Kalbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kalbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kalbach
Kalbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kalbach hervorgehoben
50.4241666666679.6519444444444341Koordinaten: 50° 25′ N, 9° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Fulda
Höhe: 341 m ü. NHN
Fläche: 70,64 km²
Einwohner: 6270 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36148
Vorwahlen: 06655, 09742
Kfz-Kennzeichen: FD
Gemeindeschlüssel: 06 6 31 016
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 12
36148 Kalbach
Webpräsenz: www.gemeinde-kalbach.de
Bürgermeister: Florian Hölzer (parteilos)
Lage der Gemeinde Kalbach im Landkreis Fulda
Eiterfeld Burghaun Rasdorf Hünfeld Nüsttal Bad Salzschlirf Großenlüder Fulda Petersberg (Hessen) Hofbieber Tann (Rhön) Hilders Dipperz Künzell Poppenhausen (Wasserkuppe) Ehrenberg (Rhön) Gersfeld (Rhön) Ebersburg Eichenzell Kalbach Flieden Hosenfeld Neuhof (bei Fulda) Main-Kinzig-Kreis Bayern Thüringen Landkreis Hersfeld-Rotenburg VogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild

Kalbach ist eine Gemeinde im Landkreis Fulda in Osthessen im Bundesland Hessen in der Bundesrepublik Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Kalbach liegt in 280 bis 658 Meter Höhe im südlichen Kreisgebiet des Landkreises Fulda bis hin zum Landrücken, dem Bindeglied zwischen Vogelsberg im Nordwesten, der Rhön im (Nord-)Osten und dem Spessart im Süden. Der Ort selbst liegt vollständig in der Rhön.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Kalbach grenzt im Westen an die Gemeinde Flieden, im Nordwesten an die Gemeinde Neuhof, im Nordosten an die Gemeinden Eichenzell und Ebersburg (alle vier im Landkreis Fulda), im Osten an die Gemeinde Motten (Landkreis Bad Kissingen in Bayern), sowie im Süden an die Gemeinde Sinntal und die Stadt Schlüchtern (beide im Main-Kinzig-Kreis).

Gliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Eichenried, Heubach, Mittelkalbach, Niederkalbach, Oberkalbach, Uttrichshausen und Veitsteinbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Kalbach wurde im Jahre 852 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda erstmals erwähnt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Bereits am 1. September 1969 nahm Veitsteinbach die Nachbargemeinde Eichenried auf. Am 31. Dezember 1971 kam Heubach zu Uttrichshausen.[2] Am 1. April 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Niederkalbach und Veitsteinbach in die Gemeinde Mittelkalbach eingegliedert. Diese fusionierte am 1. August 1972 mit Oberkalbach und Uttrichshausen zur neuen Gemeinde Kalbach.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung Kalbach besteht aus 31 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 27. März 2011 ergab folgendes Ergebnis:

Kommunalwahl 2011
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
62,0 %
31,6 %
6,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   2
   0
  -2
  -4
-0,6 %p
-0,3 %p
+0,9 %p
Parteien und Wählergemeinschaften 2011 2006
% Sitze % Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 62,0 19 62,6 19
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 31,6 10 31,9 10
Bürgerliste (BL) 6,4 2 5,5 2
Gesamt 100 31 100 31
Wahlbeteiligung 59,7 % 58,2 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister Dag Wehner (CDU) wurde am 10. September 2006 erstmals direkt in dieses Amt gewählt, das er am 2. Januar 2007 offiziell angetreten hat. Seine Wiederwahl erfolgte am 9. September 2012 mit einem Stimmenanteil von 94,0 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 43,7 Prozent.

Florian Hölzer (parteilos) wurde am 14. September 2014 mit 62,8% aller Stimmen als neuer Bürgermeister gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,9%.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Gemeinde Kalbach befindet sich der größte Solarpark im Landkreis Fulda. Die Anlage hat eine Gesamtleistung von 365 KW und wird von der ÜWAG-Tochter Synergie betrieben.[5]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gebiet der Gemeinde Kalbach verlaufen die Bundesautobahn 7 und die Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg. Der 1298 m lange Kalbachtunnel, die je 773 m langen Tunnel Hartberg und Bornhecke sowie die Kalbach-Talbrücke (364 m) liegen auf dem Gebiet der Gemeinde. Das nördliche Viertel des Landrückentunnels, des mit einer Länge von 10.779 m längsten Tunnels in Deutschland, liegt ebenfalls auf Gemeindegebiet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 376.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 394 und 395.
  4. Wahl in Kalbach: Florian Hölzer ist neuer Bürgermeister in Fuldaer Zeitung; 14. September 2014, abgerufen am 17. September 2014
  5. Osthessennews: „Startschuss für Mega-Solaranlage – bis zu 475.000 kWh Strom jährlich“ (vom 29. Dezember 2008)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kalbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien