Kalte Ente

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Die kalte Ente ist eine alkoholhaltige Bowle, die im Wesentlichen aus Wein und Sekt besteht. Zur Aromatisierung werden meist Zitronen ohne äußere Schale, aber auch Zitronensaft, Zitronenmelisse, Vanille oder Vanillinzucker zugegeben. Zur Geschmacksabrundung wird oft auch etwas Zucker zugegeben. Insgesamt ist die Zubereitung recht einfach. Die kalte Ente wird mit Eiswürfeln gekühlt und kalt serviert. Da die kalte Ente ohne Spirituosen zubereitet wird, ist sie eine relativ gut bekömmliche Bowle.

Erfindung[Bearbeiten]

Clemens Wenzeslaus von Sachsen, der letzte Erzbischof und Kurfürst von Trier, soll das Getränk erfunden haben, indem er nach einem Gastmahl auf der Terrasse des Koblenzer Schlosses ein „kaltes Ende“ gewünscht und angeordnet habe, je eine Flasche Mosel-, Rheinwein und Champagner zusammenzugießen und mit einer Zitrone und Zitronenmelisse zu würzen.[1]

Herkunft des Namens[Bearbeiten]

Das Getränk wurde nach dem Essen als Alternative zu heißem Mokka gereicht und darum kaltes Ende genannt. Durch Verballhornung entstand daraus kalte Ente.

Cold Duck[Bearbeiten]

Harold Borgman, der Eigentümer der Pontchartrain Wine Cellars in Detroit, brachte die kalte Ente unter der Übersetzung Cold Duck im Jahre 1937 in die USA. Den Weißwein ersetzte er durch kalifornischen Rotwein. Eddie Harris nannte eines seiner Stücke Cold Duck Time. Es wurde zum Jazzstandard.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Rhein-Zeitung Koblenz (rz online), aufgerufen am 11. März 2010