Kambodschanische Volkspartei

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Kambodschanische Volkspartei
Partei­vorsitzender Chea Sim
Gründung 1981
Aus­richtung Reformismus, Sozialismus
Website [1]
Wahlposter der CPP 2008

Die Kambodschanische Volkspartei (in Khmer Kanakpak Pracheachon Kâmpuchéa oder KPK; englisch Cambodian People's Party oder CPP; französisch Parti populaire cambodgien bzw. PPC) bildet zusammen mit der FUNCINPEC die Regierungskoalition in Kambodscha und stellt den gegenwärtigen Ministerpräsidenten Hun Sen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kampucheanische Revolutionäre Volkspartei (französisch Parti révolutionnaire du peuple du Kampuchea unter dem Akronym PRPK) war von 1979 bis 1991 die alleinregierende Partei in Kambodscha. Während der von den UN unterstützten Friedens- und Wiederaufbau-Maßnahmen benannte sie sich in Kambodschanische Volkspartei um.

Die Partei kam nach der vietnamesischen Invasion 1979 an die Macht, in deren Folge das diktatorische Regime der Roten Khmer gestürzt und die Volksrepublik von Kâmpŭchea installiert wurde. Dabei wurde sie von vietnamesischen Truppen unterstützt. In den 1980er Jahren musste sie sich mit dem innerkambodschanischen Widerstand auseinandersetzen, der sich aus den wiedererstarkten Roten Khmer und - in geringerem Maße - aus dem bewaffneten und politischen Widerstand der königstreuen FUNCINPEC und der republikanischen Nationalen Khmer-Volksbefreiungsfront (Front populaire pour la libération nationale des Khmers bzw. FPLNK) zusammensetzte. Alle drei Widerstandsbewegungen appellierten trotz sehr unterschiedlicher Ideologien vor allem an das starke Nationalgefühl der Khmer-Volksgruppe, indem sie der Regierung vorwarfen, nur eine Marionette der Vietnamesen zu sein.

Ideologie[Bearbeiten]

Die KPK begann als rein marxistisch-leninistische Bewegung, wandte sich aber Mitte der 1980er Jahre im Verlauf eines Reformprozesses mehr und mehr marktwirtschaftlichen Ideen zu und verankerte diese in der kambodschanischen Gesellschaft, indem sie Privateigentum wieder zuließ.

Viele Funktionäre der KPK waren früher Mitglieder der Roten Khmer, die vor deren mörderischem Regime nach Vietnam fliehen mussten. Prominente führende Parteimitglieder wie Heng Samrin und Hun Sen gehörten zu den Kadern der Roten Khmer nahe der kambodschanisch-vietnamesischen Grenze und nahmen an der vietnamesischen Invasion teil.

Weblinks[Bearbeiten]