Kaiser-Wilhelm-Koog

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kaiser-Wilhelm-Koog
Kaiser-Wilhelm-Koog
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kaiser-Wilhelm-Koog hervorgehoben
53.9441666666678.92833333333333Koordinaten: 53° 57′ N, 8° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Marne-Nordsee
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 13,06 km²
Einwohner: 345 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25709
Vorwahl: 04856
Kfz-Kennzeichen: HEI
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 057
Adresse der Amtsverwaltung: Alter Kirchhof 4/5
25709 Marne
Webpräsenz: www.kaiser-wilhelm-koog.de
Bürgermeisterin: Anken von der Geest-Borwieck (AKWV)
Lage der Gemeinde Kaiser-Wilhelm-Koog im Kreis Dithmarschen
Karte

Der Kaiser-Wilhelm-Koog (plattdeutsch: Kaiser-Willem-Koog und Willemskoog[2]) ist eine Gemeinde im südlichen Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Mühlendorf und Fischerdorf.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Ort ist eine Marsch- und Flächengemeinde und landwirtschaftlich strukturiert. Als Koog wurde sie durch Deichbau und Entwässerung aus der Nordsee gewonnen. Sie grenzt im Westen unmittelbar an den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend die Gemeinden Friedrichskoog, Kronprinzenkoog und Neufelderkoog (alle im Kreis Dithmarschen).

Politik[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 haben die Wählergemeinschaften AKWV sechs und die FWG drei Sitze in der Gemeindevertretung.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau, aus dem unteren Schildrand wachsend, ein goldenes Ährenfeld, bestehend aus zehn unbegrannten Weizenähren nebeneinander, belegt mit elf in Form des lateinischen Buchstabens W angeordneten blauen Kornblumenblüten; darüber drei 2 : 1 gestellte silberne Möwen mit goldenen Schnäbeln.“[4]

Die Gemeinde führt seit 1899 ein eigenes Wappen, das 1983 geändert wurde, und seit 1983 auch eine eigene Flagge.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Kaiser-Wilhelm-Koog ist historisch überwiegend landwirtschaftlich geprägt, so werden auf dem Marschboden überwiegend Kohl, Karotten und Zuckerrüben angebaut.

GROWIAN mit den beiden Windmessmasten

Aufgrund der windreichen Lage direkt an der Nordsee wurde im Kaiser-Wilhelm-Koog am 6. Juli 1983 die damals größte Windenergieanlage der Welt, der so genannte GROWIAN mit einer elektrischen Nennleistung von 3 Megawatt, aufgebaut. Auf Grund technischer Probleme wurde die Anlage aber bereits im August 1987 stillgelegt und abgebaut. Am 24. August 1987 wurde hier der erste Windpark der Bundesrepublik mit seinerzeit 30 Windenergieanlagen eröffnet und in Betrieb genommen, der Windenergiepark Westküste.[5] Die Jahresstromproduktion betrug 19 Mio. kWh. Das größte Windtestfeld der Welt steht ebenfalls hier.

Als weitere Erwerbsquelle nutzen einige Landwirte ihre großen Dachflächen für die die Photovoltaik, so dass die Gemeinde eine der höchsten Pro-Kopf-Einspeisequoten deutschlandweit ins Netz der E.ON Hanse hat. So erreichte die Gemeinde in der Solarbundesliga einen der Spitzenplätze.[6]

Literatur[Bearbeiten]

  • Meier, Ewald: 125 Jahre Kaiser-Wilhelm-Koog. Eine Chronik 1874 bis 1999. Hrsg: Gemeinde Kaiser-Wilhelm-Koog. Husum Verlag, ISBN 978-3-88042-910-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaiser-Wilhelm-Koog – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. [1]
  3. Gemeindevertreter der Gemeinde Kaiser-Wilhelm-Koog
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  5. Windpark im Kaiser-Wilhelm-Koog besteht seit 1987
  6. www.solarbundesliga.de