Kaliumhexafluoronickelat(IV)

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Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Kaliumhexafluoronickelat(IV)
Andere Namen
  • Kaliumnickel(IV)-fluorid
  • Kaliumhexafluoroniccolat(IV)
Verhältnisformel K2NiF6
CAS-Nummer 17218-47-2
Kurzbeschreibung

roter Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 250,88 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

3,03 g·cm−3[1]

Löslichkeit

reagiert mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​312​‐​317​‐​332​‐​334​‐​350Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
P: 201​‐​261​‐​280​‐​308+313 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 45​‐​20/21/22​‐​42/43
S: 22​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Kaliumhexafluoronickelat(IV) ist eine anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Kaliumfluorkomplexe.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Kaliumhexafluoronickelat(IV) kann durch Reaktion von Kaliumchlorid mit Nickel(II)-chlorid und Fluor bei 275 °C gewonnen werden.[1]

\mathrm{2 \ KCl + NiCl_2 + 3 \ F_2 \longrightarrow K_2[NiF_6] + 2 \ Cl_2}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Kaliumhexafluoronickelat(IV) ist ein diamagnetisches[4] leuchtend rotes Salz, das mit Wasser unter Gasentwicklung und Bildung eines schwarzen Niederschlages reagiert. Er wird von Wasserstoff bei 200 °C reduziert und besitzt eine Kristallstruktur vom Kaliumhexachloroplatinat(IV)-Typ.[2][5]

Verwendung[Bearbeiten]

Kaliumhexafluoronickelat(IV) wird als Ausgangsstoff zur Herstellung der starken Oxidations- und Fluorierungsmittel Nickel(III)-fluorid und Nickel(IV)-fluorid verwendet.[2] Es wird in der organischen Chemie auch als Fluorierungsmittel eingesetzt.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 277.
  2. a b c d e f Datenblatt Potassium hexafluoronickelate(IV), 99% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 24. Oktober 2013 (PDF).
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4.  J. H. Simons: Fluorine Chemistry. Elsevier, 2012, ISBN 0323145434, S. 31 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. J.C. Taylor, P.W. Wilson: The structures of fluorides IV. In: Journal of Inorganic and Nuclear Chemistry. 36, 1974, S. 1561–1563, doi:10.1016/0022-1902(74)80623-8.
  6.  T. Nakajima, B. Žemva, A. Tressaud: Advanced inorganic fluorides : synthesis, characterization, and applications. Elsevier, 2000, ISBN 008052548-2, S. 108 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).