Kaiser-Klasse (1911)

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Kaiser-Klasse
Die SMS Kaiser

Die SMS Kaiser

Schiffsdaten
Land Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffsart Großlinienschiff
Entwurf Amtsentwurf 1907–09
Bauzeitraum 1909 bis 1913
Stapellauf des Typschiffes 22. März 1911
Gebaute Einheiten 5
Dienstzeit 1912 bis 1919
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
172,4 m (Lüa)
171,8 m (KWL)
Breite 29,0 m
Tiefgang max. 9,1 m
Verdrängung Konstruktion: 24.724 t
Maximal: 27.000 t
 
Besatzung 1.084 bis 1.178 Mann
Maschine
Maschine 16 Marinekessel
3 Parsons-Turbinen[1]
Maschinen-
leistung
55.187 PS (40.590 kW)
Geschwindigkeit max. 23,4 kn (43 km/h)
Propeller 3 dreiflügelig ∅ 3,75 m
Bewaffnung
  • 10 × 30,5 cm L/50 Sk (860 Schuss)
  • 14 × 15 cm L/45 Sk (2.240 Schuss)
  • 12 × 8,8 cm L/45 Sk (davon 4 Flak, 2.800 Schuss)
  • 5 Torpedorohre ∅ 50 cm (4 Seiten, 1 Bug, unter Wasser, 19 Schuss)
Panzerung
  • Wasserlinie: 120–350 mm
  • Deck: 60–100 mm
  • Torpedoschott: 40 mm
  • Türme: 110–300 mm
  • Kasematten: 170 mm
  • vorderer Leitstand: 150–400 mm
  • achterer Leitstand: 50–200 mm

Die Kaiser-Klasse war eine Klasse von fünf Großlinienschiffen der Kaiserlichen Marine, benannt nach deutschen Herrschern.

Entwurf[Bearbeiten]

Die größten Veränderungen gegenüber der vorhergehenden Helgoland-Klasse gab es im Bereich der Bewaffnung und des Schiffsantriebes. Erstmals in der Geschichte des deutschen Schlachtschiffbaus wurde eine Schlachtschiffklasse mit einem Turbinenantrieb statt mit Kolbenmaschinenantrieb und mit Ölzusatzfeuerung unter den Kesseln ausgerüstet.

Bewaffnung[Bearbeiten]

Die gegenüber der Helgoland-Klasse von sechs auf fünf reduzierten Türme der Schweren Artillerie wurden so aufgestellt, dass sie erstmals alle nach beiden Seiten eingesetzt werden konnten, wobei die jeweils in Feuerlee liegenden seitlichen Flügeltürme wegen der Schornsteine und Aufbauten ein eingeschränktes Schussfeld hatten. Durch den Turbinenantrieb wurde es möglich, drei von fünf Türmen schiffsmittig anzuordnen. Der hintere Turm wurde ein Deck tiefer aufgestellt. Nach einigen konstruktiven Änderungen gab es bei diesem unteren Turm keine Probleme mehr durch die hohen Gasdrücke beim Abfeuern der Geschütze des darüber hinweg feuernden oberen Turms.

Panzerung[Bearbeiten]

Durch die Verringerung der Anzahl der schweren Geschütze konnte die Panzerung verstärkt werden, die Gürtelpanzerung wuchs auf 350 mm. Einen dickeren Gürtelpanzer gab es bei den folgenden Klassen nicht mehr. Für die seitlichen Torpedoschotten und das horizontale Panzerdeck wurde ein neu verfügbarer Nickelstahl verwendet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Breyer, Siegfried: Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905–1970. J. F. Lehmanns Verlag, München 1970. ISBN 3-88199-474-2
  • Gröner, Erich / Dieter Jung / Martin Maass: Panzerschiffe, Linienschiffe, Schlachtschiffe, Flugzeugträger, Kreuzer, Kanonenboote. Bernard & Graefe Verlag, München 1982. (Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Bd. 1). ISBN 3-7637-4800-8
  • Strohbusch, Erwin: Kriegsschiffbau seit 1848. Deutsches Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven 1984.
  • Grießmer, Axel: Linienschiffe der Kaiserlichen Marine 1906–1918: Konstruktionen zwischen Rüstungskonkurrenz und Flottengesetz Bernard&Graefe Verlag, Bonn 1999. ISBN 3-7637-5985-9

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Maschinendaten des Typschiffs SMS Kaiser.