Kambodschanischer Riel
| Riel | |
|---|---|
| Staat: | Kambodscha |
| Unterteilung: | Sen (historisch) |
| ISO-4217-Code: | KHR |
| Abkürzung: | ៛, CR |
| Wechselkurs: (28. Apr 2013) |
1 EUR = 5.186,1 KHR 1 CHF = 4.153,6 KHR |
Der Riel oder auch Khmer-Riel (Khmer: រៀល) ist seit 1956 die Währung Kambodschas. Die offizielle Abkürzung nach ISO 4217 ist KHR, eine andere gebräuchliche Abkürzung ist CR. Die Währung wurde nach der Unabhängigkeit 1953 erstmals eingeführt. Während der Herrschaft der Roten Khmer war Geld in Kambodscha abgeschafft. Nach dem Ende des Regimes wurde der Riel 1980 erneuert, leidet in der Bevölkerung aber unter einem dauerhaften Vertrauensverlust.
Der kambodschanische Name Riel bedeutet auf deutsch “kleines Fischchen” und bezieht sich auf die im Mekong und im Tonle Sap zu Milliarden vorkommenden, nur wenige Zentimeter großen, sardellenartigen Fische. So bekommt man zum Beispiel in Kambodscha für 100 kleine Fische eine Schale Reis eingetauscht.
Der Riel wird als Zahlungsmittel regelmäßig nur im lokalen Handel benutzt, für größere Geschäfte oder im Tourismus wird hauptsächlich der US-Dollar benutzt. Seit 2007 gibt es von Seiten der Sam-Rainsy-Partei und der Politikerin Tioulong Saumura verstärkte Bestrebungen, die Verwendung des US-Dollars als Zahlungsmittel in Kambodscha einzudämmen und den Riel zu forcieren. Hauptargument der Befürworter der „Entdollarisierung“ ist die Tatsache, dass der US-Dollar die gängige Währung im internationaler Drogen- und Waffenhandel, bei Geldwäsche und Terrorismus sei.[1] Für den Dollar spricht dagegen die Inflationssicherheit und damit auch eine höhere Investitionsbereitschaft aus dem Ausland.[2]
Münzen [Bearbeiten]
Obwohl auch nach Wiedereinführung der Währung erneut Münzen in geringer Stückzahl geprägt wurden, (das letzte Mal 1994 zu je 50, 100, 200 und 500 Riel) sind diese im Umlauf und Zahlungsverkehr nicht mehr anzutreffen.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Pratu Namo (2007): Kambodscha: Riel statt Dollar. In: Pratu Namo. 23. Juli 2007.
- ↑ Wall Street Journal: The Cambodian Case for Dollarization, 15. Februar 2011
Nordasien: Mongolischer Tögrög | Russischer Rubel
Ostasien: Chinesischer Yuán | Hongkong-Dollar | Japanischer Yen | Macao-Pataca | Neuer Taiwan-Dollar | Nordkoreanischer Won | Südkoreanischer Won
Südasien: Bangladeschischer Taka | Bhutanischer Ngultrum | Indische Rupie | Malediven-Rupie | Nepalesische Rupie | Pakistanische Rupie | Sri-Lanka-Rupie
Südostasien: Brunei-Dollar | Indonesische Rupiah | Kambodschanischer Riel | Laotischer Kip | Malaysischer Ringgit | Myanmarischer Kyat | Philippinischer Peso | Singapur-Dollar | Thailändischer Baht | US-Dollar (Osttimor) | Vietnamesischer Đồng
Vorderasien: Ägyptisches Pfund | Armenischer Dram | Aserbaidschan-Manat | Bahrain-Dinar | Euro (Zypern) | Georgischer Lari | Irakischer Dinar | Iranischer Rial | Israelischer Schekel | Jemen-Rial | Jordanischer Dinar | Katar-Riyal | Kuwait-Dinar | Libanesisches Pfund | Omanischer Rial | Saudi-Rial | Syrische Lira | Türkische Lira | VAE-Dirham
Zentralasien: Afghani | Kasachischer Tenge | Kirgisischer Som | Tadschikischer Somoni | Turkmenistan-Manat | Usbekischer Soʻm