Kamala Markandaya

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Kamala Markandaya (* 23. Juni 1924 in Mysore; † 16. Mai 2004 in London) war eine indische Schriftstellerin und Journalistin.

Kamala Markandaya, eigentlich Kamala Purnaiya Taylor, wurde als Kamala Purnaiya in Barain[1], einer kleinen Stadt in der Umgebung von Mysore in Indien 1924 geboren. Sie studierte in Madras Geschichte und arbeitete danach als Journalistin. Neben dieser Arbeit schrieb sie Kurzgeschichten. Im Alter von 25 Jahren heiratete sie Bertrand Taylor, einen britischen Journalisten[2] und wanderte 1948 mit ihm nach Großbritannien aus, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.[3]

Ab den 1950er Jahren schrieb sie Romane, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Sie beschrieben häufig die Konflikte Indiens zwischen Tradition und Moderne.

Ihr erster Roman Nektar in einem Sieb begründete ihren literarischen Ruf und gilt als Grundstein der indo-englischen Frauenliteratur. 1990 wurde Kamala Markandaya für dieses Werk der LiBeraturpreis verliehen.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Nectar in a Sieve, Roman. The John Day Company, New York City, USA 1954.
    • deutsch: Nektar in einem Sieb, übersetzt von Trude Geißler u. Gertrud Grote. Biederstein, München 1956; Unionsverlag, Zürich 1986.
  • Some Inner Fury, Roman, Putnam, London 1955.
    • deutsch: Geliebter Fremdling. Biederstein, München 1959.
  • A Silence of Desire, 1960.
  • Possession, a Novel, 1963.
  • A Handful of Rice, Roman, 1966.
    • deutsch: Eine Handvoll Reis, übersetzt von Marielisa Gräfin von Saurma u. Heinz Graef. Herder. Freiburg im Breoisgau1969; Unionsverlag, Zürich 1983.
  • Two Virgins, Vikas Publ. House, New Delhi u.a. 1977.
    • deutsch: Auszug als Unschuld, übersetzt von Thomas Brückner, in: Mohnblumen auf schwarzem Filz. Autorinnen aus vier Kontinenten, Unionsverlag, Zürich 1998, ISBN 3-293-20108-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kurzbiografie in Mohnblumen auf schwarzem Filz, S. 299
  2. Claire Chambers in The Literary Encyclopedia,http://www.litencyc.com/php/speople.php?rec=true&UID=2936
  3. Francis C. Assisi, Hommage to Kamala Markandaya http://www.beilharz.com/autores/markandaya/