Kalfou

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Landgemeinde Kalfou
Landgemeinde Kalfou (Niger)
Landgemeinde Kalfou
Landgemeinde Kalfou
Koordinaten 14° 52′ N, 5° 32′ O14.865.5258333333333Koordinaten: 14° 52′ N, 5° 32′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Tahoua
Departement Tahoua
Einwohner 101.672 (2010)
Politik
Bürgermeister Aboubacar Alkou Ibrah (2004)
Partei PNDS-Tarayya

Kalfou ist eine Landgemeinde im Departement Tahoua in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Kalfou liegt in der Sahelzone und ist ein östlicher Vorort der Regionalhauptstadt Tahoua. Die weiteren Nachbargemeinden Kalfous sind Barmou im Nordwesten, Kao im Norden, Tabalak im Nordosten, Keita im Osten, Tamaské im Südosten, Badaguichiri im Süden und Bambeye im Südwesten. Das Gemeindegebiet ist in 35 administrative Dörfer, 55 traditionelle Dörfer und acht Weiler gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist Kalfou, bestehend aus den administrativen Dörfern Kalfou Dabagui und Kalfou Rafi.[2]

Die Forêt classée de Minao ist ein 60 Hektar großes unter Naturschutz stehendes Waldgebiet im Gemeindegebiet von Kalfou. Die Unterschutzstellung erfolgte 1955.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Kalfou wurde im 17. Jahrhundert gegründet.[4] Der Markt im Ort war einer der kleinen Märkte in der Region, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der damaligen französischen Verwaltung zugelassen wurden.[5] Die Landgemeinde Kalfou ging 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Kalfou hervor, aus dem Barmou als eigenständige Landgemeinde herausgelöst wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Kalfou 75.446 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 101.672 Einwohner berechnet.[6]

Politik[Bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen im Juli 2004 wurde Aboubacar Alkou Ibrah (PNDS-Tarayya) zum Bürgermeister gewählt.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Süden der Gemeinde wird Regenfeldbau betrieben, im Norden herrscht der Agropastoralismus vor. Von wirtschaftlicher Bedeutung ist auch die Arbeitsmigration ins Ausland.[8] Kalfou liegt an der Nationalstraße 16, die den Ort mit den Nachbarstädten Keita und Tahoua verbindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Données disponibles pour chaque forêt classée. Website der Direction de l’Environnement, Ministère de l’Hydraulique, de l’Environnement et de la Lutte Contre la Désertification, abgerufen am 25. Februar 2012.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 162.
  5.  Hassane Gandah Nabi: Commerçants et entrepreneurs du Niger (1922–2006). L’Harmattan, Paris 2013, ISBN 978-2-336-29136-9, S. 39.
  6. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 55.
  7. Maires du PNDS (PDF; 25 kB). Website des PNDS-Tarayya, abgerufen am 6. Oktober 2012.
  8. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.