nach einem Trainerwechsel konnte Mäkäräinen in der Weltcupsaison 2011/12 nicht mehr an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen. Obwohl sie sich zum Anfang der Saison wieder in phänomenaler Laufform zeigte, konnte sie über den Winter vor allem wegen oft nur mäßiger Schießleistungen mit den dominanten Frauen wie Magdalena Neuner und Darja Domratschawa nicht mithalten. Trotzdem erreichte sie im Weltcup mehrere Podiumsplatzierungen, dabei unter anderem den Gewinn im Einzel in Nové Město na Moravě. Vor heimischen Publikum in Kontiolahti, nur wenige Kilometer von ihrem Wohnort in Joensuu entfernt, sicherte sich die Finnin bei fast -20° C nach einem zweiten Platz im Sprint den ersten Platz in der Verfolgung. Nach enttäuschenden drei Bewerben bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2012 in Ruhpolding, bei denen sie lediglich einmal die Top-20 erreichte, sicherte sie sich im letzten Rennen, dem Massenstart über 12,5 km, die Bronzemedaille hinter Tora Berger und Marie-Laure Brunet. Im Gesamtweltcup belegte sie zum Saisonende hinter Neuner, Domratschawa und Berger Rang 4, im Einzel- und Sprintweltcup erreichte sie jeweils die Top-3. Sie gewann zudem mit dem Schweden Carl Johan Bergman die World Team Challenge in der Arena auf Schalke in Gelsenkirchen.

Zur Vorbereitung auf die Weltcupsaison 2012/13 wird sie von Juha Hirvi als Schießtrainer unterstützt. Der Finne ist sechsmaliger Olympiateilnehmer und gewann bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney die Silbermedaille im Kleinkaliber Dreistellungskampf.

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi nahm sie an allen vier Einzelwettbewerben teil und erreichte dort zwei Top-10-Platzierungen (9. Platz im Einzel und 6. Platz im Massenstart). Beim anschließenden Weltcup in Pokljuka gewann sie die Verfolgung und erreichte mit zwei Schießfehlern den zweiten Platz im Massenstart. Mit ihren Ergebnissen sicherte sie sich vorerst das gelb-rote Trikot. Im heimischen Kontiolahti erreichte sie ihren ersten "Hattrick", indem sie die beiden Sprintrennen sowie das Verfolgungsrennen klar für sich entscheiden konnte. Beim abschließenden Weltcup in Oslo sicherte sie durch ihre Ergebnisse den Sieg des Sprint- und des Verfolgungsweltcups und konnte mit vier Punkten Vorsprung auf Tora Berger zum zweiten Mal in ihrer Karriere den Gesamtweltcup gewinnen.

Persönliches[Bearbeiten]

Kaisa Mäkäräinen ist verlobt und wohnt in Joensuu, nur wenige Kilometer von Kontiolahti entfernt. Sie startet für den Kontiolahden Urheilijat und nutzt unter anderem die Biathlon-Anlagen in Kontiolahti für die Vorbereitung auf die Wettkämpfe. Wenn sie neben dem Training und den Wettkämpfen Zeit findet, studiert sie an der Universität in Joensuu Mathematik und Physik auf Lehramt. In der Vergangenheit hat sie als Sportreporter für die Lokalzeitung Karjalainen gearbeitet.

Biathlon-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 3 5 9
2. Platz 1 9 5 2 17
3. Platz 5 5 3 13
Top 10 11 39 28 17 11 106
Punkteränge 20 71 51 37 41 220
Starts 27 86 60 38 41 252
Stand: 23. März 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaisa Mäkäräinen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kaisa Mäkäräinen on Vuoden urheilija