Kalamos (Mythologie)

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Kalamos (griechisch Κάλαμος, lateinisch Calamus, „Schilfrohr“) war in der griechischen Mythologie der Sohn von Maiandros, dem Gott des Flusses Mäander.

Er liebte den schönen Jüngling Karpos, doch als die beiden Liebenden eines Tages im Fluss Mäander um die Wette schwammen, ertrank Karpos. In seiner Trauer stürzte sich Kalamos hinterher, um das Schicksal seines Geliebten zu teilen. Er wurde daraufhin in ein Schilfrohr verwandelt und es heißt, der Klang raschelnden Schilfes sei die Wehklage Kalamos' über den Tod seines Geliebten. Diesen Mythos erzählt Eros dem Dionysos, um diesen über den Verlust des Geliebten Ampelos hinwegzutrösten. Aus dem Mythos erklärt sich auch die Herkunft der Bezeichnung Kalamos für ein Schreibgerät aus Schilfrohr.

Der Episodentitel „Calamus“ in Walt Whitmans Gedichtsammlung Grashalme basiert vermutlich auf diesem Mythos.

Quelle[Bearbeiten]