Kalypso
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Kalypso ist eine Nymphe und Tochter des Atlas. Der Name ist von dem altgriechischen Verb καλύπτειν kalyptein (verbergen, verstecken; aber auch: jemanden bergen) abgeleitet.
Im fünften Gesang der Odyssee wird beschrieben, wie sie den schiffbrüchigen Odysseus liebt und sieben Jahre lang bei sich auf der Insel Ogygia festhält. Erst auf Geheiß der olympischen Götter – durch Hermes, den Götterboten, übermittelt – gibt sie ihn frei. In der griechischen Mythologie aber ist sie möglicherweise die griechische Totengöttin, weshalb sie ihm ja auch Unsterblichkeit versprechen kann.
Ihre Insel ist bewachsen mit Schwarzpappeln, Zypressen und Efeu sowie Veilchen, den griechischen Friedhofsbäumen und -blumen. Obwohl Kalypso ihm Unsterblichkeit verspricht, wenn er bei ihr bleibt, wünscht Odysseus sie zu verlassen, um zu Penelope zurückzukehren.
[Bearbeiten] Identifikationsversuche
Mit Ogygia wird unter anderem die maltesische Insel Gozo identifiziert, wo man eine „Kalypso-Grotte“ zeigt. Die kroatische Insel Mljet will auch die antike Insel Ogygia sein; dort gibt es eine „Odysseus-Grotte“ zu sehen.
[Bearbeiten] Moderne Adaptionen
Nach ihr benannt wurden der Saturnmond Calypso, ein Asteroid und das Schiff des Meersforschers und -filmers Jacques Cousteau, dem wiederum Jean Michel Jarre ein gleichnamiges Lied auf dem Album Waiting For Cousteau widmete.
Im zweiten und dritten Teil der Piratensaga Fluch der Karibik trat die Meeresgöttin und Geliebte von Davy Jones in Erscheinung.
Im Videospiel Rainbow Six (Rainbow Six Vegas) trägt ein fiktives Casino im atztekischen Dekor den Namen Calypso.
Nach ihr ist wohl auch die Orchidee Calypso und damit vermutlich auch die Autofarbe des Herstellers BMW calypsorot benannt.
Michael Köhlmeier erzählt ein sehr moderne Version von Odysseus und Kalypso im gleichnamigen Buch Kalypso (Roman, 1997)
Im Videospiel "Simon the Sorcerer" wird der Titelheld von dem Zauberer Calypso in die Zauberwelt geholt.
[Bearbeiten] Literaturhinweise
- Hermann Güntert: Kalypso. Halle an der Saale 1919.

