Kapelle Semlow

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Die Kapelle Semlow ist eine aus dem 19. Jahrhundert stammende Kapelle auf dem Friedhof der vorpommerschen Gemeinde Semlow.

Friedhofskapelle

Geschichte[Bearbeiten]

1878 wurde in Semlow am Ortsausgang nach Schlemmin ein neuer Friedhof eingerichtet. Darauf ließ 1880/1881 Graf Ulrich von Behr-Negendank unter Leitung des Berliner Architekten Wilhelm Walter eine Kapelle errichten. Im Oberraum fanden die Trauerfeiern der Gemeinde statt.

Nach 1945 verfiel die Kapelle; bis in die 1960er Jahre wurde sie für Trauerfeiern genutzt, dann aber aufgegeben. Nach 1999 aufwändig saniert.

Das Äußere[Bearbeiten]

Der neugotische Backsteinbau mit glasierten Formsteindekor wurde nach dem Vorbild des Mausoleums von Erzherzog Johann von Österreich in Schenna bei Meran (Südtirol) gestaltet. Die Giebelfassade wurde mit Spitzbogenportalen und Engelsrelief gestaltet, im Giebel befindet sich eine Engelsfigur und auf dem Satteldach ein filigraner Dachreiter.

Ausstattung[Bearbeiten]

In der Krypta waren die die Särge der Familie Behr-Negendank ausgestellt. Von 1881 bis 1945 war der geschnitzte gotische Marienkrönungsaltar, der sich heute in der Marienkirche in Stralsund befindet, in einer Nische der Nordwand der Kapelle aufgestellt.

Die Särge wurden nach der Aufgabe der Kapelle im Umfeld der Kapelle beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

54.18472812.66107828Koordinaten: 54° 11′ 5,02″ N, 12° 39′ 39,88″ O