Kaliumthiocyanat
| Strukturformel | ||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||
| Name | Kaliumthiocyanat | |||||||||||||||||
| Andere Namen |
Kaliumrhodanid |
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| Summenformel | KSCN | |||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 333-20-0 | |||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
zerfließliche, hygroskopische Kristalle[1] |
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||
| Molare Masse | 97,18 g·mol−1 | |||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
1,89 g·cm−3[2] |
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| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
Zersetzung: 500 °C[2] |
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| Dampfdruck | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
gut löslich in Wasser (208 g·l−1 bei 20 °C)[3] |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||
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| LD50 |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||
Kaliumthiocyanat (KSCN) (auch: Kaliumrhodanid) ist ein Salz der Thiocyansäure (Rhodanwasserstoffsäure).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Eigenschaften
Kaliumthiocyanat besteht bei Raumtemperatur aus Kristallen, die an der Luft langsam zerfließen. Es löst sich sehr gut in Wasser, wobei die Lösung stark abkühlt. Die Schmelztemperatur beträgt etwa 175 °C. Die Kristalle sind in Ethanol und Aceton gut löslich.
[Bearbeiten] Herstellung
Hergestellt werden kann Kaliumthiocyanat durch Zusammenschmelzen von Kaliumcyanid und Schwefel oder aus Ammoniumthiocyanat und Kalilauge. Ammoniumthiocyanat wiederum wird aus Schwefelkohlenstoff und Ammoniak unter Druck und erhöhter Temperatur hergestellt:
[Bearbeiten] Verwendung
Kaliumthiocyanat ist ein Nachweismittel für Fe3+-Ionen. Die Nachweiswirkung beruht auf einer Reaktion, in der Fe3+-Ionen mit den Thiocyanat-Ionen zum blutroten Hexathiocyanidoferrat(III)-Ion [Fe(SCN)6]3-, das in wässriger Lösung mit Wasser komplexiert, reagieren. Die entstehende Färbung wird umgangssprachlich als „Theaterblut“, die Reaktion als „Stierblutprobe“ bezeichnet.
![\mathrm{Fe^{3+} + \ SCN^- + 5 \ H_2O \longrightarrow [Fe(SCN)(H_2O)_5]^{2+}}](//upload.wikimedia.org/wikipedia/de/math/f/0/a/f0ab876018fc54e00c09909898bdfc9b.png)
- Eisen(III)-Ionen und Thiocyanat-Ionen reagieren in einem wässrigen Milieu zum Pentaaquathiocyanatoferrat(III)-komplex.
Kaliumthiocyanat kann auch als Nachweisreagenz für Kupfer(II)-ionen dienen. Dazu werden Kupfer(II)-ionen mit Natriumsulfitlösung zu Kupfer(I)-ionen reduziert, welche mit Thiocyanat einen farblosen Niederschlag bilden:


- Das Kupfer(I)thiocyanat ist als farbloser Niederschlag erkennbar
Weitere Anwendungszwecke sind die Herstellung von Kältemischungen, Schädlingsbekämpfungsmitteln, Kunststoffen und Metallbeizen. Außerdem dient es in der Fotografie zum Tönen von Bildern.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Thieme Chemistry (Hrsg.): RÖMPP Online - Version 3.1. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2008.
- ↑ a b c d e f Eintrag zu CAS-Nr. 333-20-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Juli 2008 (JavaScript erforderlich)
- ↑ a b c Datenblatt Kaliumthiocyanat bei Merck, abgerufen am 18. Januar 2011.

![\mathrm{Fe^{3+} + \ SCN^- + 5 \ H_2O \longrightarrow [Fe(SCN)(H_2O)_5]^{2+}}](http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/math/f/0/a/f0ab876018fc54e00c09909898bdfc9b.png)

