Kamal Hossain

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Kamal Hossain (Bangla: কামাল হোসেন) (* 20. April 1937 in Kalkutta) ist ein bengalischer Jurist und Politiker, der wesentlich an der Entwicklung der Verfassung Bangladeschs beteiligt war.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Oxford, das Hossain 1958 abschloss, wurde er 1959 als Barrister am Lincoln's Inn und am Obersten Gerichtshof Bangladeschs zugelassen. 1972 war er Vorsitzender des Komitees zur Entwicklung einer eigenständigen Verfassung Bangladeschs. Im selben Jahr wurde er Mitglied der Regierung seines Heimatlandes, zunächst als Justiz-, später als Außenminister. Er war Mitglied verschiedener Schiedsgerichte der Internationalen Handelskammer und der UNCITRAL. 2003 wurde Hossain von der bengalischen Regierung im Streit mit Singapur um die Grenzziehung in der Bucht von Johor als Ad-hoc-Richter vor dem Internationalen Seegerichtshof benannt.

Hossain ist seit 2001 Vizepräsident der International Law Association.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Human Rights Commissions and Ombudsman Offices: National Experiences Throughout the World. Kluwer Law International, Den Haag 2000, ISBN 90-411-1586-2.
  • The Promise of Hope: A Tribute to Dom Hélder. Institute of Mennonite Studies, Elkhart 2002, ISBN 0-936273-32-1.
  • Pluralism and the Law: Evolving Legal Frameworks for Change in Muslim Societies: Some Reflections. In: Arend Soeteman (Hrsg.): Pluralism and Law. Steiner, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08446-0.

Weblinks[Bearbeiten]