Kanadische Literatur

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Der Begriff Kanadische Literatur bezeichnet Prosa, Dichtung, Drama in englischer und französischer Sprache aus Kanada.

Zu den bekannten anglophonen Schriftstellern nach dem Zweiten Weltkrieg gehören Robertson Davies, Mordecai Richler und Timothy Findley. Zu den Schriftstellerinnen: Mavis Gallant, die seit den 1950er Jahren in Paris lebt, Margaret Lawrence (The Stone Angel; The Diviners), Margaret Atwood und die Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro, eine Autorin von Kurzgeschichten.

Ausgezeichnete frankokanadische Autorinnen sind Gabrielle Roy, Anne Hébert (Kamouraska), Marie-Claire Blais und Antonine Maillet. Zu den wichtigsten frankokanadischen Autoren gehören der Dichter Saint-Denys Garneau, Hubert Aquin und Michel Tremblay, der die Umgangssprache, das Joual, auf die Bühne brachte. Der frankokanadische Autor mit westafrikanischen Wurzeln Ryad Assani-Razaki tritt mit seinem ersten Roman La main d’Iman (dt. Iman), auch in Frankreich und im deutschsprachigen Raum hervor.

Zu den erfolgreichen Autoren der Minderheiten zählen Rudy Wiebe und Joy Kogawa (Obasan). Man darf die Sprachgrenzen aber nicht mit den politischen Grenzen verwechseln. Die anglophonen Dichter A.M. Klein, Louis Dudek und Irving Layton und die Romanschriftsteller Hugh MacLennan und Mordecai Richler lebten in Montreal, in Québec. Aus dem anglophonen, jüdischen Montreal stammt auch Leonard Cohen.

Nicht zur kanadischen Literatur werden die traditionellen Literaturen der indianischen Ureinwohner, der Esquimaux (Inuit, Yupik), der anderen First Nations gezählt. Eine bekannte englischsprachige First Nations Dichterin ist die Mi’kmaq Rita Joe.

Margaret Atwood[Bearbeiten]

Zu Margaret Atwoods wichtigsten Arbeiten zählt ihre Analyse des kanadischen Überlebenswillens, Survival (1972), der Gedichtband The Journals of Susanna Moodie (1970), der dasselbe Thema behandelt und ihr Roman Surfacing (1972), auf deutsch Der lange Traum Surfacing wurde als „Schlüsselwerk der kanadischen Literatur“ bezeichnet und mit ihm gelang Atwood der internationale Durchbruch.

Carol Shields[Bearbeiten]

Carol Shields ist in Illinois geboren, heiratete 1957 jedoch einen Kanadier und lebte und arbeitete seitdem in Kanada. Sie hat sich, wie Atwood, intensiv mit Susanna Moodie befasst. Shields hat eine Reihe von preisgekrönten Romanen geschrieben. u. a. das Pulitzer-Preis-Buch The Stone Diaries (1993), deutsch Das Tagebuch der Daisy Goodwill, Larry’s Party (1997) und Unless (2002), deutsch Die Geschichte der Reta Winters, der für den Scotiabank Giller Prize nominiert war. Shields starb 2003 an Krebs.

Michael Ondaatje[Bearbeiten]

Michael Ondaatje erhielt 1970 den renommierten Governor General’s Award for Potry. Die Jazz-Novelle Coming through Slaughter (1976), aber vor allem der Toronto-Roman In the Skin of a Lion (1987) waren frühe anerkannte Werke. Der englische Patient (1992) und seine Verfilmung machten aus ihm einen international bekannten Namen.

Samuel Selvon[Bearbeiten]

Das bekannteste Buch des in Trinidad geborenen Samuel Selvon (1923–1994), The Lonely Londoners erschien 1956. Selvon war 1950 nach London emigriert und wurde dort zum Schriftsteller. Er lebte seit 1978 in Kanada, in Calgary (Alberta), wo er eine Reihe von Schauspielen u. a. die Romane Moses Migrating (1983) und Foreday Morning (1989) veröffentlichte.

Jane Urquhart[Bearbeiten]

Jane Urquhart stammt aus Longlac (Greenstone) in Nord-Ontario. Sie besuchte eine Privatschule in Toronto und studierte Englisch und Kunstgeschichte in Guelph. Ihr erster Roman, The Whirlpool (1986) erhielt 1992 als erstes kanadisches Buch den französischen Preis für den besten ausländischen Roman. The Underpainter erhielt 1997 den Governor General’s Award for Fiction.

Siehe auch[Bearbeiten]

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]