Kantabrisches Gebirge

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Dieser Artikel behandelt das Kantabrische Gebirge. Dieses ist nicht zu verwechseln mit der Sierra Cantábrica, einer kleinen Gebirgskette in der Provinz Álava im Baskenland.
Kantabrisches Gebirge
Lage des Kantabrischen Gebirges innerhalb der Iberischen Halbinsel

Lage des Kantabrischen Gebirges innerhalb der Iberischen Halbinsel

Pico Tres Mares, 2150 m

Pico Tres Mares, 2150 m

Höchster Gipfel Torre de Cerredo (2648 msnm)
Lage Nord-Spanien
Koordinaten 43° 12′ N, 4° 51′ W43.1975-4.85166666666672648Koordinaten: 43° 12′ N, 4° 51′ W

Das Kantabrische Gebirge (spanisch Cordillera Cantábrica oder Sistema Cantábrico) ist ein Gebirgszug in Nordspanien. Es stellt die westliche Verlängerung der Pyrenäen dar und verläuft über 480 km durch die autonomen Regionen Navarra, Baskenland, Kantabrien, Kastilien-León, Asturien bis nach Galicien. Die höchsten Erhebungen des Kantabrischen Gebirges befinden sich in der zentralen Gebirgskette Picos de Europa, deren höchster Gipfel der Berg Torre de Cerredo mit 2.648 m ist.

Das Kantabrische Gebirge stellt eine Klimascheide zwischen der grünen, maritim geprägten Nordseite (bekannt als spanisch España Verde, „das grüne Spanien“ ) und der kontinentalen kastilischen Hochebene (spanisch Meseta) im Süden dar. Es begrenzt sowohl die Meseta als auch das obere Ebrobecken nach Norden hin. Sein Ostteil ist aus gefalteten mesozoischen Kreidekalkschichten aufgebaut, im Westen ist es ein altes Rumpfgebirge mit Karbonkern.

Die industrielle Entwicklung der Regionen Asturien und des Baskenlandes im 19. Jahrhundert beruht auf den Vorkommen an Eisenerz, Kohle, Zink, Blei, Mangan und Kalisalz im Kantabrischen Gebirge. In den letzten Jahrzehnten sind der Bergbau und die Schwerindustrie ebenso wie in anderen europäischen Regionen stark zurückgegangen.

Die Naturschutzgebiete des Gebirgssystems, der Nationalpark Picos de Europa und der Parque Natural de Somiedo gehören zu den wenigen Rückzugsgebieten des Europäischen Braunbären, auch gibt es bedeutende Wolfs- und Geier-Populationen.