Kakaobäume

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kakaobäume
Kakaobaum (Theobroma cacao)

Kakaobaum (Theobroma cacao)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Gattung: Kakaobäume
Wissenschaftlicher Name
Theobroma
L.

Die Kakaobäume (Theobroma) sind eine Gattung von Bäumen aus der Familie der Malvenartigen. Das natürliche Verbreitungsgebiet der etwa 22 Arten ist das tropische Amerika. Bekanntester Vertreter der Gattung ist der Kakaobaum, doch wird auch aus den Samen anderer Arten Kakao und Schokolade hergestellt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Kakaobäume sind Bäume mit wechselständigen, großen und ganzrandigen Blättern. Die zwittrigen und kleinen Blüten wachsen einzeln oder in Trugdolden meist am Stamm (Kauliflorie) oder an größeren Ästen (Ramiflorie). Der Blütenkelch ist fünfzipfelig und beinahe bis zur Basis geteilt. Die fünf Kronblätter sind im unteren Bereich stark konkav, werden im mittleren Teil schmäler und sind im äußeren Bereich spatelförmig. Die Staubblätter wachsen in fünf Gruppen von 1 bis 3, die abwechselnd zu fünf Staminodien angeordnet sind. Die Fruchtknoten ist sitzend, fünffach gekammert mit zahlreichen Samenanlagen je Kammer. Die Narbe ist fünflappig. Die Früchte sind große Steinfrüchte mit zahlreichen im Fruchtfleisch eingebetteten Samen.[1]

Verbreitung und Ökologie[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Arten liegt im tropischen Mittel- und Südamerika. Sie wachsen meist im Unterholz tropischer Regenwälder.[2]

Systematik und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Die Kakaobäume (Theobroma) sind eine Gattung aus der Familie der Malvenartigen (Malvaceae). Dort werden sie der Unterfamilie Byttnerioideae, Tribus Theobromateae zugeordnet.[3] Die Gattung wurde von Carl von Linné 1753 im zweiten Band der Species Plantarum erstmals wissenschaftlich beschrieben.[1] Der von Linne gewählte Gattungsname Theobroma stammt aus dem Griechischen und leitet sich von theós für „Gott“ und brôma für „Speise“ ab, bedeutet zusammen also „Götterspeise“. Damit verweist der Name auf die vor allem aus der Art Theobroma cacao hergestellten Produkte, nämlich Kakao und Schokolade.[4]

Es werden etwa 22[1] Arten unterschieden, darunter:[5]

Verwendung[Bearbeiten]

Aus den Samen des Kakaobaums (Theobroma cacao), aber auch anderer Arten wie Theobroma bicolor und Theobroma grandiflorum werden Kakao und Schokolade hergestellt.[6]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

 Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2007, ISBN 978-1-930723-64-1, S. 321.

  •  Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 640.
  •  Bernd Nowak, Bettina Schulz: Taschenlexikon tropischer Nutzpflanzen und ihrer Früchte. Quelle&Meyer, Wiebelsheim 2009, ISBN 978-3-494-01455-5, S. 265–571.
  •  Andreas Bärtels: Tropenpflanzen. Zier- und Nutzpflanzen. 5., überarbeitet Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3800139375, S. 343.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Mei-chen Chang, Lien-ching Chiu, Zhi Wei, Peter S. Green: Theobroma . In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2007, ISBN 978-1-930723-64-1, S. 321.
  2. Bärtels: Tropenpflanzen, S. 343
  3. Theobroma. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 24. März 2012 (englisch).
  4. Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 640
  5. Theobroma. In: The Plant List. Abgerufen am 24. März 2012 (englisch).
  6. Nowak, Schulz: Taschenlexikon tropischer Nutzpflanzen und ihrer Früchte, S. 566, 568, 569, 571

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kakaobäume – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien