Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1

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Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1
Aktiv 14. Oktober 1814 bis 1919
Land Preußen Königreich Preußen
Streitkräfte Preußische Armee
Truppengattung Infanterie
Unterstellung Gardekorps
Historische Stationierungsorte Berlin
Spitzname Alexandriner
Jahrestage 14. Oktober 1814
Fahne des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment No.1 – I.Bataillon
Fahne des IV. (Halb-) Bataillons

Das Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 (auch Alexandriner bzw. Alexander-Regiment) in Berlin gehörte zu den Regimentern mit der ältesten Tradition der Preußischen Armee. Diese Tradition reichte vom 1. Mai 1626, als Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg das 3.000 Mann starke Vorgängerregiment des Obristen Hillebrand von Kracht errichtete, bis zum 9. Mai 1945, als mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht auch das Traditionsregiment der Alexandriner, das Grenadierregiment 67 „Generaloberst von Seeckt“, aufgelöst wurde.

Namenszug des Regiments

Aufstellung[Bearbeiten]

Wache, wahrscheinlich am Brandenburger Tor (Nordseite des südlichen Torhauses)

Im Oktober 1814 erging eine A.K.O., zwei Grenadier-Regimenter zu bilden. Eines davon war das Alexander-Regiment. Gebildet wurde es aus dem Leib-Grenadier-Bataillon (des Leib-Grenadier-Regiments König Friedrich Wilhelm III. (1. Brandenburgisches) Nr. 8; frühere Bezeichnung: 1. Brandenburgisches Infanterie-Regiment), dem 1. Ostpreußischen Grenadier-Bataillon (der Ostpreußischen Brigade; Bezeichnung bis zum 7. September 1807: Bataillon v. Schlieffen) und dem 2. Ostpreußischen Grenadier-Bataillon (der Westpreußischen Brigade; Bezeichnung bis zum 7. September 1807: Bataillon v. Fabecky). Stiftungstag ist der 14. Oktober 1814. Bei der Neubildung der Preußischen Armee nach den Freiheitskriegen fanden nur Stämme und Formationen der alten Armee Verwendung, die sich 1806 gut geführt und in den Freiheitskriegen bewährt hatten. Das I. Bataillon wurde aus dem von der Belagerung Kolbergs 1807 bekannten Waldenfels-Bataillon gebildet, das II. und III. aus den ältesten Regimentern der Brandenburgisch/Preußischen Armee. Die Chefstelle bekam der Zar von Russland, nach welchem das Regiment am 19. Oktober 1814 „Grenadier-Regiment Kaiser Alexander“ benannt wurde. Ab dem 27. November 1819 hieß es „Kaiser Alexander Grenadier-Regiment“. Die Liste der Offiziere vom Oktober 1814 umfasst 59 Namen, darunter 14 bürgerliche. 40 Offiziere, darunter fast alle bürgerlichen, trugen das Eiserne Kreuz 2. Klasse, drei die 1. Klasse und fünf den Orden Pour le Mérite. Am 18. Februar 1820 erhielt das Regiment den Garde-Rang. Die letzte Namensänderung erfolgte am 14. Juli 1860 in „Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1“.

Das Regiment garnisonierte die gesamte Zeit seines Bestehens in Berlin. Seine Kaserne befand sich zunächst in der Alexanderstraße 56 nahe dem Alexanderplatz[1]. Da das alte Kasernengebäude bereits im 19. Jahrhundert nicht mehr ausreichte und die Einheiten des Regiments auf andere Standorte in Berlin verteilt werden mussten[1], bezog das Regiment zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen Neubau an der heutigen Geschwister-Scholl-Straße (vormals Prinz-Friedrich-Karl-Straße[2]), zwischen Bahnhof Friedrichstraße und Museumsinsel (am Kupfergraben). Die Nationale Volksarmee der DDR benannte den Kasernenkomplex nach Friedrich Engels, der seinen Wehrdienst als Einjährig-Freiwilliger bei der Garde-Artillerie-Brigade Am Weidendamm 1-3[3] abgeleistet hatte. Dort befand sich bis 1990 das Wachregiment der NVA. Heute ist der Kasernenkomplex teilweise Bestandteil der sogenannten Museumshöfe des Deutschen Historischen Museums (DHM) und der Staatlichen Museen Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Weitere Gebäude werden von der Humboldt-Universität zu Berlin genutzt[4]. Der im Volksmund als „Alter Exer“ bezeichnete Exerzierplatz des Alexander-Regiments befand sich an der Schönhauser Allee im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg, dort trug Hertha BSC bis 1905 seine ersten Spiele aus. Heute befindet sich hier der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.

