Kampfar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kampfar
Kampfar.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pagan Metal, Folk Metal
Gründung 1994
Website http://www.kampfar.com/
Aktuelle Besetzung
Gesang, Schlagzeug (bis 2003)
Dolk
Jon Bakker (seit 2003)
II13 (Ask Ty Arctander) (seit 2003)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre, Bass (bis 2003)
Thomas (1994-2010)
Live-Mitglieder
Gitarre
Waltr Verschoor (seit 2010)

Kampfar ist eine Pagan- und Folk-Metal-Band aus Fredrikstad/Norwegen. Das Wort Kampfar ist ein alter norwegischer Kampfschrei für Odin.

Geschichte[Bearbeiten]

Kampfar wurde 1994 von Dolk gegründet, nachdem er sich von seiner vorherigen Band Mock trennte. Seine Beweggründe sich vom reinen Black Metal abzuwenden, legte er gegenüber dem Legacy-Magazin im Jahr 2007 wie folgt dar:

„Ich wollte etwas kreieren, das ehrlicher und bodenständiger war als die unzähligen Bands ohne Substanz, die einen auf böse machen. Ich wollte etwas erschaffen, das mir als Mensch und Musiker zu 100% entspricht. Daher konnte Kampfar nicht satanistisch sein, da ich das selbst nie war.[…]“

Dolk[1]

Dolk schrieb 1994 das Lied Kampfar und arrangierte es für den Bass. Daraufhin suchte er einen Gitarristen. Thomas schloss sich ihm an und zusammen schrieben sie das Lied Hymne und veröffentlichen die MCD Kampfar im November 1996 und fast ein dreiviertel Jahr später im Juli 1997 das Full-Length-Album Mellom Skogkledde Aaser. Als Duo mit zwei Alben komponierten sie neue Lieder für die MCD Norse und das Album Fra Underverdenen, welche beide 1999 erschienen.

Nach der Veröffentlichung des Albums folgte aufgrund persönlicher Angelegenheiten eine inaktive Zeit. Dolk begann in der Band Gruesome zu spielen, wo er Jon traf und für Kampfar akquirierte. Jon war nun ein festes Mitglied und das Trio begann wieder zu proben.

Schlagzeuger II13 trat der Band im Sommer 2003 bei. Die Band arbeitete an neuen Liedern und schließlich erfolgte Mitte 2004 der erste Live-Auftritt auf dem Moshfest in Halden, welches nicht weit von ihrer Heimatstadt Fredrikstad entfernt ist. Die Konzerte waren recht erfolgreich, sodass Kampfar nach einigen Auftritten in Norwegen bis heute in vielen europäischen Ländern spielte, darunter in Deutschland, den Benelux-Staaten und Spanien. Kampfar war auch Headliner der Ravnferd 2006-Tour. Kvass wurde zwischen November 2005 und Januar 2006 im Silvertone Studio in Fredrikstad aufgenommen. Produzent war Rune Jørgensen.

Kampfar 2010 auf dem Wacken Open Air

Am 7. Dezember 2010 gab Gitarrist Thomas über das Myspace-Profil der Band seinen Ausstieg bekannt. Nähere Gründe führte er dazu nicht an, er bekräftigte jedoch, dass die Harmonie zwischen ihm und der Band nach wie vor sehr gut sei.[2]

Das vierte Studioalbum, Mare, erschien im März 2011.

Stil[Bearbeiten]

Die Musik von Kampfar ist inspiriert durch die nordische Mythologie, Natur und Folklore. Die Begründung des Aufgreifens dieser Elemente in den Texten und in der Musik Kampfars geht aus der folgenden Aussage hervor:

Heidentum, der menschliche Aberglaube, das Leben an sich und nicht zuletzt die Natur selbst haben schon immer die Essenz von Kampfar gebildet. Ohne die Natur gäbe es Kampfar nicht, denn sie war seit jeher die Kraft, welche mich inspiriert und angetrieben hat, Musik zu schreiben. Die Natur bestimmt mein Seelenleben! […] Man kann also sagen, […] die Natur ist meine Religion!“

Dolk[1]

Die Liedtexte sind vorrangig auf Norwegisch gehalten. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen rohem Black- bzw. Pagan Metal und klassischer (nordischer) Folklore. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Dolk (Gesang) in seiner früheren Bandgeschichte durch Black Metal, Thomas (Gitarre) hingegen durch klassischere Folklore geprägt wurde.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Kampfar (MCD, 1996, Season of Mist)
  • Mellom Skogkledde Aaser (1997, Last Episode)
  • Norse (MCD, 1999, Hammerheart Records)
  • Fra Underverdenen (1999, Hammerheart Records)
  • Kvass (2006, Napalm Records)
  • Mellom Skogkledde Aaser (Re-Release, 2006, Napalm Records)
  • Fra Underverdenen+Norse (2006, Napalm Records)
  • Heimgang (2008, Napalm Records)
  • Mare (2011, Napalm Records)
  • Djevelmakt (2014, Studioalbum)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Thor Wanzek: Kampfar Interview/Bericht Treuer Respekt für die Natur. In: Pagan Fire - The Legacy Chronicles I (Sonderheft), Devil.Inc, Saarbrücken 2007, S. 27.
  2. Thomas: Thomas leaves Kampfar, myspace.com, abgerufen am 25. Januar 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kampfar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien