Kalibrierung bei Farbmanagement

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Effektives Farbmanagement macht es möglich, digitale Bilder farbecht weiter zu verarbeiten. Eine entsprechende Software ermöglicht eine Farbanpassung zwischen verschiedenen Ein- und Ausgabegeräten sowie zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller. Dies ist notwendig, da jedes der verwendeten Geräte wie Monitor, Scanner oder Drucker Farben anders darstellt, und dadurch verfälschte Farben auf einem Fotoausdruck entstehen können. Ein Farbmanagementsystem kann dieses Problem durch Implementierung eines Color Matching Moduls (CMM) auf Betriebssystemebene beseitigen. CMM korrigiert mit Hilfe zu erstellender ICC-Profile automatisch die Farbfehler zwischen den Geräten. Für die optimale Farbübertragung beim Ausdrucken von Fotos passt das Programm die unterschiedlichen Farbumfänge der einbezogenen Geräte so aneinander an, dass alle Farben in einem Zielfarbraum liegen.

Farbmanagementsysteme werden bisher vor allem von Agenturen und professionellen Fotografen verwendet. Ein erster Schritt zur Kalibrierung von Digitalkameras ist zum Beispiel das Benutzen einer Graukarte zum Weißabgleich, Scanner werden mit IT8-Targets kalibriert. Für Monitor und Drucker benötigt man ein Colorimeter oder ein Spektralfotometer.

Farb-Check-RGB.png

Die in diesem Artikel angezeigten Farben sind nicht farbverbindlich und können auf verschiedenen Monitoren unterschiedlich erscheinen.
Eine Möglichkeit, die Darstellung mit rein visuellen Mitteln näherungsweise zu kalibrieren, bietet das nebenstehende Testbild (nur wenn die Seite nicht gezoomt dargestellt wird): Tritt auf einer oder mehreren der drei grauen Flächen ein Buchstabe („R“ für Rot, „G“ für Grün oder „B“ für Blau) stark hervor, sollte die Gammakorrektur des korrespondierenden Monitor-Farbkanals korrigiert werden. Das Bild ist auf einen Gammawert von 2,2 eingestellt – den gebräuchlichen Wert für IBM-kompatible Computer. Apple-Macintosh-Rechner hingegen verwenden bis einschließlich System 10.5 („Leopard“) standardmäßig einen Gammawert von 1,8, seit dem System 10.6 („Snow Leopard“) kommt Gamma 2,2 zum Einsatz.