Der erste Wachaufzug mit klingendem Spiel überhaupt vor der SchinkelschenNeuen Wache“ erfolgte am 18. September 1818 anlässlich des Besuchs des Regimentschefs, Zar Alexander von Russland, durch das Alexander-Regiment.

Uniform[Bearbeiten]

Uniform

Das Alexander-Regiment trug einen blauen Rock mit ponceaurotem Kragen, die Schulterklappen waren weiß mit Namenszug aus roter Kordel (verschnörkeltes lateinisches „A“ unter einer Zarenkrone, darunter eine arabische 1). Die Waffenröcke hatten brandenburgische Aufschläge mit dunkelblauen Patten und drei waagerechten Litzen. Am Helm wurde der Gardeadler mit Stern getragen; zu Paraden wurde ein weißer Helmbusch angelegt, das Füsilier-Bataillon legte einen schwarzen Helmbusch an. Die Hoboisten (Militaermusiker) des Regiments trugen einen roten Helmbusch.

Schulterklappe mit Namenszug

Ab dem 18. Januar 1834 durfte das Regiment die Garde-Litzen am Kragen der Mannschaften anlegen (Offiziere hatten eine Stickerei seit der Errichtung). Seit dem 22. März 1874 beziehungsweise 14. April 1874 eine Stickerei beziehungsweise Litzen auf den Ärmelpatten.

Im März 1894 wurden dem Regiment vom Kaiser die Grenadiermützen verliehen, die vorher das 1. Garde-Regiment getragen hatte. 1824 wurden diese Grenadiermützen von Zar Alexander I. dem 1. Garde-Regiment verliehen. Als Vorbild dienten die Mützen des russischen Leibgarderegiments „Pawlow“; einzig die Prägung des messingnen Mützenblechs war verschieden: hier war es der Stern des Schwarzen Adlerordens und darüber die preußische Königskrone, bei Mannschaften aus Weißmetall, bei Offizieren aus Silber.

Als das Regiment zum ersten Mal am 14. März 1894 vor dem Kaiser mit den neuen Mützen paradierte, hielt er folgende Ansprache: „Ich habe euch diese Grenadier-Mützen gegeben als ein Zeichen des Dankes für die bisherige stramme Haltung des Regiments, für die hervorragenden Leistungen im Kriege und für mein Haus, und auch aus dem Grunde, weil das Regiment Alexander fast nur aus Grenadier-Bataillonen der alten Friederizianischen Armee zusammengesetzt ist ...“.

Als Auszeichnung und zur Erinnerung trugen ab dem 13. Dezember 1842 die 7. und die 8. Kompanie eine Säbel-Troddel mit juchtenledernem Riemen an der Seitenwaffe, wie sie den Grenadieren des Regiments Schöning für die Schlacht von Cassano verliehen worden war.

Geschichte[Bearbeiten]

Einsätze[Bearbeiten]

Deutsche Revolution 1848/49[Bearbeiten]

Bei den Straßenkämpfen während der Märzrevolution in Berlin fielen ein Premier-Leutnant (Oberleutnant) und drei Grenadiere. Ob und wie viele Berliner Bürger dem bewaffneten Einschreiten des Regiments zum Opfer fielen, ist nicht bekannt. Am 23. April 1848 (eingesetzt war das Füsilier-Bataillon) starben bei Schleswig zwei Leutnants und drei Füsiliere. Vom 5. bis 9. Mai 1849 war das Regiment (I. Bataillon und Füsilier-Bataillon) in Dresden im Straßenkampf eingesetzt. Dabei fielen zwei Leutnants sowie zwei Füsiliere. Auch hier gibt es keine Zahlen über die Toten und Verwundeten unter der Zivilbevölkerung. Die Alexandriner konnten eine Kanone der Aufständischen erobern. Diese Kanone zierte später ein Denkmal zur Erinnerung der Gefallenen des Regiments bei den Dresdner Straßenkämpfen im Garten des Offizierskasinos.

