Kamal Nath

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Nath auf dem Weltwirtschaftsforum 2008

Kamal Nath (* 18. November 1946 in Kanpur, Uttar Pradesh) ist ein indischer Politiker des Indischen Nationalkongress'. Er war Minister in mehreren indischen Unionsregierungen (zuletzt im Kabinett Manmohan Singh I ab 2004 und im Kabinett Manmohan Singh II ab 2009) und seit 1980 mit einer Unterbrechung von 1996 bis 1999 Mitglied des indischen Unterhauses (Lok Sabha) für Chhindwara.[1]

Nath trat 1968 der indischen Kongresspartei bei und wurde 1980 erstmals in das indische Unterhaus gewählt. 1991 wurde er Staatsminister für Umwelt und Forstwirtschaft, im Anschluss 1995-1996 Staatsminister für die Textilwirtschaft.[2]

2002-2004 war er Mitglied des zentralen Führungsgremiums der Kongresspartei , dem Congress Working Committee und ihr Generalsekretär[2], bevor er 2004 Minister für Handel und Industrie wurde. Am Anfang seiner Amtszeit wurde gegen ihn ermittelt, wegen seiner Verwicklung in die Pogrome gegen Sikhs in Neu-Delhi in Anschluss an die Ermordung Indira Gandhis durch ihre Sikh-Leibwächter. Die eingesetzte Kommission wertete die Beweise als zu schwach[3]. Zahlreiche Sikh-Organisationen werfen Nath, der ein Freund des Sohnes der Ermordeten Rajiv Gandhi war, die Rädelsführerschaft bei der Zerstörung eines Sikh-Heiligtums in Delhi vor.

In den ersten beiden Jahren seiner Amtszeit arbeitete er an der Konsolidierung der Gruppe der Zwanzig, im Ausland wurde er aber stärker wegen der von ihm repräsentierten Politik Indiens in der WTO bekannt, die zusammen mit der chinesischen und US-amerikanischen Position 2008 zum Scheitern der Doha-Runde führte. [4] Nath ist verheiratet und hat zwei Söhne.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kamal Nath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Naths Profil in der Datenbank der Lok Sabha.
  2. a b Naths Biografie auf der Website des indischen Ministeriums für Handel und Industrie.
  3. Entire Congress cannot be blamed for anti-Sikh riots: Commission“ in The Hindu vom 28. Januar 2005, S.1
  4. Indien, USA und China verhindern neuen Welthandelspakt (Spiegel-Online vom 29. Juli 2008)