Kalksteinspinnen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kalksteinspinnen
Pandava laminata

Pandava laminata

Systematik
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Entelegynae
Familie: Kalksteinspinnen
Wissenschaftlicher Name
Titanoecidae
Lehtinen, 1967
Gattungen
  • Anuvinda
  • Goeldia
  • Nurscia
  • Pandava
  • Titanoeca

Zur Familie der Kalksteinspinnen (Titanoecidae) gehören 53 Arten in fünf Gattung weltweit (Stand: September 2014). Die Familie ist noch sehr in Bewegung; weitere Erstbeschreibungen sowie Transferierungen sind vor allem in Südeuropa sehr wahrscheinlich. Ihr Vorkommen in vielen Regionen gilt als unsicher. Vermutlich nicht zuletzt wegen des nur rudimentären Standes der wissenschaftlichen Beschreibungen sind sie nur selten nachgewiesen und in ihrer Ökologie anscheinend unbeschrieben.

Kalksteinspinnen sind mittelgroß, gelbbraun über dunkelbraun bis rotbraun, und samtig behaart. Sie weben cribellate Fangnetze in Bodennähe und unter Steinen. Sie werden meist an sonnigen Hängen des Gebirges (Karpaten, Balkan, Alpen; daher der Name) gefunden und scheinen trocken-warme Standorte zu bevorzugen.

Die Artenreichste Gattung ist Titanoeca, die von den Finsterspinnen (Amaurobiidae) abgespalten wurde und die in ganz Asien und Europa verbreitet ist. In Europa wurden bislang 9 Arten dieser Gattung nachgewiesen. Nurscia ist die zweite in Mitteleuropa vorkommende Gattung. Sie ist mit zwei Arten vertreten. Anuvinda ist bislang nur in Indien nachgewiesen worden, Goeldia in Südamerika, Mittelamerika und Mexiko und Pandava in China bis Sri Lanka.

Lateinischer Name Autor Verbreitung
Nurscia albomaculata (Titanoeca a.) (Lucas, 1846) Europa bis Zentralasien
N. sequerai (Simon, 1892) Portugal bis Frankreich
Titanoeca flavicoma L. Koch 1872 Paläarktis
T. monticola (Simon, 1870) Portugal, Spanien, Frankreich
T. nivalis Simon, 1874 Holarktis
T. praefica (Simon, 1870) Spanien, Frankreich, Algerien, Russland
T. psammophila Wunderlich, 1993 Deutschland, Polen
T. quadriguttata (T. obscura) (Hahn, 1833) Paläarktis
T. schineri L. Koch, 1872 Paläarktis
T. tristis L. Koch, 1872 Europa bis Zentralasien
T. veteranica Herman, 1879 Osteuropa bis Zentralasien

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heimer, Stefan und Nentwig, Wolfgang; 1991: Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey Berlin. ISBN 3-489-53534-0

Weblinks[Bearbeiten]