Deutscher Krieg 1866[Bearbeiten]

Am 28. Juni bei Soor und am 3. Juli in Königgrätz. Bei Königgrätz standen die Alexandriner dem österreichischen Alexander-Regiment (Infanterie-Regiment Kaiser Alexander von Rußland Nr. 2) gegenüber. Grenadier Plitzko vom Brigade-Regiment „Elisabeth“ eroberte die Fahne des 2. österreichischen Bataillons. Die Fahne kam später nach Potsdam in die Garnisonkirche. Die Verluste in diesem Feldzug waren verhältnismäßig gering, mit einem Unteroffizier und sieben Mann.

Offizier und Grenadier 1824

Deutsch-Französischer Krieg 1870/71[Bearbeiten]

Am Tage von St. Privat, dem 18. August 1870, wurden 13 Offiziere getötet und 14 verwundet, darunter zwei Bataillons-Kommandeure. Die Mannschaften erlitten Ausfälle von 820 Mann (Gefallene und Verletzte). An diesem Tage fiel auch der älteste Kriegsfreiwillige dieses Krieges. Der Unteroffizier Christian Raspe, 10. Kompanie, ein 53-jähriger Gastwirt, geboren im Kreis Mansfeld, der bereits 1837 im Regiment gedient hatte und 1848 als Halbinvalide ausgeschieden war, hatte sich bei der Mobilmachung erneut gemeldet. Er machte den Einmarsch in Frankreich zu Fuß mit, musste aber später aufgrund wunder Füße auf dem Kompaniekarren gefahren werden. Am Tag der Schlacht bestand er darauf mitzukämpfen und fiel durch einen Schuss in die Brust.

Weitere gefallene Offiziere hatte das Regiment im Verlauf dieses Krieges nicht zu verzeichnen; die Anzahl der gefallenen Unteroffiziere und Mannschaften ist nicht bekannt.

Hoboist Franz Rümpler;
1.Kompanie/ KAGGR 1

Das Regiment war in zentraler Rolle der Eroberung von Le Bourget am 30. Oktober 1870 beteiligt. Ein Bild stellt den Kommandeur der 2. Garde-Infanterie-Division, Generalmajor Rudolph Otto von Budritzki (vorher Kommandeur der Alexandriner) mit der Fahne des II. Bataillons des Regiments „Elisabeth“ dar, die er dem fallenden Fahnenträger beim Sturmangriff entrissen hatte. In diesem Angriff entschied ein 23-jähriger Seconde-Leutnant an der Spitze der 8. Kompanie den Kampf um den Bahnhof. Bereits für St. Privat mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, wurde ihm das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Beim Siegeseinzug in Berlin wurde ihm die Ehre zuteil, vor allen Gardetruppen an der Spitze der 89 eroberten französischen Fahnen zu marschieren und diese am Reiterdenkmal König Friedrich Wilhelms III., das an diesem Tag enthüllt wurde, niederzulegen. Beim Kampf um die Gasfabrik stürmte der Tambour der 7. Kompanie, Friedrich Wilhelm Bümsen, zum Sturm trommelnd nach vorn zu seinem Kompaniechef. Als das Trommelfell platzt, drehte er die Trommel um und schlug weiter. Er war als einer der ersten im Hof der Gasfabrik. Als Tambour von „Le Bourget“ wurde er in Gedichten verewigt. Der Figaro kaufte die Geschichte von der Zeitschrift Daheim und brachte das Bild des Tambours auf der ersten Seite.

Weitere Teilnahme an Gefechten:

Kaiser Wilhelm II. schreitet mit dem Kronprinzen und seinem Gefolge Unter den Linden (im Hintergrund das Stadtschloss) die Front des Regiments ab

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Die Teilnahme am Ersten Weltkrieg erfolgte im Rahmen der 2. Garde-Division. Während dieses Krieges fielen vier von sechs Majoren und elf von 16 Hauptleuten; einer verstarb in britischer Kriegsgefangenschaft. Die Reserveoffiziere des Regiments rekrutierten sich überwiegend aus Kaufleuten, Lehrern, Architekten und Juristen und waren durchweg bürgerlich.

Es sind insgesamt 3.728 Angehörige des Regiments im Ersten Weltkrieg gefallen, davon 167 Offiziere (51 bei anderen Truppenteilen) und 3.561 Unteroffiziere und Mannschaften. Die Friedensstärke des Regiments betrug 2.058 Mann.

