Kaiserinmutter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kaiserinmutter (kor., jap., chinesisch 皇太后Pinyin Húang Tài Hòu, koreanische Aussprache: Hwang Tae Hu, japanische Aussprache: Kōtaigō Vietnamesische Aussprache: Hoàng Thái Hậu) war ein Titel, der der Mutter eines chinesischen Kaisers verliehen wurde.

Von Zeit zu Zeit wurde der Titel auch einer anderen Frau derselben Generation verliehen, während die Frau der vorigen Generation den Titel Kaiseringroßmutter (chinesisch 太皇太后Pinyin tài huáng tài hòu) erhielt. Einige Kaiserinmütter dienten als Regentinnen für minderjährige Kaiser. Die meisten berühmten Kaiserinmütter dehnten ihre Kontrolle oft bis ins Erwachsenenalter des Kaisers aus, was in der chinesischen Geschichte manchmal zu Krisen führte.

Unter der Nördlichen Wei-Dynastie existierte zudem der Titel Amme-Kaiserinmutter (chinesisch 保太后Pinyin Bǎo Tàihòu), welcher der Amme eines Kaisers verliehen wurde. Dieser Titel fußte auf einer Tradition der Xianbei, die der Mutter des Kronprinzen auferlegte, Selbstmord zu begehen. Die Kronprinzen der Nördlichen Wei-Dynastie wurden daher von Ammen aufgezogen und verliehen ihnen, sobald sie den Thron bestiegen hatten, den Titel der „Amme-Kaiserinmutter“. In späteren Zeiten erhielten die Ammen auch den eigentlichen Titel der „Kaiserinmutter“ und hatten oftmals ebenso viel Einfluss wie diese.