Karate Kid (1984)

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Filmdaten
Deutscher Titel Karate Kid
Originaltitel The Karate Kid
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 126 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie John G. Avildsen
Drehbuch Robert Mark Kamen
Produktion Jerry Weintraub
R. J. Louis
Musik Bill Conti
Kamera James Crabe
Schnitt John G. Avildsen
Walt Mulconery
Bud S. Smith
Besetzung

Karate Kid ist ein US-amerikanischer Film aus dem Jahr 1984.

Handlung[Bearbeiten]

Der 15-jährige Daniel LaRusso zieht mit seiner alleinerziehenden Mutter von Newark in New Jersey nach Reseda in Kalifornien. Während seine Mutter das sonnige Kalifornien in der Vorfreude auf eine neu aufzubauende Existenz als Paradies auf Erden verklärt, tut sich Daniel mit seiner neuen Heimat erheblich schwerer. Immerhin trifft er im neuen Apartmentkomplex auf den eigenwilligen, aber freundlichen und hilfsbereiten Hausmeister Kesuke Miyagi.

In der neuen Stadt wird Daniel von den jugendlichen Schülern eines aggressiv unterrichtenden Karatelehrers, des Inhabers des Cobra Kai Dōjōs, schikaniert. Die Lage eskaliert, als er sich in die Exfreundin (Ali Mills) des Anführers der Jugendlichen verliebt. Als Daniel nach der Halloweenparty der Schule von den halbstarken Jugendlichen angegriffen und schwer misshandelt wird, rettet ihn Miyagi. Er stellt sich als ein Karatemeister alter Schule heraus, der ihn auf recht unkonventionelle Weise (für die Daniel zunächst nur wenig Verständnis aufbringt) nicht nur in die technischen, sondern auch in die philosophischen Aspekte des Karate einweiht. Im Verlauf der Ausbildung werden Daniel und Miyagi gute Freunde. Zu Daniels 16. Geburtstag schenkt ihm Miyagi sogar eines der Autos seiner eigenen Oldtimersammlung, welche Daniel im Zuge seines Trainingsprogramms waschen und polieren musste („Wax on, Wax off“, deutsch „Auftragen und Polieren“).

Am Ende des Films muss Daniel seine neu erworbenen Fähigkeiten in einer Meisterschaftsveranstaltung unter Beweis stellen. Obwohl von Seiten des konkurrierenden Dojos mit sehr unfairen Methoden vorgegangen wird, gewinnt er das Turnier und hat sich damit den Respekt der anderen gesichert.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Die Geschichte, die sich um die zwei Hauptfiguren entwickelt, erzählt einerseits eine Ersatzvater-Ersatzsohn-Beziehung, andererseits zeigt sie ansatzweise, dass es sich bei einer Kampfkunst wie Karate nicht um eine „Hau-Drauf-Sportart“ handelt. Dennoch hält sich der Film stark an westliche Klischees. Die philosophische Tiefe, die hinter Kampfkünsten steht, war bis dahin dem westlichen Publikum eher unbekannt.

Durch die für die damalige Zeit ungewöhnliche Darstellung des Themas wurde John G. Avildsens Karate Kid ein Kultfilm der 1980er Jahre. Karate Kid hat mit seinen zwei Nachfolgern Karate Kid II – Entscheidung in Okinawa und Karate Kid III – Die letzte Entscheidung in diesem Jahrzehnt einen weltweiten Karateboom mit ausgelöst. Viele Jugendliche, die dem Zauber des Filmes erlagen, meldeten sich daraufhin zum Karatetraining an.

1994 wurde dann noch Karate Kid IV – Die nächste Generation produziert, die Regie übernahm Christopher Cain. Die Karateschülerin von Kesuke Miyagi wurde diesmal von Hilary Swank gespielt.

Zwischen 1989 und 1990 wurde eine gleichnamige 13-teilige Zeichentrickserie produziert. Die Charaktere sind den Filmen angeglichen, die Handlung ist aber etwas mystischer. Karate Kid, Mr. Miyagi und das Mädchen Taki reisen herum und suchen einen magischen Schrein.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Pat Morita wurde 1985 für den Oscar als Bester Nebendarsteller nominiert. Des Weiteren erhielt er eine Nominierung für den Golden Globe Award.
  • Der Film gewann in zwei Kategorien der Young Artist Awards je einen Preis. Elisabeth Shue wurde als Best Young Supporting Actress ausgezeichnet, der Film gewann den Preis als Best Family Motion Picture - Drama.

Kritiken[Bearbeiten]

„Naives Kino-Märchen nach bekanntem Muster, das jedoch durch die Verknüpfung mit fernöstlicher Lebensweisheit einigen Tiefgang erhält. Effektvoll inszeniert, bietet der Film weitgehend sympathische Unterhaltung.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Als klassische Außenseitergeschichte von Gut gegen Böse im Highschool-Milieu angesiedelt, wurde “Karate Kid” 1984 zum Kultfilm für eine ganze Generation. Der Film zog drei Fortsetzungen nach sich, löste einen Karate-Boom aus, und Mister Miyagi wurde zur Ikone der Popkultur. Das Besondere war jedoch, dass dem Film mehr gelang als eine überzeugende Coming-of-Age Story mit Karate-Action zu kreuzen. “Karate Kid” beleuchtete auch das schwierige, oftmals von Rassismus geprägte Verhältnis zwischen Japanern und Amerikanern und gab ein eindeutiges Statement ab zu Gewalt als allerletztes Mittel.“

pflichtlektuere [2]

Neuverfilmung[Bearbeiten]

2010 kam die Neuverfilmung, Karate Kid, in die Kinos. Die Hauptrollen übernahmen Jackie Chan als Lehrer und Will Smiths Sohn Jaden Smith als Schüler.

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karate Kid (1984) im Lexikon des Internationalen Films
  2. http://www.pflichtlektuere.com/21/07/2010/karate-kid-kampfkunst-kind-gekonnt-kopiert/