Kalliroi K

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

p1

Kalliroi K
p1
Schiffsdaten
Flagge MaltaMalta (Handels- und Dienstflagge zur See) Malta
andere Schiffsnamen
  • Patriot
Schiffstyp Massengutfrachter
Rufzeichen 9HFX7
Heimathafen Valletta
Eigner Asterias Navigation Company, Piräus
Bauwerft Hakodate Dock Company, Tokio
Baunummer 784
Kiellegung 22. Oktober 2001
Stapellauf 17. Januar 2002
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
176,85[1] m (Lüa)
168,56 m (Lpp)
Breite 29,40[1] m
Seitenhöhe 13,50 m
Tiefgang max. 9,56[1] m
Vermessung 19.795 BRZ / 11.034 NRZ[1]
 
Besatzung 19
Maschine
Maschine 1 × Dieselmotor
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
6.620 kW (9.001 PS)
Geschwindigkeit max. 16 kn (30 km/h)
Propeller 1 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 31.838 tdw
Rauminhalt Schüttgut: 40.959 m³
Ballengut: 39.680 m³
Sonstiges
Klassifizierungen

Bureau Veritas

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 9250567

Die Kalliroi K ist ein unter der Flagge von Malta fahrendes Frachtschiff der Handysize-Größe. Das Schiff wurde als Patriot bekannt, als es im April 2009 von somalischen Piraten entführt wurde.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Massengutfrachter wurde 2002 unter der Baunummer 784 auf der japanischen Werft Hakodate Dock Company in Tokio gebaut.[1] Die Kiellegung fand am 22. Oktober 2001, der Stapellauf am 17. Januar 2002 statt. Das Schiff wurde als Patriot von der Hamburger Reederei Johann M. K. Blumenthal bereedert.[2] Eigner des Schiffes war die Vantage Shipping Company in Valletta.

Später wurde das Schiff an das in Piräus ansässige Unternehmen Asterias Navigation Company verkauft und in Kalliroi K umbenannt. Es wird nun von Pilot Shipping in Thessaloniki bereedert.[3]

Entführung[Bearbeiten]

Somalische Piraten entführten die Patriot am 25. April 2009[2] im Golf von Aden etwa 280 km[4] südöstlich der jemenitischen Küstenstadt Al-Mukalla,[2] der Hauptstadt der Region Hadramaut. Das Schiff war mit einer Ladung Weizen nach al-Hudaida bestimmt.[5] An Bord des Frachters befanden sich außer dem polnische Kapitän ein ukrainischer Ingenieur und 15 philippinische Seeleute.

Das polnische Außenministerium teilte am 19. Mai 2009 mit, dass der Frachter am 15. Mai 2009 freigelassen worden sei. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bestätigte die Freilassung. Zu möglichen Lösegeldzahlungen und zu den Umständen der Befreiung machte der Sprecher keine Angaben. Das Schiff setzte seine Fahrt fort.[2]

Technische Daten und Ausrüstung[Bearbeiten]

Das Schiff wird von einem Mitsubishi-Dieselmotor (Typ 6UEC52LA) angetrieben. Der Sechszylinder-Zweitakt-Dieselmotor mit einer Leistung von 6.620 kW wurde von Akasaka Diesels in Lizenz gebaut. Für die Stromversorgung stehen zwei Dieselgeneratoren mit einer Leistung von jeweils 400 kW sowie ein Notgenerator mit einer Leistung von 64 kW zur Verfügung.

Das Schiff verfügt über fünf Laderäume mit einer Gesamtkapazität von rund 40.959 m³ für Schüttgüter und 39.680 m³ für Ballengüter. Die Tankdecke kann mit maximal 23 t/m² belastet werden. Die Laderäume sind mit hydraulischen Lukendeckeln von MacGregor verschlossen. Zwischen den Laderäumen 1, 2, 3 und 4 befindet sich jeweils ein Schiffskran mit einer Hebekapazität von 30 t.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Kalliroi K, vesseltracker.com (Anmeldung erforderlich)
  2. a b c d e Piraten lassen Hamburger Frachter „Patriot“ frei, Hamburger Abendblatt, 19. Mai 2009 (abgerufen 30. August 2009).
  3. Flottenübersicht, Pilot Shipping Co. (abgerufen am 9. Januar 2013).
  4. Anita Powell: US Navy: Pirates seize German ship near Somalia, Associated Press, 25. April 2009 (abgerufen 25. April 2009).
  5. Maltese-registered vessel captured by pirates, The Times of Malta, 26. April 2009 (abgerufen 26. April 2009)
  6. M/V Kalliroi K (PDF; 70 kB), Datenblatt, Pilot Shipping Co (abgerufen am 9. Januar 2013).