Kala Namak

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Kala Namak (bengalisch: বিট লবণBit lobon; Nepali: बिरे नुन Birae Nun; Hindi: काला नमक kala namak), auch Schwarzsalz, schwarzes Salz, indisches Salz oder Kala Nimak, ist ein salziges, stechend riechendes Würzmittel. Kala Namak ist ein vulkanisches Steinsalzmineral, das zum größten Teil aus Natriumchlorid besteht.[1][2] Typisch sind die Verunreinigungen von denen es seine typische Farbe und den Geruch erhält. Das Verfahren zur Gewinnung von Kala Namak gleicht dem von Steinsalz. Das Herkunftsland dieses Gewürzsalzes wird meist mit Indien angegeben, jedoch gibt es auch Abbaugebiete in Pakistan, wo ebenfalls entsprechende Vulkan- bzw. Lavaminen existieren.[3] Das Gewürz wird traditionell in Indien verwendet, da es Bestandteil zahlreicher ayurvedischer Gerichte ist. Es ist dort in der Küche weit verbreitet und eine wichtige Zutat für Masalas und andere Speisen. Das Mineral hat einen charakteristischen schwefligen Geruch der von Indern als der von hartgekochten Eiern beschrieben wird. Den Geruch empfinden Nichtinder oft als abstoßend und nach faulen Eiern riechend.[4] Aufgrund der Verunreinigungen hat es einen bräunlich rosaroten bis dunkel-violett-transparenten Farbton im ganzen, gemahlen ist es violett bis rosa.

Zusammensetzung[Bearbeiten]

Ungemahlener Kristall: Deutlich sind die typischen Verunreinigungen zu erkennen

Es besteht zum größten Teil aus Natriumchlorid und besitzt Spurenverunreinigungen von Natriumsulfat[5][6], Eisensulfide[6][7] und Schwefelwasserstoff[7]. Der salzige Geschmack folgt auf dem wesentlichen Anteil von Natriumchlorid, die verschiedenen Schwefelverbindungen bringen den rauchigen, leicht bitteren Geschmack und einen markanten Geruch. Die dunkelviolette Farbe beruht auf der Anwesenheit von Eisensulfiden. Schwefelwasserstoff ist giftig für den Organismus, die im Kala Namak enthaltene Konzentration ist allerdings unbedeutend.[7]

Verwendung[Bearbeiten]

Kala Namak wird in der indischen Küche für verschiedene Masalamischungen verwendet wie dem Garam Masala. Auch Speisen wie Chutneys, Raitas und alle Arten von Früchten werden mit diesem Salz gewürzt. Die ayurvedischen Küche und Medizin schätzen es als kühlendes Gewürz (Vata). Das Salz wird in der veganen Küche eingesetzt, um den Gerichten den Geschmack von Eiern zu verleihen, mit Tofu oder Aubergine wird es als Eierersatz verwendet. In Jammu wird es erfolgreich gegen Struma eingesetzt.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beschreibung auf Holzbach-Gourmetsalze
  2. Kurzbeschreibung auf einer Website eines Onlineshops
  3. Beschreibung auf Salz&Salz, einem Spezialanbieter von Salzen aus Pakistan
  4. Lachu Moorjani: Regionale Feste in Indien. S. 22, Gibbs Smith, 2005, ISBN 978-1-58685-777-6
  5. Ali Z.A: Volksvetärinärmedizin in der Region Moradabad/Uttar Pradesh, Indien. In: Fitoterapia. Vol. 50, Nr. 4, 1999, S. 340–347 (englisch).
  6. a b Nalini Sadhale: Elefanten durch Manasollasa – Kapitel 2. Krankheiten und Behandlung. In: Asian Agri-History. Nr. 8, Kapitel 2, 2004, S. 115–127 (englisch).
  7. a b c Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Vorkommen von Schwefelwasserstoff in Schwarzsalz (PDF; 26 kB)
  8. Hemla Aggarwal, Nidhi Kotwal: Ethnomedizin in Jammu. In: Ethno-Med. Vol. 3, Nr. 1, 2009, S. 65–68 (englisch).