Kaitangata (Neuseeland)

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Kaitangata
Kaitangata (Neuseeland)
Kaitangata
Koordinaten 46° 16′ S, 169° 51′ O-46.266666666667169.85Koordinaten: 46° 16′ S, 169° 51′ O
Einwohner 807 (2006)
Region Otago
Distrikt Clutha-Distrikt

Kaitangata ist ein kleiner Ort an der Küste von South Otago auf der der Südinsel Neuseelands. Er liegt am linken Ufer des Clutha River, 10 km südöstlich von Balclutha. Von den Einwohnern wird der Ort oft nur Kai genannt.

Der Ort befindet sich nahe der Küste am westlichen Arm des Deltas des Clutha Rivers. Inch Clutha liegt unmittelbar südwestlich des Ortes. Im Norden liegt der kleine See Lake Tuakitoto, dessen Abfluss ein Bach westlich von Kaitangata ist.

Nach dem Zensus 2006 hatte der Ort 807 ständige Bewohner,[1] eine Zunahme um 18 seit 2001. Die Stadt wird vorwiegend von Menschen europäischer Abstammung besiedelt, der Anteil anderer Herkunft liegt mit 7,1 % deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Der Ursprung des Namens der Māori für den Ort ist unbekannt. Er ist der Name einer Gestalt aus der polynesischen Mythologie, kommt aber wahrscheinlich eher von kannibalischen Festen nach Stammeskämpfen zwischen den Kāi Tahu und Kāti Mamoe. Der Name kann als "töte einen Menschen und iss ihn" übersetzt werden.

Kaitangatas europäische Geschichte ist eng mit dem Kohlebergbau verbunden. Eine der ersten Industriekatastrophen Neuseelands ereignete sich im Jahre 1879 im Bergwerk von Kaitangata. 34 Bergleute verloren durch eine Explosion in der Mine ihr Leben.

Der Kohleabbau bestimmte von den 1870er Jahren bis 1972 die Wirtschaft des Ortes. Dann schloss das letzte staatliche Untertage-Kohlebergwerk. Mehrere Tagebaue in privatem und staatlichem Eigentum bestehen bis heute, so die Kai Point Mine. Die Kai Point Coal Company baut seit 1951 in Kaitangata Kohle für die umliegende Industrie und für Heizzwecke ab. Von 1876 bis to 1970 führte die Eisenbahn der Kaitangata Line zu den Bergwerken, ursprünglich in privater Eignerschaft, kam sie später zum Mines Department. Die Lokomotive, die diese Linie für viele Jahre befuhr, eine "verbesserte F", wurde der "Preservation Society" in Shantytown in Westland gespendet und zieht heute mit einem an ihre Herkunft erinnernden Namensschild "Kaitangata" historische Züge.

Tagebau Kai Point

Die unterirdischen Minen bauten vorwiegend eine zwischen Stein- und Braunkohle liegende Kohle hoher Qualität ab, die vor allem als Brennstoff für Dampflokomotiven diente, die in Neuseeland bis in die 1960er Jahre zum Einsatz kamen. Als die Eisenbahn auf Diesellokomotiven umstellte, kam es zum Verfall dieser Bergwerke. Die heute betriebenen Tagebaue liefern Braunkohle vor allem für den Hausbrand. Da die Zahl mit Kohle befeuerter Haushalte zurückgeht und es auch aus Umweltschutzgründen zunehmenden Druck gibt, diese auf andere Brennstoffe umzustellen, ist die Zukunft der verbleibenden Tagebaue ungewiss.

In den letzten Jahren erlangte die Stadt durch mehrere Verbrechen einige Bekanntheit, insbesondere eine Serie von Brandstiftungen in den 1990er Jahren. Die Gründung einer Marketinggesellschaft aus der früheren Hausbesitzervereinigung hat das Image etwas verbessern können.

Einwohner[Bearbeiten]

Aus Kaitangata stammt der Rugby-Nationalspieler Tony Brown.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistics New Zealand
Kai: Now the good news. In: Otago Daily Times. 22. Juli 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaitangata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien