Kananga

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Kananga
Kananga (Demokratische Republik Kongo)
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Koordinaten 5° 54′ S, 22° 24′ O-5.898611111111122.406666666667Koordinaten: 5° 54′ S, 22° 24′ O
Basisdaten
Staat Demokratische Republik Kongo

Provinz

Kasai-Occidental
Distrikt Lulua
Höhe 600 m
Einwohner 463.556 (1. Januar 2005)

Kananga (bis 1966 Luluaburg, Luluabourg, vor 1933 Luluagare) ist eine Stadt in der Demokratischen Republik Kongo. Sie hat 463.556 Einwohner (Stand 1. Januar 2005) und ist die Hauptstadt der Provinz Kasai Occidental. und der Distrikts Lulua.

Geografie[Bearbeiten]

Kananga liegt im Süden des Landes an den Ufern des Flusses Lulua.

Klimadiagramm von Kananga

Geschichte[Bearbeiten]

Der deutsche Afrikaforscher Hermann von Wissmann gründete 1885 an den Ufern des Flusses Lulua die Station Luluaburg.

Ab Februar 1926 wurde Luluaburg durch die Luft erschlossen. Die Landebahn wurde gegenüber dem künftigen Bahnhof Luluabourg erstellt. Am 30. November 1927 erreichte die Bahn den Lulua. Die BCK baute eine Station bei Streckenkilometer 701, auf 600 Metern Meereshöhe. Es war die Geburtsstunde einer kleinen Stadt, die rasch an Bedeutung gewann. Die Siedlung bei der Bahnstation erhielt den Namen Lulua-Gare oder Luluagare (französisch für: Lulua Bahnhof), um sie von der nahgelegenen Stadt Luluaburg (heute Mikalayi) um die Missionsstation zu unterscheiden. Lulua-Gare erstreckt sich über rund zehn Kilometer auf dem Höhenrücken entlang der Straße. Der Kampf gegen die Erosion entlang der steilen Tälern erforderte von allem Anfang an viel Arbeit.[1]

Nachdem der Staatsposten und die Kathedrale vom alten Luluaburg (oder Luluabourg-État) nach Luluagare umgezogen sind, wurde für ersteres der von den Einheimischen verwandte Namen Mikalayi offiziell und der Name Luluaburg 1933 nach Luluagare transferiert.[2]

Während der Unabhängigkeits-Verhandlungen wurde eine Verlegung der Hauptstadt von Léopoldville nach dem zentraler gelegenen Luluabourg diskutiert. Da Luluabourg in der abtrünnigen Provinz Süd-Kasai lag, konnte dieser Plan nicht umgesetzt werden. 1962 wurde die Provinz wieder eingenommen, danach wurde die Stadt zur Hauptstadt der neu geschaffenen Westprovinz Kasai-Occidental.

1966 wurde die Stadt im Rahmen der von dem Diktator Mobutu ins Werk gesetzten „Afrikanisierung“ in „Kananga“ umbenannt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Region werden Diamanten und Weizen gehandelt. Es gibt reiche Bodenschätze in der Region.

Referenzen[Bearbeiten]

  1. http://www.bck-kdl.be/Luluabourg.htm (4. Oktober 2010).
  2. Martin Kalulambi Pongo: Être luba au XXè siècle: identité chrétienne et ethnicité au Congo-Kinshasa. Karthala, Paris 1994, Seite 28.