Kaliman I. Assen

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Kaliman I. Assen (bulgarisch Калиман I Асен, wissenschaftliche Transliteration Kaliman Asen, auch Koloman I. Assen; * 1234; † 1246) war zwischen 1241 und 1246 bulgarischer Zar aus der Dynastie Assen. Er war Sohn des Zaren Iwan Assen II. aus seiner zweite Ehe mit der ungarischen Prinzessin Anna Maria, der Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn. Da Kaliman mit seinen sieben Jahren noch minderjährig war, wurde das Land durch eine Regentschaft geführt.

Die kurze Herrschaft von Kaliman I. Assen war durch den Mongolen-Einfall von 1242/43 gekennzeichnet, als bei Batijs Rückkehr aus Ungarn dessen Truppen (nach Serbien auch) den Norden Bulgariens durchzogen. Angesichts der darauffolgenden Niederlagen verpflichtete sich die Regentschaft, der Goldenen Horde jährlich Tribut zu zahlen. Zu den außenpolitische Problemen kamen noch innenpolitische. Eine Boljarengruppe um die dritte Ehefrau von Iwan Assen II., Irene Komnene, gelang schließlich 1246 die Ermordung des minderjährigen Kaliman I. und die Krönung des ebenfalls minderjährigen Michael II. Assen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Constantin Jos. Jireček: Geschichte der Bulgaren. Verlag von F. Tempsky, Prag 1876; Olms, Hildesheim/New York 1977, ISBN 3-487-06408-1.
  • John V. A. Fine, Jr.: The Late Medieval Balkans. A Critical Survey from the Late Twelfth Century to the Ottoman Conquest. University of Michigan Press, Ann Arbor 1987, ISBN 0472100793.
Vorgänger Amt Nachfolger
Iwan Assen II. Zar von Bulgarien
1241–1246
Michael II. Assen