Kalifornische Kegelschnecke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kalifornische Kegelschnecke
Conus californicus

Conus californicus

Systematik
Unterordnung: Hypsogastropoda
Teilordnung: Neuschnecken (Neogastropoda)
Überfamilie: Conoidea
Familie: Kegelschnecken (Conidae)
Gattung: Conus
Art: Kalifornische Kegelschnecke
Wissenschaftlicher Name
Conus californicus
Hinds in Reeve, 1844

Die Kalifornische Kegelschnecke (Conus californicus) ist eine Schnecke aus der Familie der Kegelschnecken (Gattung Conus), die an der Pazifikküste der USA und Nordmexikos lebt.

Merkmale[Bearbeiten]

Gehäuse von Conus californicus

Das Schneckenhaus von Conus californicus ist verkürzt kreiselförmig, fest und hat zur Basis hin erhabene Streifen. Das Gewinde bildet einen flachen Kegel und ist leicht konvex. Die Grundfarbe des Gehäuses braun. Zur Apex hin ist es weißlich mit einzelnen braunen Flecken. Die Oberfläche des braunen Körperumganges ist von sehr feinen und dichten Linien überzogen.[1]

Fuß, Kopf, Fühler und Sipho sind weißlich mit braunen bis schwärzlichen Sprenkeln.[2]

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Kalifornische Kegelschnecke tritt im Pazifischen Ozean an der Küste Nordamerikas von Cabo San Lucas (Baja California, Mexiko) bis San Francisco Bay (Kalifornien, Vereinigte Staaten) auf. Als einzige Art der Familie Conidae bewohnt sie die kühlen Gewässer dieser Zone.[3]

Lebensraum[Bearbeiten]

Kalifornische Kegelschnecken leben an der Küste im sandigen Boden vergraben, den sie verlassen, wenn Beutetiere in der Nähe sind.[3]

Nahrung[Bearbeiten]

Kalifornische Kegelschnecken bilden innerhalb der Familie insofern eine Ausnahme, als dass sie sowohl Polychaeten als auch Fische und Mollusken fressen. Darüber hinaus leben sie auch von Aas. Beim Fischfang werden - ebenfalls ungewöhnlich bei den Kegelschnecken - zwei unterschiedliche Strategien angewandt: Zustechen und ins Maul ziehen, so wie es sonst beispielsweise die Purpur-Kegelschnecke tut, oder das Maul ohne vorheriges Zustechen über die Beute stülpen, wie man es ansonsten beim Landkartenkegel und der Tulpenkegelschnecke beobachtet. Um einen Fisch zu töten, muss die Schnecke mehrmals zustechen. Das große Beutespektrum wird mit dem fehlenden Konkurrenzdruck anderer Conus-Arten erklärt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hinds in Reeve, 1844, Conchologia iconica, or, Illustrations of the shells of molluscous animals (1843). Plate XLII, Species 224. (Mus. Belcher.). online auf archive.org
  2. Siehe auch Bild mit Conus californicus.
  3. a b c Julia Stewart, William F. Gilly: Piscivorous Behavior of a Temperate Cone Snail, Conus californicus. Biol. Bull. 209: 146–153. (October 2005)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Conus californicus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Conus californicus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Tenorio, M.J., 2011. Abgerufen am 16. Februar 2014