Kalman Kahana

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kalman Kahana (1951)

Kalman Kahana (hebräisch ‏קלמן כהנא‎, * 31. Mai 1910 in Brody; † 20. August 1991) war ein israelischer Politiker, Vize-Minister und Journalist sowie Unterzeichner der Israelischen Unabhängigkeitserklärung. Er war der Bruder von Jitzchak Kahan, ehemaliger Richter und Präsident des Obersten Gerichts.[1]

Kahana studierte Philosophie, Semitistik, Geschichte und Pädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo er einen PhD in Philosophie erwarb. Er erhielt seine Semicha als Rabbiner am Rabbinerseminar für das orthodoxe Judenthum in Berlin, das nach Esriel Hildesheimer auch Hildesheimer Rabbinerseminar genannt wird. Darüber hinaus war er auch Leiter der städtischen Studentenorganisation der Jahadut Charedit (hebräisch ‏יַהֲדוּת חֲרֵדִית‎) und ein Mitglied der Jugendbewegung der Aguda.

1938 wanderte Kahana nach Palästina aus, wo er sich im Kibbutz Chafetz Chaim (hebräisch ‏חָפֵץ חַיִּים‎, lit. Lebenswunsch) in Schefela niederließ. Dort wurde er Herausgeber der Zeitung Scha'arim.

Als Knessetabgeordneter der Poalei Agudat Jisra’el wurde Kahana mehrmals zum stellvertretenden Bildungsminister ernannt. Dieses Amt bekleidete er vom 4. November 1951 bis zum 15. August 1955 sowie vom 29. November 1961 bis zum 22. November 1965 und vom 17. Januar 1966 bis zum 15. Dezember 1969.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Israeli Chief Justice Sworn In As Supreme Court President. In: nytimes.com. 28. November 1983, abgerufen am 17. März 2012.

Weblinks[Bearbeiten]