Gefechtskalender[Bearbeiten]
1914[Bearbeiten]
1915[Bearbeiten]
  • Ruhe bei Douai Januar/Februar
  • Sommecourt und Hébuterne Februar bis März
  • Ruhe im Elsaß im April
  • Schlacht bei Tarnow Anfang Mai
  • Jaroslau Mai bis Juni
  • Tuchla und Grodek-Stellung, Lemberg im Juni
  • Schlacht bei Zamość und Krasnostaw im Juli
  • Chelm, Lublin, Parczew, Lesna Podlaska Ende Juli und August
  • Herbstschlacht bei La Bassée und Arras im September bis Mitte Oktober
  • Stellung bei Roye Oktober 1915 bis August 1916
1916[Bearbeiten]
  • Fouquescourt August
  • Sommeschlacht August/September
  • Laucourt September/Oktober
  • Somme Oktober bis Januar 1917
1917[Bearbeiten]
  • Hinter der Front Januar/Februar
  • Somme Februar bis März
  • Ruhe um Vervins März/April
  • Abwehr der französischen Frühjahrsoffensive am Chemin des Dames, April/Mai
  • Argonnen Mai/Juni
  • Durchbruch in Ostgalizien Juni bis Anfang August
  • Eroberung von Riga August bis Anfang September
  • Schlacht an der Laffaux-Ecke September/Oktober
  • St. Mihiel Oktober bis Januar 1918
1918[Bearbeiten]
  • Metz Januar bis März
  • Arras März
  • Avre-Brückenkopf bei Mailly März/Mai
  • Ruhe bei Landrecies Mai
  • Villers-Cotterets Ende Mai bis Mitte Juni
  • Ruhe bei Beaurieux-Glennes Juni bis Mitte Juli
  • Zweite Marne-Schlacht Juli
  • Ruhe bei Montcornet August
  • Somme August/September
  • Siegfried-Stellung September
  • Le Catelet und Römerstraße September/Oktober
  • Flandern Oktober bis Anfang November

Verbleib[Bearbeiten]

Mit dem 27. November 1918 wurde das Regiment demobilisiert. Alle Reserve-Offiziere und vor dem Jahr 1897 geborenen Mannschaften wurde entlassen und der Tross des Regiments aufgelöst.

Am 30. November 1918 wurde aus den Resten des Regiments ein Freiwilligen-Bataillon aufgestellt, das zum Grenzschutz Ost, zur Sicherung der deutschen Ostgrenze vor allem gegen polnische Nationalisten und die russische Rote Armee, nach Gleiwitz in Schlesien befördert wurde. Kommandeur des Bataillons war der ehemalige Regimentskommandeur Oberst Kundt. Das Bataillon übernahm in den nächsten vier Monaten im Rahmen der 2. Garde-Division die Sicherung des Abschnittes Lublinitz. In dieser Zeit stießen viele Freiwillige zum Bataillon.

Am 17. April 1919 beschloss Reichswehrminister Gustav Noske (SPD) den Einsatz von Reichswehrverbänden gegen die "Rote Armee" der bayerischen Räterepublik in München. Am 24. April 1919 wurde das Bataillon nach Bayern verlegt und kam dort am 30. April 1919 im Bereitstellungsraum nördlich von München an. In München kam es zu teilweise heftigen Straßenkämpfen auch mit schweren Waffen und zahlreichen Toten auf beiden Seiten. Vom Bataillon fielen der Vizefeldwebel Lauterbach und der jüngste Grenadier, ein 16-jähriger Freiwilliger aus Lublinitz. Eine größere Anzahl wurde verwundet. Am 2. Mai 1919 konnten die Truppen der Münchner Räterepublik besiegt werden. Zwei weitere Soldaten fielen bei Schießereien nach Beendigung des Aufstandes.

Mitte Mai wurde das Bataillon wieder beim Grenzschutz Ost im Abschnitt Tarnowitz in Schlesien eingesetzt. Nach einigen Wochen verlegte Bataillon nach Fürstenwalde/Spree.

Aus dem Bataillon wurde im Juli 1919 das I. Bataillon des Reichswehr-Infanterie-Regimentes 51 gebildet.

Das Bataillon wurde während des Kapp-Putsches in Berlin eingesetzt und hatte die Aufgabe, eine bewaffnete technische Formation zu entwaffnen.

