Kammerflattern

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Klassifikation nach ICD-10
I49.0 Kammerflattern und Kammerflimmern
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Kammerflattern, auch pulslose ventrikuläre Tachykardie (PVT) genannt, ist die rasche Folge relativ regelmäßiger Herzkammeraktionen mit einer Herzfrequenz von 200 bis 350/Min. Durch außerhalb des Sinusknotens gelegene Strukturen werden Erregungsrückbildungsstörungen (heterotope) ausgelöst. Der Übergang zum Kammerflimmern ist fließend. Es handelt sich beim Kammerflattern um einen medizinischen Notfall.

Therapie[Bearbeiten]

Bei Patienten mit tastbarem Puls und ohne Bewusstseinsverlust wird das Kammerflattern durch medikamentöse Gabe intravenös von Amiodaron (evidenzgesichert) oder, wenn Amiodaron nicht vorhanden ist, Lidocain (keine Evidenz) behandelt. Beim Adams-Stokes-Syndrom ist eine sofortige Reanimation und Defibrillation nötig.

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