Kammeroper München

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Kammeroper München ist ein freies Münchner Opernensemble mit wechselnden Spielstätten, das 2003 von Christophe Gördes, Dominik Wilgenbus und Alexander Krampe gegründet wurde.

Konzept[Bearbeiten]

Markenzeichen sind zum einen die musikalischen Arrangements für das meist 10-12köpfige Orchester von Alexander Krampe und die Übersetzungen von Dominik Wilgenbus, die sich mit Witz und Charme dem Geist der Originale verpflichtet fühlen.

Die Inszenierungen setzen neben dem poetischen Einsatz einfacher Mittel vor allem auf die komödiantischen Qualitäten der jungen Sängerinnen und Sänger.

Ziel ist es, jährlich mindestens zwei neue Produktionen zu realisieren, Erfolgsproduktionen aus dem Repertoire wieder aufleben zu lassen und weiterhin die stimmliche wie darstellerische Ausnahmequalität der jungen Sänger in den Mittelpunkt zu stellen. Die Kooperation mit bemerkenswerten Gastmusikern wird ebenfalls fortgesetzt.

Ensemble[Bearbeiten]

Die Kammeroper München besetzt ihre Produktionen mit jungen, hervorragenden Gesangstalenten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und hat sich damit zu einer Kaderschmiede für junge Sänger am Beginn ihrer Karriere entwickelt. Besonderes Gewicht hat der Sängernachwuchs aus München, Augsburg, Nürnberg und Würzburg durch die enge Zusammenarbeit mit den dortigen Musikhochschulen.

Das Orchester setzt sich aus freien Musikern zusammen, die sich neben der Tätigkeit an Münchens Bühnen und Orchestern speziell für diese Art von Kunst zusammengeschlossen haben.

Repertoire[Bearbeiten]

  • Kaspar Hauser - Ein Traumspiel, Oper in zwei Aufzügen. Musik von Franz Schubert, arrangiert von Alexander Krampe.
Idee, Libretto und Regie von Dominik Wilgenbus
  • La Cenerentola - Komische Oper in zwei Akten. Musik von Gioachino Rossini, arrangiert von Alexander Krampe.
Libretto von Jacobo Ferretti. Regie und Übersetzung von Dominik Wilgenbus
  • Die schöne Galathée/Häuptling Abendwind - Zwei Einakter. Musik von Franz von Suppé
und Jacques Offenbach. Regie von Dominik Wilgenbus.
  • Verehrte Frau! - Ein Abend mit Juliane Banse und der Kammeroper München von Karoline Wernicke und Alexander Krampe.
  • Der Diener zweier Herren - Komische Oper in zwei Aufzügen nach Carlo Goldoni. 
Idee, Libretto und Regie von Dominik Wilgenbus. Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, arrangiert von Alexander Krampe.
  • Truffaldino! - Zwei Herren auf einen Streich. Ein Stück der Kammeroper München für die ganze Familie.
  • Die lustigen Nibelungen - Burleske Operette in drei Akten. Musik von Oscar Straus, Buch von Rideamus.
  • Rossini – Genie und Geniesser. Briefe, Anekdoten und Musik mit Gerd Anthoff / Dominik Wilgenbus. Solisten und Orchester der Kammeroper München.
  • Wolferl hat keine Zeit! - Geschichte für einen Puppenspieler, einen Erzähler und vier Musiker von Dominik Wilgenbus.
 Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Arrangement von Alexander Krampe.
  • Mozart zwischen Salzburg und Wien - Ein Abend mit Schauspiel, Gesang und Mozarts Musik.
  • Franz Schubert „Wollte ich Liebe singen, ward sie mir zum Schmerz" – Ein Abend in und durch Franz Schuberts Leben in Wort, Musik und Gesang
  • „Viele Grüße an alle schönen Weiber“ - ein Abend mit Joseph Haydn.
  • Il matrimonio segreto – Die heimliche Ehe. Opera buffa in 2 Akten. Musik von Domenico Cimarosa (1749–1801), Libretto von Giovanni Bertati. Deutsche Neufassung von Dominik Wilgenbus.
  • La pietra del paragone (Die Liebesprobe) - Komische Oper in zwei Akten. Musik von Gioacchino Rossini. Libretto von Luigi Romanelli, Textneufassung von Dominik Wilgenbus.
  • La finta semplice - Oper in drei Akten. Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. Text nach Carlo Goldoni, Neudichtung von Dominik Wilgenbus.
  • La Cecchina - Opera buffa in 2 Teilen. Musik von Niccolò Piccinni (1728 – 1800). Text nach Carlo Goldoni.
  • Untreue lohnt sich! oder auch nicht … - Komische Oper in zwei Akten nach der Komödie "La double Inconstance" von Pierre Carlet de Marivaux. Musik von Joseph Haydn. Idee, Text und Regie von Dominik Wilgenbus.
  • Die Diebische Elster (La gazza ladra) - Oper in zwei Akten. Musik von Gioachino Rossini (1792–1868). Libretto von Giovanni Gherardini, Text-Neufassung von Dominik Wilgenbus.

Über die eigentlichen Opernaufführungen hinaus bilden Konzertprojekte mit Sänger(inne)n wie Juliane Banse, Waltraud Meier oder Robert Gambill Höhepunkte, die meist in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz stattfinden.

Spielstätten[Bearbeiten]

Neben wechselnden Aufführungsorten in München, etwa dem Cuvilliés-Theater, wird der Hubertussaal in Schloss Nymphenburg seit 2008 regelmäßig bespielt. Als Winterquartier hat sich in den vergangenen Jahren das Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz herausgebildet. Die Kammeroper München hat sich auch außerhalb Münchens einen Namen gemacht, das Ensemble tritt mittlerweile auf Festivals, Veranstaltungen und Gastspielen im gesamten deutschsprachigen Raum auf.

Finanzierung[Bearbeiten]

Die Kammeroper München arbeitet mit bescheidensten Mitteln. Da es keine regelmäßigen öffentlichen Förderungen gibt, setzt sie stark auf die Unterstützung der wachsenden Zahl ihrer Bewunderer und Förderer. Dazu gehören vor allem ihr engagierter Freundeskreis sowie unter anderen der Bezirk Oberbayern, die Freunde des Nationaltheaters München, die Offensive Zukunft Bayern und MünchenMusik.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Münchner Merkur: "Schubert hätte es so gewollt" Premierenkritik vom 23. August 2014
  • Abendzeitung: "Reizende Wiedergeburt" Premierenkritik vom 23. August 2014
  • Süddeutsche Zeitung: "Wer bin ich?" und "Fremd bin ich eingezogen" vom 21. August 2014
  • Neue Musikzeitung: "Zurück zum unverkrampften Spiel".
  • Süddeutsche Zeitung: "Der Selbermacher".
  • Focus: "Dreigroschen Au-pair".