Kaiserliche Universität Keijō

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Kaiserliche Universität Keijō
(京城帝国大学)
Logo
Aktivität April 1926 – August 1946
Trägerschaft staatlich
Ort Keijō
Staat Japanisches Kaiserreich
Kaiserliche Universität Keijō
Ein Foto der Universität von vor 1945
Japanischer Name
Kanji 京城帝国大学
Rōmaji nach Hepburn Keijō Teikoku Daigaku
Japanischer Kurzname
Kanji 城大
Rōmaji nach Hepburn Jōdai
Koreanischer Name
Hangeul 경성제국대학
Hanja 京城帝國大學
Revidierte Romanisierung Gyeongseong Jeguk Daehak
McCune-Reischauer Kyŏngsŏng Cheguk Taehak

Die Kaiserliche Universität Keijō war eine historische japanische Universität, welche zwischen 1924 und 1946, bis kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in Chōsen existierte. Sie befand sich in Keijō. Es war der erste Vorgänger der Seoul National University.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kaiserliche Universität Keijō wurde von Japan 1924 im gleichnamigen Ort der Unterprovinz Keikidō als sechste der neun Kaiserlichen Universitäten des Japanischen Kaiserreichs gegründet. Der Ort war damals Hauptverwaltungssitz der japanischen Provinz Chōsen, welche sich über die gesamte Koreanische Halbinsel erstreckte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Provinz von Japan unabhängig. Damit einher ging auch der Wechsel der dortigen Nationalsprache vom Japanischen zum Koreanischen. Als Folge wurden die Kanjis, welche den Namen der Kaiserlichen Universität Keijōs bildeten (京城帝国大学), nun mit ihrer koreanischen Aussprache verwendet und die Bezeichnung "kaiserlich" wurde ausgelassen: Aus Keijō Teikoku Daigaku wurde Kyŏngsŏng Taehak (dt. Universität Kyŏngsŏng). Mit der Unabhängigkeit wurde sie zudem die erste Universität des im Entstehen befindlichen Südkorea.

Die Universität wurde am 22. August 1946 durch die Verordnung Nr. 102 der dort nun etablierten US-Militärregierung geschlossen. Zugleich wurde die Universität mit neun anderen Colleges zur Seoul National University zusammengeschlossen.

Leitung[Bearbeiten]

Ein Porträt von Ariyoshi Chūichi (vor 1947), dem ersten Rektor dieser Universität
  1. Ariyoshi Chūichi (jap. 有吉 忠一): Mai 1924–Juli 1924
  2. Shimooka Tadaharu (下岡 忠治): Juli 1924–November 1925
  3. Yuasa Kurahei (湯浅 倉平): Dezember 1925–April 1926
  4. Hattori Unokichi (服部 宇之吉): April 1926–Juli 1927
  5. Matsuura Yasujirō (松浦 鎮次郎): Juli 1927–Oktober 1929
  6. Shiga Kiyoshi (志賀 潔): Oktober 1929–Oktober 1931
  7. Yamada Saburō (山田 三良): Oktober 1931–Januar 1936
  8. Hayami Hiroshi (速水 滉): Januar 1936–Juli 1940
  9. Shinoda Jisaku (篠田 治策): Juli 1940–März 1944
  10. Yamaga Shinji (山家 信次): März 1944–August 1945

Siehe auch[Bearbeiten]

Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Ariyoshi der Familienname, Chūichi der Vorname.