Kanalbündelung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bei der Kanalbündelung werden mehrere Verbindungen gleichzeitig zur Datenübertragung genutzt, um die Datenübertragungsrate zu erhöhen.

Früher bezeichnete der Begriff ausschließlich die Bündelung von ISDN-B-Kanälen, in der Regel von beiden B-Kanälen eines ISDN-Basisanschlusses. Da die B-Kanäle im Netz möglicherweise unterschiedliche Laufzeiten haben, müssen die Endgeräte Vorkehrungen treffen, die es ermöglichen, dass das empfangende Endgerät die Daten wieder zeitlich synchronisieren kann.

Etwas weiter gefasst wird die Kanalbündelung neben dem ISDN- auch im Funk-Bereich genutzt, um unterschiedliche Funkkanäle zu bündeln und damit einen gemeinsamen (virtuellen) Funkkanal (oder eine Leitung) zu bilden. Zudem werden auch im DSL-Bereich Frequenz-Kanäle gebündelt, um den Datendurchsatz solch einer (virtuellen) Verbindung zu erhöhen (siehe auch Breitbandnetz).

Heute wird damit auch die Bündelung mehrerer IP-Verbindungen über verschiedene Wege bezeichnet, die als Viprinet-VPN[1] oder von der Telekom als DSL-LTE-Hybrid[2] vermarktet werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Florian Klan: Multi-WAN-Technik: Viprinet koppelt 18 Internet-Leitungen. heise online, 9. April 2015, abgerufen am 15. April 2015.
  2. Jürgen Seeger: Telekom startet hybriden DSL-LTE-Tarif. heise online, 29. November 2014, abgerufen am 15. April 2015.