Kaltern

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Kaltern an der Weinstraße
(ital.: Caldaro sulla strada del vino)
Wappen von Kaltern an der Weinstraße
Kaltern an der Weinstraße (Südtirol)
Kaltern an der Weinstraße
Kaltern an der Weinstraße
Lage von Kaltern an der Weinstraße in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Überetsch-Unterland
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2013)
7.664/7.775
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
92,61 % deutsch
7,03 % italienisch
0,36 % ladinisch
Koordinaten 46° 25′ N, 11° 15′ O46.41395555555611.245794444444425Koordinaten: 46° 25′ N, 11° 15′ O
Meereshöhe: 212–1856 m s.l.m. (Zentrum: 425 m s.l.m.)
Fläche: 47,96 km²
Dauersiedlungsraum: 20,0 km²
Fraktionen: Altenburg, Dorf, Mitterdorf, Oberplanitzing, St. Anton/Pfuß, St. Josef am See, St. Nikolaus, Unterplanitzing
Nachbargemeinden: Amblar, Cavareno, Eppan, Neumarkt, Pfatten, Ruffrè, Sarnonico, Tramin
Partnerschaft mit: Heppenheim
Postleitzahl: 39052
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021015
Steuernummer: 80006090213
Politik
Bürgermeister (2010): Gertrud Benin Bernard (SVP)

Kaltern an der Weinstraße (italienisch Caldaro sulla Strada del Vino) ist eine Gemeinde in Südtirol (Italien) mit 7775 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013). Kaltern liegt im Überetsch an der Südtiroler Weinstraße zwischen Eppan und Tramin.

Geographie[Bearbeiten]

Kaltern und See im Hintergrund vom Penegal aus gesehen mit Blickrichtung Südost

Die Gemeinde Kaltern liegt im Süden Südtirols wenige Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Bozen. Die 47,96 km² große Gesamtfläche umfasst die südliche Hälfte des Überetsch – einer über dem Talboden der Etsch erhöhten Hügellandschaft, in der sich die Siedlungszentren der Gemeinde befinden – sowie einen Abschnitt des westlich davon aufragenden Mendelkamms und kleine Teile des Unterlands.

Das Gemeindezentrum Kalterns breitet sich am Überetscher Hangfuß des Mendelkamms aus. Die einstmals getrennten alten Ortskerne von Kaltern (Dorf), Mitterdorf sowie etwas höher gelegen St. Anton/Pfuß und St. Nikolaus sind im Laufe des 20. Jahrhunderts nahezu zusammengewachsen (von etwa 400 bis auf 600 m s.l.m.). Im Westen überragt werden die Siedlungsflächen durch den von Norden nach Süden streichenden Mendelkamm, der die Grenze zum Trentino trägt. Eingeschnitten wird der Kammverlauf durch den Mendelpass (1363 m) hoch über St. Anton, einen die Dorfansicht beherrschenden Gipfel findet er im Penegal (1737 m) etwas nördlich des Passes. Die östliche Gemeindegrenze zu Pfatten hin folgt überwiegend dem Höhenzug des Mitterbergs, der das Überetsch von der Sohle des Etschtals trennt.

Im Norden stößt Kaltern – jenseits der beiden Fraktionen Oberplanitzing (500 m) und Unterplanitzing (430 m) – an die Überetscher Nachbargemeinde Eppan. Südlich des Hauptorts sinkt das Gelände sanft zum Kalterer See (215 m) mit der Fraktion St. Josef am See hin ab. Weiter südlich ragt das Gemeindegebiet ein Stück in den flachen Talboden des Unterlands hinein, wo Kaltern an Tramin und Neumarkt grenzt. Im Südwesten des Gemeindegebiets – auf einem Hochplateau über dem Kalterer See – liegt schließlich noch Altenburg (610 m).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Tourismus und die Landwirtschaft, im Speziellen Obst- und Weinbau, sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren.

Bildung[Bearbeiten]

In Kaltern gibt es drei Grundschulen im Ortskern, in Oberplanitzing und in St. Josef, sowie eine Mittelschule. Die vier Einrichtungen zusammen bilden einen gemeinsamen deutschsprachigen Schulsprengel.[1]

Freizeit und Sport[Bearbeiten]

Wanderwege[Bearbeiten]

Kaltern und seine nähere Umgebung verfügt über zahlreiche gut markierte Wanderrouten:

  • Rundweg um den Kalterer See: leicht begehbarer Panoramaweg, führt durch das größte erhaltene Feuchtgebiet zwischen Poebene und Alpen
  • Aufstieg nach Altenburg: (615 m s.l.m.), von St. Josef (228 m s.l.m.), zwei Wegvarianten: Nr. 14 über St. Peter oder Nr.1 durch die Rastenbachklamm, Rückweg über den „Friedensweg“
  • Großer und Kleiner Montiggler See: vom Nordufer des Kalterer Sees oder von Kaltern, Wege Nr. 19 und 20
  • Kalterer Höhenweg: von Altenburg zur Göllerwiese (1510 m), von dort entweder Abstieg nach Söll bei Tramin und zum Seerundweg oder zum Roen (2116 m) und zur Überetscher Hütte
  • Steilere Wanderungen auf die Mendel (Roen 2116 m, Penegal 1740 m)
  • Trasse der ehemaligen Überetscher Bahn (Rad- und Wanderweg bis Bozen)

Kalterer See[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kalterer See

Die Wassertemperatur des Kalterer Sees beträgt im Sommer bis zu 28 Grad (gilt als der wärmste Badesee der Alpen), damit beginnt die Badesaison meist schon Mitte Mai. Der See eignet sich weiters zum Fahren mit Ruder- und Tretbooten, zum Segeln und Windsurfen sowie im Winter zum Eislaufen. Neben dem im Jahr 2006 neu errichteten Freischwimmbad befindet sich auch ein Beach-Volleyballfeld.

Panorama-Ansicht des Kalterer Sees

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Kaltern unterhält eine Partnerschaft mit der deutschen Kreisstadt Heppenheim im Kreis Bergstraße (Hessen).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Personen mit Beziehung zu Kaltern[Bearbeiten]

Fotogalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaltern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schulsprengel Kaltern. Südtiroler Bürgernetz, abgerufen am 25. Oktober 2014.