Von Mai bis Dezember 1920 wurde das Bataillon mehrmals verkleinert und Soldaten entlassen. Mit dem 31. Dezember 1920 wurden die Abzeichen des Alexander-Regiments abgelegt. Die Reste des Bataillons kamen nach Spandau-Ruhleben in Garnison und aus ihnen wurde die 9. und 12. Kompanie des 9. (Preußisches) Infanterie-Regiments gebildet, die die Tradition des ehemaligen Alexander-Regiments in der Reichswehr übernahm. In der Wehrmacht führte das III. Bataillon des Grenadierregiment 67 „Generaloberst von Seeckt“ die Tradition fort. Auch hier wurden traditionell zur Seitenwaffe eine Säbeltroddel mit juchtenledernem Riemen getragen zur Erinnerung an die Schlacht bei Cassano. Außerdem durften auf dem Extra-Seitengewehr oder -Säbel auf den Griffschalen das goldene "Alexander-A" mit Krone angebracht werden.

Die Tradition des Infanterie-Regiment 9 pflegt bis heute der Semper-talis-Bund ("semper talis" war der Wahlspruch des 1. Garde-Regiments zu Fuß).

Unterstellung[Bearbeiten]

Das Regiment gehörte zur 3. Garde-Infanterie-Brigade in Berlin der 2. Garde-Division (Berlin) des Gardekorps (Berlin).

Regimentschef[Bearbeiten]

Kommandeure[Bearbeiten]

Bekannte Angehörige[Bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten]

Auf dem Garnisonsfriedhof in Berlin-Neukölln, Columbiadamm, befindet sich ein Denkmal der Gefallenen des Regiments. Das Denkmal steht seit 1957 an diesem Standort (vorher befand es sich in Berlin-Hasenheide), der Künstler ist Kurt Kluge. Das Denkmal zeigt einen knienden barhäuptigen Soldaten, den am 8. September 1914 in der Marneschlacht gefallenen, mit Kluge befreundeten, Eberhard Freiherr v. d. Recke v. d. Horst im Zeitpunkt seines Todes, eine Fahne haltend. An den Seiten der Namenszug des Regiments.

Im Garten der Ressource (Offizierkasino) stand ein Denkmal mit einer bei den Dresdner Straßenkämpfen eroberten Kanone zur Erinnerung an die im Mai 1849 Gefallenen. Im lothringischen Amanweiler steht ein Denkmal zur Erinnerung an die Gefallenen des Tages von St. Privat und in der Garnisonkirche Berlin in der Neue Friedrichstraße war für die Gefallenen des Regiments eine Gedenktafel angebracht.

Beispiele für Reservistika des Alexander-Regiments[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Thilo v. Bose: Das Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 im Weltkriege 1914-1918. Zeulenroda 1932.
  • Deutsche Gesellschaft für Heereskunde
  • div. Regiments-, Bataillonsgeschichten und Stammlisten
  • Michael Elstermann: Das Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 in: Zeitschrift für Heereskunde Nr. 428 April/Juni 2008.
  • v. Etzel: Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1. Berlin 1855.
  • v. Kries/v. Renthe: Geschichte des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1. Berlin 1904.
  • Claus von Lettow-Vorbeck: Gedenkblätter zur Rangliste des Kaiser Alexander Garde Grenadier Regiments Nr. 1 Zur Hundertjahrfeier am 17. August 1914, Mit einem Anhang, Die Ranglisten 1818-1914. W. Moeser, Berlin 1914.
  • Klaus Schlegel: Aus der Geschichte des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1. In: Zeitschrift für Heereskunde. 1971/72.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Berliner Adreß-Buch für das Jahr 1895 Hrsg. unter Mitwirkung von H. Schwabe (ab 1881 von W. & S. Loewenthal). – Berlin 1873-1895, S. 65, aus dem sich auch die abweichenden Standorte einzelner Kompanien ergeben
  2. Berliner Adressbuch 1910 : unter Benutzung amtlicher Quellen. – Berlin: Scherl 1910, S. 62
  3. Allgemeiner Wohnungsanzeiger für Berlin auf das Jahr 1841: enthaltend: die Wohnungsnachweisungen aller öffentlichen Institute und Privat-Unternehmungen, aller Hausbesitzer, Beamteten, Kaufleute, Künstler, Gewerbetreibenden und einen eigenen Hausstand Führenden, in Alphabetischer Ordnung / hrsg. von J. W. Boicke. – Berlin 1841, S. 488
  4. http://www.hu-berlin.de/ueberblick/geschichte/bau_html#kas
  5. Verzeichnis über Ordensverleihung 1868 Google Books