Kamillianer

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Kamilluskreuz

Die Kamillianer (lat.: Ordo Clericorum Regularium Ministrantium Infirmis), Ordenskürzel: MI, auch: Ordo Sancti Camilli, sind ein Krankenpflegeorden innerhalb der römisch-katholischen Kirche.

Gegründet wurden sie 1586 als Gemeinschaft von Krankenpflegern vom Kapuziner Camillo de Lellis. Offiziell erfolgte die Anerkennung als kirchlicher Orden Ordo Clericorum Regularium Ministrantium Infirmis (Orden der Diener der Kranken) 1591. Er wird mit MI oder mit der früheren Bezeichnung OSCam abgekürzt. Ihr Erkennungszeichen ist das rote Kamilluskreuz. Es inspierierte Henry Dunant bei der Gründung des Roten Kreuzes als Hilfsorganisation.

Der Orden hat derzeit 1.147 männliche Mitglieder, von denen 670 Priester sind. Hinzu kommen rund 2.000 Ordensfrauen, in sieben verschiedenen Gemeinschaften. Die 175 Einrichtungen des Ordens widmen sich überwiegend der medizinischen Betreuung, aber auch der Ausbildung. So betreibt der Orden 17 Aus- und Fortbildungsinstitute im Gesundheitswesen und zwei Universitäten.[1]

Das „Internationale Institut für Theologie der Krankenpastoral Camillianum“ der Kamillianer wurde vom Heiligen Stuhl am 28. April 1987 approbiert und dem Teresianum unterstellt.[2] Derzeitiger Generalsuperior ist Renato Salvatore. Ein bekannter Generalsuperior war Carlo von Mansfeld, M.I. (1947-1965).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kurzübersicht auf kamillianer.at
  2. „Camillianum“, kamillianer.at, abgerufen am 19. Mai 2010