Kammerstein
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Roth | |
| Höhe: | 424 m ü. NN | |
| Fläche: | 37,11 km² | |
| Einwohner: |
2.841 (31. Dez. 2010)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 77 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91126 | |
| Vorwahlen: | 09122, 09178 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RH | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 76 128 | |
| Gemeindegliederung: | 17 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Dorfstr. 10 91126 Kammerstein |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Walter Schnell (FW) | |
| Lage der Gemeinde Kammerstein im Landkreis Roth | ||
Kammerstein ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Roth.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde besteht offiziell[2] aus den 17 Ortsteilen:
|
|
Stand: 2. Januar 2007
[Bearbeiten] Geschichte
Erstmals findet Kammerstein im Jahr 1235 urkundliche Erwähnung.
Als Kaiser Friedrich II. 1235 aus Italien nach Deutschland kommt, nennt sich Ramungus (I.) erstmals nach der auf königlichem Gut gelegenen Burg Kammerstein „Ramungus de Kamerstein“. Offensichtlich war diese Burg inzwischen als neuer Sitz für die Verwaltung des Schwabacher Königsguts erbaut worden. 1241 wird Ramungus Landrichter zu Eger und damit ranggleich mit dem Nürnberger Reichsbutigler. Er stirbt um 1260 im Alter von etwa 70 Jahren.
Früher stand hier eine bedeutende Reichsburg. Auch wenn auch heute fast alle Spuren längst verschwunden sind,gibt es noch einige Stellen, wo man Überreste sehen kann. Das Wissen hierüber beruht auf spärlich überlieferten alten Bildern. 1461 wurde die Burg durch bayerische Truppen zerstört und anschließend nur teilweise wieder aufgebaut. Der markgräfliche Pfleger verlegte seinen Amtssitz nach Schwabach; Kammerstein diente den Markgrafen nur noch kurze Zeit als Jagdsitz in den ausgedehnten Waldungen um den Heidenberg, bis Schloß Ratibor in Roth fertiggestellt war. Nach weiteren Zerstörungen wurde die Burg nicht mehr instandgesetzt und verfiel immer mehr, der Dreißigjährige Krieg gab ihr den Rest. Aus der Ruine wurden die Steine herausgebrochen, am Nordhang des Bergs wurde ein Steinbruch angelegt. Als der noch stehende, inzwischen von einem Blitz beschädigte Bergfried diesem im Wege stand, entschloss sich die Regierung in Ansbach 1782 für den Abbruch, um die weitere Nutzung des Steinbruchs nicht zu stören.
Kammerstein gehörte zum 1792 von Preußen erworbenen Fürstentum Ansbach. Als Teil des Fürstentums fiel Kammerstein im Pariser Vertrag (Februar 1806) durch Tausch an das Königreich Bayern.
Am 24. November 2002 haben Bürgermeister Walter Schnell und Vertreter der Kirchen eine offizielle moralische Rehabilitation der als Hexe verurteilten Ottilia Kuenin aus Kammerstein ausgesprochen.
[Bearbeiten] Religionen
- Ev.-Luth. Kirchengemeinde in Kammerstein
- Ev.-Luth. Kirchengemeinde in Barthelmesaurach
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern:
- Freie Wähler 7 Sitze
- CSU 5 Sitze
- SPD 2 Sitze
[Bearbeiten] Bürgermeister
Walter Schnell (Freie Wähler)
[Bearbeiten] Wappen
Beschreibung: Gespalten; vorne in Gold ein rotbewehrter schwarzer halber Adler am Spalt, hinten in Silber übereinander drei sechsspeichige rote Räder.
[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften
Kammerstein unterhält eine Gemeindepartnerschaft zur Comune Quinzano, Italien.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Alte Aurachbrücke in Barthelmesaurach
- Ev.-Luth. Kirche St. Bartholomäus in Barthelmesaurach
- Ev.-Luth. Kirche St. Georg in Kammerstein (vom Ansbacher Hofbaumeister Johann David Steingruber erbaut).
- Sendemast Neppersreuth
[Bearbeiten] Naherholungsgebiet
Staatsforst Heidenberg mit dem Sagenwanderweg
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Sagenfest Kammerstein Jährlich finden sich am ersten Maiwochenende zahlreiche Rittergruppen wie auch mittelalterliche Musik- und Tanzgruppen in Kammerstein zum Sagenfest ein. Das Fest leitet seit Jahren die Wandersaison um den Heidenberg ein und wirbt für den Sagenwanderweg, der auf der sog. Ofenplatte (eine Erhöhung im Wald, auf der auch sonntags der zweite Teil des Sagenfestes stattfindet) beginnt. Es wird seit ein paar Jahren vom evangelischen Pfarrer der Gemeinde im Zusammenspiel mit den Ortspolitikern organisiert und zieht jährlich Tausende von Gästen in die Gemeinde. Seit 2010 stellt das Sagenfest mit seinen verteilten Stationen in Kammerstein, Kühedorf und auf der Ofenplatte insgesamt den größten Mittelaltermarkt Mittelfrankens dar.
- Kammersteiner Waldmarkt Von Bedeutung ist auch der Kammersteiner Waldmarkt, der jedes Jahr am Samstag eine Woche vor dem ersten Advent stattfindet. Unter dem Motto "Wald, Winter, Weihnachten" werden vor allem Produkte aus der Region angeboten. Einheimische Vereine bereichern die Produktpalette der Landwirte und Direktvermarkter vor Ort.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Kammerstein liegt nahe der Bundesautobahn 6 (Anschlussstelle 55 - Schwabach-West) sowie an der Bundesstraße 466.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Johannes Heckel, evangelischer Staats- und Kirchenrechtler
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ bayerische-landesbibliothek-online.de
[Bearbeiten] Weblinks
Abenberg | Allersberg | Büchenbach | Georgensgmünd | Greding | Heideck | Hilpoltstein | Kammerstein | Rednitzhembach | Rohr | Roth | Röttenbach | Schwanstetten | Spalt | Thalmässing | Wendelstein
